Rücktritt vom Leasingvertrag

Hallo zusammen,

bei mir ist es nun so weit: ich werde (notfalls mit Rechtsmitteln) vom Leasing zurücktreten. Habe meinen P3 seit 11/2024 und bin 48tkm gefahren. Mein Montagsauto hat mich schon so oft im Stich gelassen, dass ich einfach keine Nerven mehr habe. Dass man sich schon freut, wenn es morgens aufgeht und sich nicht wieder komplett entladen hat sagt eigentlich schon alles.

Das Angebot des Leasinggebers (nicht Polestar): ich zahle jetzt rückwirkend eine Rate, die auf 22 Monate Laufzeit berechnet ist, die Sonderzahlung bleibt bestehen und ich bin in 10d raus.

Im Klartext: ich zahle zusätzlich zu den geleisteten Raten und einer Sonderzahlung von 30k jetzt nochmals 4,7k, um aus dem Vertrag zu kommen… In der Summe dann also 51k €, also der halbe NP (nach <2 Jahren!). Und das Auto steht aktuell weiter in der Werkstatt, insgesamt Tag 161 (also 25% seines Lebens).

Das kann nicht sein- ich habe mit vielem gerechnet, nicht aber damit, dass mir als Kulanzangebot geschrieben wird, dass ich mich komplett aus dem Vertrag rauskaufen muss.

Hat denn jemand ähnliche Erfahrungen mit dem Leasinggeber (ALD Polestarleasing) gemacht?

Viele Grüße,

Philipp.

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Wieso hast Du nicht bei Polestar eine Wandlung verlangt?

Das habe ich- die haben an den Leasinggeber verwiesen…. Mal schauen, ob die sich nochmals rühren und nachbessern….

Sehr schade, aber völlig nachvollziehbar. Bin gespannt auf Deinen weiteren Verlauf.

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Ich vermute, weil Polestar nicht sein Vertragspartner ist :wink:

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Tatsächlich ist die ALD Polestar nur der Leasinggeber, bei technischen Mängel und Frage nach Rücktritt aufgrund derselben verweist der Leasingvertrag wiederum an Polestar als Ansprechpartner. Diese argumentieren, dass ein “Angebot” zur vorfristigen Auflösung des Vertrags ja vorliege und man keine Gründe für ein außerordentliches Kündigungsrecht sehe- ich habe ja stets ein Ersatzfahrzeug gestellt bekommen…. na gut- kann man so sehen….

Bin jetzt nochmals eine Etage höher eingestiegen und werde das sonst anwaltlich geltend machen müssen. Wie unschön und zeitraubend.

Bisher aber unter der P3 3.0.33 keine weiteren Bugs aufgetreten!

Grüße, Philipp.

6d nach Abholung:

Erst diverse Fehlermeldungen, u.a. Technik Fehler, Service buchen“- aber das kennen wir ja. Dann heute während der Fahrt in einer Kurve plötzlicher Ausfall der Lenkunterstützung- Auto fuhr geradeaus und ich musste mit beiden Händen wirklich kräftig am Lenkrad ziehen, um die Kurve zu kriegen (war in der Stadt)….

Dann ABS Ausfall, Scheinwerfer, komplettes Mäusekino. Auch nach Reset. Also direkt weiter zum Händler und wieder mal nach Hause mit dem E Scooter. Und Polestar findet weiterhin, dass das kein Grund für einen Rücktritt sei.

Das Auto (mein Auto) ist gefährlich. Ich tippe mal auf ein Softwareupdate….

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Nach 8 Tagen die Diagnose:

Vorderer Abstandsradarsensor defekt plus ein Kabelbaum. Beides wird ersetzt, Teile ab Di da.

Heute ist Tag 173 in der Werkstatt (28% meiner Leasingdauer). Ende der Woche kann ich das Auto zurückkriegen- Polestar konnte sich weiterhin nicht zu einem Rücktritt vom Leasingvertrag entscheiden….

Ich hätte das wohl vermutlich längst dem Anwalt gegeben. So oder so, sehr ärgerlich das ganze und bereit mir etwas Sorge bei meinem P4 der bald kommt.

Ich finde mich auch zu gutmütig​:joy:.

Und zum P4: den hatte ich als Ersatzwagen (fast genau so lange wie meinen P3…)- das ist eine andere Plattform und hatte genau 0 Probleme. Sicher nicht ganz die Luxusanmutung im Innenraum- aber ganz im Ernst: ein Auto, was zuverlässig die Türen öffnet und fährt ist mir lieber wie ein Sitz mit Massage, der mir aber regelmäßig verwehrt bleibt. Ich halte die Software des P4 für viel „erwachsener“ als die des P3.

