Kleiner 8.000km Skandinavien-Roadtrip zum Polarkreis

Hi zusammen!

Einfach, weil ich gerne mal meine fast durchweg positiven Erfahrungen teilen würde, berichte ich mal von unserem Skandinavien-Roadtrip und kann vielleicht ja den ein oder anderen nützlichen Hinweis für potentielle Interessierte mitgeben.

Ich habe einen Polestar 2 LRDM 2021 (thunder), gekauft vor knapp 2 Jahren mit 41.000, nun etwa 78.000 km gelaufen - hauptsächlich summiert durch 2 Rundreisen in Skandinavien und einer Benelux-Reise. Unsere diesjährige Skandinavien-Reise betrug fast 8.000 km lang.

Kurz zur Route: da wir beide keine Schiff-Freunde sind ging es von Hannover aus über die majestätischen Brücken und Tunnel Dänemarks nach Malmö. Dann sind wir durch Süd- und Ostschweden in den Norden (über Luleå bspw.) gefahren und von da aus zu den Lofoten, über Kiruna und Narvik. Es ging dann noch auf die Vesterålen und im Anschluss hoch bis Höhe Tromsø.

Von dort ging es dann nach finnisch Lappland über Kolari nach Rovaniemi. Zurück dann über größtenteils bekannte Strecken vom Hinweg gemütlich wieder über Schweden und Dänemark zurück. Insgesamt waren es knapp 4 Wochen.

Die Routenplanung haben wir vollständig im Voraus gemacht und auch die jeweiligen Unterkünfte (diesmal ausschließlich Ferienwohnungen- und Häuser über ein bekanntes Portal mit violettem Logo) gebucht. Einige boten uns dabei kostenlose oder kostengünstige Aufladungen über Nacht an, was man natürlich sehr gerne mitnimmt.

Wo wir beim Thema Laden sind: In Dänemark und Schweden, wissen wahrscheinlich schon einige, ist das Ladenetz und auch die Preise ähnlich wie in Deutschland, tendenziell eher besser. Wir haben uns wieder für ein Ionity Abo entschieden, gerade im Norden ist aber auch Ionity eher dünn vertreten. Trotzdem hatten wir niemals auch nur ansatzweise Stress oder gar Angst mit der Reichweite, auch nicht im hohen Norden oder abgelegenen Lappland. Es gab in jedem größeren Ort irgendeine Lademöglichkeit. Unsere Ausweich-Ladestationen, wenn mal keine Ionity verfügbar war, fanden wir in Schweden und Norwegen bei Circle K (einfach mit der App ohne zusätzliches Abo oder so, beim registrieren muss man das aber über die Webseite machen, nicht über die App! Sonst funktioniert das mit der deutschen Telefonnummernvorwahl nicht…), die sehr gut vertreten sind und in Schweden Vattenfall (ziemlich preiswert ohne Abo über InCharge App). Lediglich auf den Lofoten, wo wir fast nur in der Unterkunft kostenlos laden konnten, mussten wir mal auf eine relativ teure Ladestation eines regionalen Anbieters ausweichen.

Am günstigsten war es in Finnland: mit Ionity Abo teilweise 20ct/kWh, auch in den Unterkünften war es extrem günstig. Zwischen 10 und 15ct/kwh war der Selbstkostenpreis, aber auch in Schweden ist das ähnlich preiswert.

Die Straßenverhältnisse waren selbst in den abgelegeneren Regionen immer ausreichend für den Polestar. Er glänzt bei Unebenheiten ja leider nicht wirklich mit einem bequemen Fahrwerk, und die mindestens wie in meinem Fall 19 Zoll großen Reifen und Felgen sind da ja auch nicht gerade hilfreich, aber insgesamt ging es schon. Hin und wieder gab es Schotterwege, auf denen man dann vorsichtshalber mal etwas langsamer unterwegs ist. Irgendwann wechsle ich wahrscheinlich mal auf 18 Zöller und hoffe auf mehr Komfort…

Es ist aber wirklich unglaublich, wieviel Wald und unberührte Natur es da oben gibt. Wir haben sicherlich über 50 Rentiere auf den Straßen erlebt und auch sonst war das Fahren dort viel entspannter, als es hier in der Gegend meistens ist. Ganz besonders idyllisch waren sämtliche Routen auf den Lofoten, im hohen Norden Norwegens und die Strecke an der schwedisch - finnischen Grenze entlang von Tromsø nach Kolari / Kittilä.

Aber auch Schweden hat wahnsinnig viel zu bieten! Unsere Rundtour lief von Mitte August bis Mitte September und dadurch überwiegend bei herbstlichem Wetter und Temperaturen. Für den Polestar kein Problem - selbst wenn es im Stockdunkeln wie aus Eimern regnet hat man bei den fantastischen LED Scheinwerfern und bei der super Straßenlage überhaupt keine Probleme. Hat echt Spaß gemacht! Das automatische Fernlicht war ein Segen, denn teilweise gab es minutenlang keinen Gegenverkehr.

Es war unsere 2. Skandinavien Reise und übrigens bemerkenswert, wie viele Polestar-Fahrzeuge dort unterwegs sind im Gegensatz zu Deutschland. Den 2er sieht man dort ungefähr so häufig wie hierzulande den Uber-Toyota, also tatsächlich ziemlich oft. Bei jedem zweiten Ladestopp sind wir mindestens einem 2er begegnet. :smile:

Der Platz ist für 2 Personen bei 4 Wochen absolut ausreichend, 2 Koffer und einige Tüten auf der Rückbank kann man gut platzieren.

Das Fazit: natürlich hat uns der Polestar zu keiner Zeit im Stich gelassen. Der Urlaub war wunderschön und der Wagen hat wirklich viel dazu beigetragen. Das ruhige Fahren mit der anständigen Beschleunigung, falls mal nötig, gepaart mit großartigen Scheinwerfern und der Vorklimatisierung war total klasse! Auch der adaptive Tempomat hat sich dort sehr bewährt.

Der Durchschnittsverbrauch lag insgesamt bei grob 19,5 kWh/100 km bei einer durchschnittlichen Temperatur von etwa 13 Grad und Geschwindigkeit von ca. 80 km/h.

Danke für das Interesse und schreib mir gerne, wenn darüber hinaus noch erwähnenswertes offen geblieben sein sollte!

Der nächste Roadtrip mit dem Wagen wird wohl diesmal ins winterliche Lappland sein! :slight_smile:

Lieben Gruß / Julian

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Hi Julian,

Ich kann Deine Erfahrungen weitgehend bestätigen. Wir waren selbst hauptsächlich in Schweden, aber auch in Dänemark und Norwegen in diesem Sommer unterwegs (bei uns waren’s nur 4500 km​:face_savoring_food:). In unserem Fall zu dritt in unserem Polestar 2, was problemlos funktioniert hat. Einzig mit AC-Ladern von Vattenfall hatten wir so unsere Problemchen, die unsere Kreditkarten nicht akzeptieren wollten, obwohl die sonst überall gingen. Eine wunderschöne Gegend, in der wir schon wiederholt waren…

Viele Grüße

Martin

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Sehr schöner Bericht, danke.

Will ich unbedingt auch mal im P2 machen. Bisher nur Zug oder Mietwagen. Aber man braucht halt schon ordentlich viel Zeit.

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