Hallo, bei meinen Polestar 2 ist nach 150.000 km eine Fehlermeldung aufgetreten, Werkstattbesuch erforderlich. Verdacht auf Hochvoltbatterie defekt und dann aber Antriebsmotor defekt. Kostenpunkt 7.000 €. Im Forum wurde davon gesprochen, dass der Antriebsmotor 1,5 Mill Km halten soll, da wäre gerade einmal 10 %. Die Werkstatt hatte eine Kulanzregel beantragt, wurde aber abgelehnt. Der Polestar Support hatte mir mitgeteilt, dass die Garantie abgelaufen ist und sie nicht zuständig ist. Meine Frage wäre nun ob einer aus dem Forum einen Rat oder eine Adresse hätte an wem man sich wenden könnte, um selbst noch einmal einen Kulanzantrag zu stellen. Wir reden immer vom Schwachpunkt Batterie, aber wenn der Antrieb nach 150.000 KM defekt ist , ist das auch kein Pappenstiel.
Grundsätzlich empfiehlt es sich selbst beim Hersteller Kulanz zu beantragen und nicht die Werkstatt machen lassen. Das kenne ich bisher von anderen Herstellern so.
Würde ich mal probieren.
Wo hast Du ihn denn gekauft? Neu? Fahr doch mal im ersten Schritt in den Store und rede mit den Leuten.
Also hast Du auch keine 5 Jahre Garantie?
Ein Kulanzantrag über Volvo bzw. Polestar Stützpunkt Partner ist in meinen Augen immer die erste Wahl.
Als Endkunde hat man doch in den aller meisten Fällen gar nicht die Werkstatt - Expertise oder Diagnose Möglichkeiten und um hier eine valide Aussage über den Schaden fällen zu können.
Als Hersteller egal ob Polestar, BMW, Mercedes nimmt man i.d.R immer das Feedback aus der Werkstatt und gibt dann die Kulanzsumme frei, so war es bei mir bei Polestar als auch damals Mercedes Benz.
Ich kann auch leider keine kostengünstige Lösung präsentieren. Die Ablehnung von Kulanz ist halt eine Frage der Unternehmenspolitik. Man hat keinen Anspruch darauf. 155.000 km ist nicht wenig Laufleistung. Und Polestar muss sparen.
Die Autos kommen langsam in ein Alter, wo sich die Frage stellt, ob man z.B. Motoren auch reparieren statt nur durch Neue ersetzen kann bzw. im Austausch einen reparierten oder gebrauchten Motor bekommen kann.
Bei den Akkus hat sich da ja inzwischen etwas getan. Während defekte Akkus in den ersten Jahren nur durch einen Neuen für 15.000 € ersetzt wurden, bietet Polestar inzwischen den Austausch mit einem in Schweden reparierten anderen Akku für 6.000 € an. Das konnte ich mir bei einem anderen P2 bei meinem Polestar/Volvo-Partner anschauen und erläutern lassen.
@daro und alle anderen PS2 Fahrer: Ich habe einen PS2 DMLR aus Sep 2020 und habe nach Ablauf der 3 Jahresgarantie die GarantieVerlängerung für weitere 3 Jahre bis 160.000 km gebucht. Das hat sich gelohnt, weil meine Volvo Polestar Partner Werkstatt in Kassel immer sofort einen Antrag gestellt hat. Meine Versuche über den Polestar Support waren nicht so erfolgreich.
Bei meinem LRSM MY2023 war der Motor nach 65000 km hinüber.
Polestar hat 75 % übernommen, der Rest blieb beim Leasinggeber hängen.
Ich habe das Gefühl, dass es da Montagsmotoren gibt. Meiner hat schon vorher ein wenig eigenartige Geräusche gemacht. Dann wurde er Nass, anschließend eiskalte Nacht… 100 km später war der Motor hinüber.
Schon schade, aber ohne Garantie ist es ein ziemliches Risikospiel Polestar zu fahren. Nach gerade mal 65.000 km darf ein Motor noch nicht kaputt gehen. Und wenn es doch mal passiert, erwarte ich volle Kulanz. Alles andere ist eine Zumutung.
Wohl wahr.
Denke aber an folgende Erfahrungen:
Golf III - Fahrwerk defekt nach 25.000 km
Golf IV - 60.000 km - Antriebsriemen vom TDI tauschen, 80.000 km, Auspuff durchgerostet
BMW 320d 2021 - 15.000 Dieseldüsen defekt (Kulanz), 70.000 Auspuff defekt (keine Kulanz), 140.000 Turbolader (4500 €), wäre fast ein Motorschaden geworden…
Autos gehen kaputt, auch Komponenten davon. Die 25 % von 7.000 = 1750 € sind fast nichts, verglichen mit dem, was die Verbrenner so alles an Reparaturen heimgebracht haben.
Bei mir wird das Auto auch nicht geschont.
Weiß nicht, sehe ich anders:
Polestar will Premium sein, ist ziemlich teuer.
Eigentlich sollten 8Jahre Garantie, 200.000km im Preis mit drin sein oder zumindest
kaufbar sein.
Ich habe auch Angst meinen Polestar länger als 5J zu fahren.
Ich finde Garantieverlängerungen gut. Denn dann zahlt die Allgemeinheit die durchschnittlichen Reparaturkosten über den Beitrag.
Ansonsten kann es den einzelnen im Einzelfall richtig teuer zu stehen kommen.
Nochnicht mal Premium: Kia z.B. 7 Jahre Garantie.
Toyota (mit Toyota Relax bis zu 10 Jahre bzw. 200.000 km)
Lexus bis zu 10J und 185.000 km
Wovor ich Angst habe? Angst nicht direkt.
Ich weiß, dass ein Schaden unwahrscheinlich ist und darin liegt das Problem
Statistik hat nichts mit dem Einzelfall zu tun.
Bei meinem PS2 könnte was kaputt gehen, auch wenn es allgemein unwahrscheinlich ist.
z.B. Bordelektronik, Antriebsmotor, Batterie,… kann alles teuer werden.
Daher wäre eine längere Garantie schön.
Und ja, jeder darf doch hier seine eigenen Ansichten darüber haben.
Toyota Relax bis zu 15 Jahre. Subaru 10 Jahre. MG 7 Jahre. Eine langjährige Garantie drückt Vertrauen des Herstellers in sein Produkt aus. Für mich wird das bei meinem nächsten Fahrzeug ein wesentliches Kriterium. Ich habe aus der Erfahrung mit Polestar gelernt.
Und dann gibt es ausserhalb des Polestarversums noch Kulanz. Mercedes hat mir (2023) in einem 13 Jahre alten Fahrzeug mit über 230.000km kostenlos eine neue Hinterachse eingebaut.
Ich habe jetzt ein 3,5 Jahre altes „Premiumfahrzeug“, das beim Fahren kaputt klingt und daher nicht mehr normal verkäuflich ist, bei dem mir die Garantie verweigert wird und es auch keine Kulanz gibt. Premium stelle ich mir anders vor.