ACC + Lane Assist = Auto will Autobahnabfahrten nehmen

Hallo zusammen,

ich hatte nun schon 3x auf der Autobahn ein recht unangenehmes Phänomen.

Ich fahre am helligten Tag mit ACC + Lane Assist auf einer kerzengeraden Autobahn entlang. Hand ist locker am Lenkrad.
Nun kommt rechts ein Verzögerungsstreifen. 2x war es eine Abfahrt, 1x war es ein Parkplatz.

In dem Moment, in dem der Verzögerungsstreifen beginnt, lenkt das Auto von alleine schnell und bestimmt rechts rüber. Ganz so, als möchte es den Verzögerungsstreifen nehmen.
Und das, obwohl das Navi und die Route weiter geradeaus geht auf der Autobahn.

Habe mich jedes Mal ordentlich erschreckt.

Von dem Phaenomen hat auch schon Alex von „Elektrisiert“ berichtet als er den PS2 leihweise hatte. Bei ihm trat es wohl auf in langgezogenen Linkskurven, wenn dann eine Abfahrt kam…

Ist mir bei meiner langen Tour am Montag auch passiert und einmal bin ich auch massiv erschrocken.

Ich verstehe das Verhalten auch nicht, weil es jedes Mal gestrichelte Linien waren.

Aber man könnte auch dieses Verhalten intelligenter regeln, in dem man hier bspw. nach der Route -wie hier bereits angemerkt- und/oder auch danach geht, ob der Blinker in die entsprechende Richtung gesetzt wird, oder nicht.

Ich bin aktuell mit der P2.2 unterwegs und bin mir sicher, das dieses bescheuerte Verhalten nicht schon immer so war.

Kann ich bestätigen, habe aber noch kein Muster entdecken können. Wenn man auf der linken Spur fährt ist es auf jedenfall ratsam beim Fahren mit dem Assistenten die Hand Lenkrad zu lassen. Ein leichter Gegendruck reicht aus um ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Man gewöhnt sich dran… ist halt nur ein Assistent :wink:.

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Ist ein bekanntes Problem welches schon von einigen Leuten angesprochen wurde.

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Wenn am Rand zum Pannenstreifen oder Fahrbahnrand eine ausgezogene kräftige weisse Linie ist und dann in die Ausfahrt raus läuft, orientiert sich das System an der rechten Linie. Macht meiner auch. Hier wäte ich manchmal froh, wenn sich der Pilot Assist wenigstens leicht am Navi orientieren würde. Bei Verzweigungen bei welchen die rechte Spur verzeigt, will meiner auch immer rechs weg.

Das Problem hat sich bei meinem Wagen mit P2.2 schon ordentlich verbessert. Er zuckt bei Ausfahrten seltener und nur noch ganz leicht.

Sehe ich auch so, nach dem letzten Update ist es besser geworden. Nur noch in Einzelfällen oder bei schlechtem Lichtverhältnissen.

Ich habe es erst seit V2.2
Lichtverhältnisse waren ideal. Sonnenschein von genau oben. Mittags gegen 13:00 Uhr.
Zwischen Ausleitung und Geradeausspur war eine deutliche, dicke, gestrichelte Linie. So, wie es sein soll.

Das kommt davon wenn man in einer Region Deutschlands lebt, die insistiert, ein g würde im Deutschen immer als ch ausgesprochen wird.

Noch besser: 3 verschieden Arten ein g auszusprechen - nur nie als g:

Fluchzeuschträjer.

„ratsam“ ist gut… Da nicht autonomes Fahren zwingend vorgeschrieben.

Bei uns kommst Du kaum in die Versuchung die Hände wegzunehmen… ok, vielleicht wenn Du Sonntags im Löwenkäfig spazieren gehst :wink:

Unser Freunde aus dem Tesla-Universum kommen da schon auf ganz andere Ideen…

Ich hatte das bis P2.1 an einer beginnenden Autobahn. Da geht die Linie nach links weg, da wollte er der Linie folgen, vermutlich mittig zwischen den Linien fahren.

Das ist mit P2.2 an dieser Stelle besser geworden.

Ähnliches Problem hatte ich auf Landstraßen, die links und rechts eine Linie haben und in der Mitte keine. Dort wollte der AP auch immer mittig fahren - was doof ist. Das ist jetzt nicht mehr so, der AP geht aus oder ich kann ihn nicht mehr einschalten. Muss ich nochmal prüfen, bin an der Stelle nicht so oft.

Ehrlich? Meiner Ansicht nach ist der Assistent Kernschrott und gefährlich. Ich hatte mehrere Male gefährliche Situationen, die Unfälle nach sich gezogen hätten, wenn ich nicht beherzt mit dem Ding um die Richtung „gekämpft“ hätte:

  1. Autobahn: wollte unvermittelt auf die Ausfahrtspur, hat durch den Schlenker einen dicht hinter uns Rausfahrenden ausgebremst.
  2. Stadt, breite Straße: wäre in leichter Kurve fast auf parkende Autos aufgefahren, weil er zu schwach lenkte
  3. Stadt: mittlere Streifen wurde etwas undeutlich, wäre fast in den Gegenverkehr gefahren
  4. Stadt: eiert manchmal nah an der Mittellinie rum, sodass entgegen kommende Fahrer schon ausweichen wollen
  5. Landstraße: hatte keinen Mittelstreifen, sondern rechts und links Streifen für Radspuren. Der Wagen lenkt dann mittig in den Gegenverkehr…