Also freu Dich auf Dein Auto. Die P3 Probleme betreffen auch vor allem die ersten Modelle (MY 2024 und früh 2025)….

Viele Grüße,

Philipp.

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Update zum Schmunzeln:

Seit knapp 2 Wochen ist er in der Werkstatt. Ein Kabelbaum vorne wurde als Übeltäter ausgemacht und getauscht. Vor der Probefahrt hat sich das Auto wieder komplett im 12V Kreis entladen und lässt sich nicht mehr öffnen- in der Werkstatt….

Man hofft jetzt auf Hilfe aus Schweden, in die Kiste zu kommen. Beim ADAC hat es zuletzt nur der Einstieg über die Fahrertür gebracht.

Viele Grüße, Philipp.

Anwalt: Wenn Polestar selber erhebliche Risiken sieht bezüglich der Fortführung des Geschäfts (siehe aktueller Finanzbericht), dann ist das ganze nicht so einfach, denn es hilft einem nichts, dann in der Tabelle des “Verwerters” zu landen. Einem Nackten kann man leider nicht in die Tasche greifen, im Gegenteil, mit Pech verliert man noch sein Auto.

Ich bereue sehr, dass ich nicht geleast habe, dann wäre ich das Auto wenigstens in einem Jahr los. Eigentlich könnte der Polestar 3 super sein, aber das Unternehmen hat die Startupmentalität leider so verstanden, dass dies halt auf Kosten (einiger) Kunden ist. Es wird eine Sanierungsrunde nach der anderen gemacht immer mit umfassendem Strategieschwenk.

Als Halter von zwei Polestars muss ich sagen: Ich wäre da sehr vorsichtig und ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn gescherzt wird, Polestar sei das neue Saab. Du hast eben absolut keine Druckmittel in der Hand. Die Abwicklung und Organisation des Supports sind eine absolute Katastrophe, weil das ganze größtenteils outgesourct ist und zwischen Polestar und dem Servicepartner oder Polestar und dem ADAC keine Kommunikation besteht (zumindest bei mir). Ja wirklich keine! Das heisst der eine ruft bei einem an und fragt was der andere gemacht hat.

Bei unserem Polestar 2 war es schon so, dass wir wegen Totalausfall vor einer Urlaubsreise bereits einen Ersatzwagen hatten, den wir innerhalb von wenigen Stunden vor der Fähre organisiert hatten (dann gings plötzlich wieder) und beim 3er ist die Latte lang. Lernkurve vom 2er zum 3er: Nicht zu erkennen. Schau dir das Forum durch wie es mit dem 4er gelaufen ist: Wo ist da die Lernkurve. Was lustig ist: die signifikanten Fehler, die viele haben, wie beispielsweise vornehmlich in den USA die reihenweise ausfallenden Ladeeinheiten, verschieben sich. Sie machen also reihenweise umfassende Änderungen, z.B. bei den Lieferanten und das ganze wird immer komplizierter. Hier in Finnland sieht man sehr viele Polestar, allerdings kaum 3er, was aber vermutlich vor allem dem hohen Preis geschuldet ist. Also wird der schon irgendwie funktionieren.

Es gibt im Netz ganz gute Analysen über die finanziellen Szenarien von Polestar (wallstreet-online Forum) und ich befürchte, mit diesem mühsam aufgebauten schlechten (!) Ruf aller neuen Plattformen inklusive dem PS4 (schau da mal ins Forum, was viele erste Nutzer erlebt haben) schaffen sie es nicht, die Mengen ausreichend hochzufahren, da der Markt extrem preissensitiv geworden ist. Ich bin gespannt, wie und wo sie das ganze lösen, es gibt gute bilanzielle Gründe warum Volvo nicht mehr als 19,9% der Anteile genommen hat.

Der 2er ist inzwischen in Ordnung, zumindest für den Preis, den wir damals bezahlt haben. Aber jetzt neu kaufen, die Plattform ist ja uralt? Welchen stattdessen kaufen, nun ja, es gibt viele Hersteller bei denen das Risiko entsprechend hoch ist. Vermutlich ist es das beste, abzuwarten, wie die Marktbereinigung erfolgt (wird ein paar Jahre dauern) und dann zu schauen, welche Plattformen in Mengen laufen, denn da wird man wenigstens eine vernünftige Ersatzteilversorgung haben. Immerhin sind die Autos so teuer, dass sie ja eigentlich mindestens 10-15 Jahre halten müssen (bei verschiedenen Haltern). Schade aber vielleicht haben wir einfach vergessen, wie viel Ärger wir früher mit Autos hatten. Und vielleicht waren die Summen damals nicht so hoch.

