Aus einem Gespräch von carexpert mit Fredrika Klarén, chief sustainability officer at Polestar Cars:
Das Ziel „Polestar 0 climate-neutral car project“ hat man augenscheinlich schon vor einiger Zeit von 2030 auf 2035 verschoben. Und man möchte es nun auch mit LFP-Akkus erreichen.
Im Internet findet man dazu schon einige deftige Kommentare, z.B.
„Der reale Auslöser für den Schwenk liegt nicht im Öko-Gewissen, sondern im Portemonnaie der Käufer und den knallharten Produktionskosten.“
Mal schauen, ob wir beim kommenden Polestar 2 den ersten LFP-Akku sehen …
Diese Entscheidung ist für mich primär durch Kosten getrieben. Dazu kommt, das China derzeit DER Produzent für LFP ist. Polestar, als Teil von Geely, ist sicher auch davon getrieben den “heimischen” Markt zu stützen.
Warum auch nicht? Gerade bei den SM-Modellen kann ich mir das gut vorstellen. Da ist die Leistungsabfrage nicht so besonders hoch. Das sollten LFPs schon schaffen.
Ob ich nun einen LFP immer schadlos bis 100% laden kann (auch auf Langstrecke) - eine entsprechende Ladekurve vorausgesetzt - oder einen NMC halt nur bis 80%, da bleibt von der geringeren Energiedichte dann nicht mehr so viel Unterschied.
Langlebigkeit und Belastbarkeit von LFPs sind ja auch nicht schlechter als von NMCs, also ich sehe da erst mal nicht sooo die großen Probleme.
Kälteempfindlichkeit ok, aber das haben ja manche auch leider, die mit NMC unterwegs sind.