Und es ist nicht so, dass ich nun schon 100000 Kilometer abgerockt hätte, und das wären extreme Einzelfälle. Ich habe das Teil nur ein paar Mal ausprobiert und nutze es nun nicht mehr.
Mir erschließt sich der Sinn nicht, wenn ich noch konzentrierter sein muss, keine Unfälle zu bauen, als wenn ich selber lenke. Und wenn man eh alle paar Sekunden am Lenkrad wackeln muss, ist es ja noch absurder…

Was auch Käse ist: sich automatisch an den Vordermann hängen… Funktioniert auf der Autobahn ja ganz gut, in der Stadt mäßig, aber da, wo es sinnig (und trivial) wäre: Stau oder Stop-And-Go: steht man ein paar Sekunden, schaltet sich das Ding ab und fragt, ob man bereit sei zum fahren… Sorry, aber was soll das???

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An dem Fiat 500e den ich hatte, hat es auch nicht wirklich funktioniert. Hab das immer sofort beim Losfahren abgeschaltet. Ich fahre eh lieber selber anstatt mich lenken zu lassen.

Naja. Das Ding ist was es laut Beschreibung ist: ein Assistent - und kein Autopilot. Das was Du beschreibst kenne ich auch. Aber ich benutze ihn regelmäßig auf Langstrecke und weiß daher genau, wo es was zu beachten gibt und was der Assistent kann und was nicht. Er ist nicht perfekt, aber eine tolle Unterstützung. Und was Stop and Go angeht… irgendwann haben sich bisher in allen anderen Autos die selben Assistenten ebenfalls abgeschaltet. Müssen sie meines Wissens auch sonst würde das Ding ja fahren und Du bist bewusstlos etc.

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Wenn er Dich unterstützt: prima! Ich persönlich finde es zu mühsam, permanent darauf achten zu müssen, dass der Assistent nicht mich oder jemand anderen umbringt.
Wir fahren ja weitgehend intuitiv ohne unserem Hirn bei jeder Lenkbewegung eine bewusste Entscheidung abringen zu müssen. Mit eingeschaltetem Assi muss ich a) auf den Verkehr achten und zusätzlich noch b) den Assi beurteilen, ob seine nächste Aktion auch sicher ist. Das ist total anstrengend, wenn man den Wagen alle paar Sekunden in einen gefühlten Grenzbereich steuern lässt, aus dem man ihn evtl. wieder herausholen muss.
Bei mir bleibt er außer zum Rumspielen und Testen jedenfalls bis auf Weiteres aus…

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Der Assistent ist dazu da mir einfache, teils stupide Aufgaben abzunehmen. Bspw. hier im Thread: Geradeaus fahren und der Spurt folgen.
Genau das machte er aber nicht. Er wollte unvermittelt die Ausfahrt nehmen und die Spur wechseln (ohne Blinker!).
Das ist nicht die Aufgabe des Assistenten, sondern ein Fehlverhalten.

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Das macht er zumindest bei mir in 90% aller Fälle. Und da ich als Fahrer sowieso für alles verantwortlich bin muss ich in jeder Sekunde reaktionsbereit sein. Neben bei Kaffee trinken ist nicht. Dafür ist er auch nicht da. Wenn das jemand nicht Entlastung genug ist habe ich dafür Verständnis. Aber das Ding ist nicht wirklich schlecht. Nur nicht perfekt :wink:… denn dann hiesse er Autopilot und würde € 7.000 kosten - und auch nicht funktionieren - uppss falsche Marke :joy:.

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Was genau macht er bei dir in 90% der Fälle? Eventuell reden wir aneinander vorbei. Der Assistent hat drei mögliche Verhaltensweisen:

    1. Er macht das, was er tun soll, nämlich die Spur halten. Mal besser, mal schlechter. Aber im Grunde macht er es.
    1. Er macht das, was er tun soll, nicht. Er erkennt also bspw. keine Spur und der Fahrer muss vollständig manuell fahren oder er driftet mal leicht von der Spur ab.
    1. Er macht Dinge, die er nicht tun soll. Also Dinge, die der Fahrer nicht vorhersieht, nicht damit rechnet und die über das Beobachten und Absichern des zu erwartenden Verhaltens hinaus geht. Bspw. die Spur eigenständig wechseln, obwohl dies gar nicht seine Aufgabe ist.

Ich vermute, du redest von Variante 1 und 2. Da stimme ich dir zu.
Ich rede jedoch von Variante 3. Das hat nichts mit Systemgrenzen oder Überwachung mittels Reaktionsbereitschaft zu tun, denn das eigenständige und abrupte Spurwechseln war für mich nicht vorhersehbar und völlig unerwartet.

Anders gesagt: Ich als Fahrer kann eingreifen, wenn erwartete Dinge passieren oder nicht passieren, also bspw. der Wechsel von Variante 1 auf 2.
Bei Wechsel auf Variante 3 bin ich aber auch als Mensch machtlos, weil ich in dem Bruchteil der Sekunde das Auto gar nicht so schnell abfangen kann. Es war wirklich eine sehr abrupte Lenkbewegung des Assistenten.