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Ich hab’ ja ähnliche Erfahrungen, siehe diverse Berichte. Bisher mehrfach Wandlung oder Rücktritt verlangt und von Polestar / ALD nie akzeptable Antworten bekommen. Bin gespannt, ob du was erreichst… Wenn du einen Weg findest, das Auto los zu werden, folge ich Deinen Spuren.

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PS: Herrlich, dass bei “polestar.fans” das hier eins der populärsten Themen sind. Wenn die Fans nur noch weg wollen, was denken dann die Nicht-Fans? :wink:

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Bitte nicht vergessen, es gibt auch sehr viele zufriedene P3 Fahrer. Für mich eines der besten Autos, die ich schon hatte, und ich hatte viele hochwertige deutsche Fahrzeuge. Ebenfalls bin ich auch mit meinem Servicepartner, Volvo Häusermann Effretikon, überaus zufrieden. Mein Etron GT vermisse ich nicht :rofl:

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Absolut- und nicht falsch verstehen. Ich will den P3 nicht kategorisch schlecht reden. Wenn er fährt ist er wirklich phantastisch: Fahrwerk, Motorleistung, Innenraumgeräusche, Qualitätsanmutung passen komplett zu einem Auto dieser Preisklasse. Wie gesagt: wenn er fährt.

Aus meiner Sicht das Hauptproblem: zumindest für die ersten Monate nach Start des P3 war überhaupt keine Service-Zuständigkeit geklärt, die Volvo Partner überfordert, die Struktur mit Chat und Hotline auf dem Niveau einer “Projektwoche IT” 12. Klasse. Die schicken Dich bei Problemen einmal im Kreis (Chat=>Assistance-Hotline=>Händler=>Polestar und wieder von vorn).

Daher für mich: entweder Glück haben und einen zuverlässigen Exoten erwischen. Wenn man dieses Glück nicht hat (wie ich, mein P3 ist seit 48h komplett entladen beim Händler und sie kommen nicht mehr rein) nie wieder eine Marke, die kein eigenes Händlernetz hat. Ganz ehrlich: dann lieber eine Traditionsmarke, die vielleicht etwas langweiliger daherkommt, aber zumindest einen physischen Ansprechpartner zu bieten hat.

Mein Fazit nach 22 Monaten Polestar (heute Tag 179 Werkstatt).

Philipp.

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Ich kann das gut nachvollziehen, bin in einer ähnlichen Situation. Auch mein P3 steht jetzt seit 1 Monat in der Werkstatt, bleibt da noch für weitere 2 Wochen, so alles gut geht. Ich kann auch nicht einschätzen, ob dann wirklich alles gut ist.
Interessant ist, dass ich jetzt als Ersatzwagen einen jüngeren P3 fahre, der keinerlei Fehlermeldungen hat. Er ist meiner Meinung nach nicht perfekt (hin und wieder klappern, immer wieder langsames Laden am Schnelllader), aber er fährt wie er soll.
Polestar wäre gut beraten, die ersten Kunden nicht zu bestrafen, sondern die Autos zu fairen Bedingungen zu tauschen, vielleicht fehlt da aber inzwischen finanziell die Luft.
Fazit: Frustration seit 2 Jahren, obwohl mein Händler sehr bemüht ist.
Lösung: ich werde meinen P3 nach Ablauf der 3 Jahre mit finanziellen Einbußen an die Leasinggesellschaft zurückgeben, die ich nicht beneide, und Polestar den Rücken kehren. Was ich dann fahre? Eventuell wieder einen Volvo, sicher elektrisch, vielleicht pragmatischer (EX60?). Das falsche Premium-Getue brauche ich nicht mehr, ich definiere das über Zuverlässigkeit.

RH

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Hallo zusammen!

Mein (vorerst) letzter Post als Polestar-Fahrer:

da mein P3 6d nach dem letzten Werkstattaufenthalt gleich wieder Probleme gemacht hat (diesmal beim Fahren) haben Polestar und der Leasinggeber ALD nun endlich ein Einsehen und stimmen der Rückabwicklung meines Leasingvertrages zu. D.h. ich kriege meine Einmalzahlung und Raten komplett zurück, muss aber ein Nutzungsentgelt pro gefahrenem km entrichten (sind bei 48tkm immerhin auch >30’000.-€).

Finanziell ist es für mich jetzt wie ein vorzeitiges Ende des eigentlich 3-jährigen Vertrags.

Ärgerlich dennoch: meine Investitionen (Winterräder 4.2k, Folierung 4k), die ich ja auf eine 3-jährige Nutzung ausgelegt hatte sind natürlich jetzt futsch.

Ich wünsche allen P3 Fahrern weiter viel Spaß an dem prinzipiell tollen Auto- allen, die wie ich Probleme haben wünsche ich viel Geduld und Gelassenheit, auch wenn es manchmal schwer fällt.

Viele Grüße, Philipp.

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