Desillusionierter Elektrofahrer 2. Teil

Ich hatte meine Erlebnisse und Eindrücke nach den ersten Tagen im neuen Polestar2 vor ein paar Wochen hier dargestellt (Erfahrung eines Desillusionierten). Ich überlegte sehr lange wann der richtige Zeitpunkt für ein E-Auto war und dachte der PS sein nun das „marktreife“ Volvo-Fahrzeug um umzuschwenken. Ich denke nach wie vor, dass viele dieses Forum lesen bevor sie sich entscheiden und ich werde auch nach wie vor in Hamburg wie in Berlin sehr oft an den Ladesäulen auf mein Auto aber auch auf die Alltagstauglichkeit angesprochen. Das ist schön und ich finde es immer wieder total interessant mit welchen Gedanken sich die Leute so rumtragen. Neulich war jemand interessiert ob denn sein Kinderwagen wohl in den Kofferraum passen würde (denke ja). Andere waren eher interessiert wie ein E Auto im allgemeinen in der Stadt ohne eigenen Ladeanschluss den so funktioniert im Alltag - und sehr viele haben erstaunlich präzise Vorstellungen von allerlei Problemen und Bedenken gegenüber dem E-Auto.

Nun, ich denke nach inzwischen 3.500km und weitern 3 Wochen ist es Zeit für ein kleines Update, denn die Eindrücke ändern sich, verstetigen sich aber auch an einigen Stellen.

Kurzer Abriss meiner persönlichen „Erlebnisse“:

  • Schwieriger Bestellprozess und extrem verzögerte Auslieferung, aber das ist Geschichte. Seit nunmehr 5 Wochen aktiver Fahrer mit Stadt und Autobahnfahrten aller Art.

  • Inzwischen 1x in der Werkstatt, da mein Wagen sich wiederholt nach dem Schnellladen kurzzeitig über ein nicht funktionsfähiges Motorkühlsystem beschwerte. Anruf beim Support war ernüchternd wie immer, letztlich sagten sie ich soll einfach in Werkstatt fahren und hätte das auch direkt machen können (Service vorbeischicken etc. würde mehrere Stunden dauern). Naja, in der Werkstatt war es dann schnell behoben, es fehlte nur Kühlflüssigkeit bzw. es war wohl Luft im System. Dafür dann das Dezember Update gleich bekommen, seit 2 Wochen nun auf dem neuesten Stand.

  • 1x Ausfall eines teils der Akkukapazität, mitten in der Dunkelheit bei Schnee auf der Autobahn. Das war ein extrem unschöner Moment, bin auf 0% Ladung runtergefahren und konnte noch etwas weiter bis zu einer Ladesäule kommen. Ging noch mal gut, aber die Stimmung war dahin. Dann am nächsten Morgen eine „Wunderheilung“ Akku war wieder voll da und deshalb auch kein 2. Werkstattbesuch. Seitdem alles ok.

  • Auto fährt ansonsten tadellos, Verbrauch in der Stadt auf typischen Strecken von 5-10km bei Kälte extrem hoch. Nach dem Update habe ich zunehmend den Eindruck zumindest auf Langstrecken ist es etwas besser geworden, aber nach wie vor ist die Reichweite / der Verbrauch meine größte Enttäuschung.

  • Diverse Mitfahrer hinten transportiert (auch große Menschen auf der Strecke HH Berlin), es ist eigentlich genug Platz, allen hat es gefallen.

Nun denn, also mein Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit 2. Teil:

  1. Platzangebot:
    Wie gesagt, es ist dann in der Praxis doch besser als gedacht. Man sollte nicht über 1,85 hinten sein, aber auf dem Beifahrersitz geht auch 1,96 gut wenn jemand dahinter sitzt. Kofferraum ist passend für Schlitten, Kinderwagen, Koffer etc. völlig ausreichend (habe sonst ein SUV). Fazit hier also: Voll Alltagstauglich und auch zu viert für längere Strecken gut zu machen. Zu 5 eher was für Fahrten bis zu 1 Stunde.

  2. Zuverlässigkeit beim Laden:
    Sehr positiv überrascht bislang, am Auto hat es nie gelegen wenn man nicht laden konnte. So manche Ladesäule will nicht so wie man denkt, habe aber bislang alle irgendwie zu landen gebracht die in den Apps als funktionsfähig angesehen wurde. Das Kabel des PS2 ist ein Stück zu kurz für alle Situationen, daher hatte ich mir ein 7m Kabel gekauft. Das funktionierte dann natürlich beim ersten Einsatz irgendwie nicht (war aber auch viel Schnee dran), inzwischen aber offenbar ok. Lustigerweise benutze ich es nun dann doch fast nie (da zu schwer), denn irgendwie lernt man dann, dass auch mit den 4,5 m Kabel mit geschicktem parken es fast immer geht (manchmal gegen die Fahrtrichtung geparkt, so what),

Das Auto hat IMMER genauso geladen wie gewünscht, war an den 11KW Säulen auch im erwarteten Zeitrahmen, alles gut und wirklich wirklich völlig unkompliziert (das fragen mich häufig Leute wenn ich mein Kabel auf dem Frunk hole). Das Laden bei Schnellladern funktioniert bei mir bislang auch durchweg ohne jeden Fehler oder Aussetzer, wenn auch nicht immer mir dem Tempo das ich mir erhofft habe (also 50 KW in 20 Minuten). Hier muss man wirklich sagen, dass mit der Langstrecke ist kein Problem der Verfügbarkeit der Infrastruktur an sich, sondern eines der Ladezeit. Ich gewöhne mich also daran, beim laden zu Essen oder Emails zu beantworten… Doch: siehe da, es stört einen gar nicht so sehr wie vermutet. Es ist irgendwie anders (meine Kinder sind Tesla erfahren und fragen nach 20 Minuten schon wann es denn weitergeht, aber die haben sich an das Procedere an sich total gewöhnt) doch es ist eigentlich nur nervig wenn man es eilig hat und ziemlich oft hat man es gar nicht so eilig wie man als Benzintanker immer so dachte. Natürlich hier voll subjektiv, aber das fragen mich auch viele und ich mich letzten Sommer halt auch: Dauert es lange? Nervt es? Kommt man an? Meine Antwort: Es ist ok und man kommt definitiv an.

  1. Verbrauch:
    Ach ja - da fällt die Gewöhnung wirklich schwer. um die 30 KW/100km ist ja erst mal nur so eine Zahl wenn man sich mit dem Gedanken beschäftigt ein E Auto zu kaufen. Geplant hatte ich so mit maximal 25 Kw, im Sommer ca. 20. Naja, das erfüllt sich zumindest mit diesem Auto nicht. Nicht das mir es was ausmachen würde wegen des Preises oder des Nachladens, es ist hier halt dann doch die Reichweite bzw. die Frage wie oft suche ich eine Ladesäule auf (habe nur Zugriff auf welche auf der Straße).

Also beim Verbrauch ist der Preis irgendwie nicht so dramatisch finde ich, da bin ich eher völlig überrascht über die bunte Vielfalt an Preismodellen die man an Ladesäulen und bei Ladekarten so findet. Das hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass ich zwischen 25 cent/KW (Hamburg öffentliche Ladesäule) bzw. 9,90 für eine Komplettladung (Naturstrom - bin extra da hingewechselt :slight_smile:
) auf der günstigen Seite und irgendwelchen Säulen die eine eine Startgebühr, einen Minutentarif on top zum Verbrauch oder einfach 60 cent/kw abverlangen. Das sind zT Unterschiede von 150%, also so als ob ich irgendwo für 1,20 EUR tanke oder für 2,50 EUR den Liter. Wer würde schon eine Tankstelle anfahren (sei die noch so toll an der Autobahn gelegen oder schön), wenn er 2,50 EUR/l für Diesel bezahlen müsste? Tja, das ist allerdings dann irgendwie die Realität des E Fahrers an die man sich gewöhnen muss. Aber: mit etwas Übung hat man seine 2-3 Ladekarten der Wahl die für die eigene örtliche Struktur passen und machmal ist es dann halt etwas teuer. By the way - was Polestar da in der Werbung Plugsurfing verspricht (so hatte ich es zumindest verstanden) ist schlicht nichts Wert. Man bekommt eine Ladekarte umsonst die auch sonst umsonst wäre und zahlt dann bei denen einen völlig überhöhten Preis. Es ist einfach und fast überall kostenlos (machnmal zahlt man eine 1x Gebührt für die Karte) eine Karte zu bestelllen, auch das fragen mich Leute hin und wieder.

Nun denn ich hatte mich da zwar damals eingelesen und saß wegen der 2 Monate Verzug bei der Auslieferung auf einem Stapel schon vorhandener Ladekarten / Apps - aber so wirklich vorstellen konnte ich mir das alles nicht. Ich frage mich auch, warum mein Auto die Abrechnung nicht einfach selbst macht, es gibt da Apps - die müssten auch auf Google Automotive funktionieren. Da sowohl Ladesäule als auch Auto ja miteinander kommunizieren sollte das eigentlich nicht sooooo schwer sein. Bis dahin - mein Sohn hat sich zum „Lademeister“ an Bord erklärt, er Screeent die Ladesäulen auf der Strecke und schaut nach der besten Lademöglichkeit (Vorsicht bei ENBW+ zahlt man nach 4 Stunden eine Parkgebühr on top, das kostet dann einfach mal 12 EUR extra wenn man über Nacht lädt)

Aber dann doch noch mal zum Verbrauch / der Reichweite: Es ist und bleibt nervig, da muss man sich nichts schönreden. Wenn man gerade mal 200-250 km sicher fahren kann, dann ist man bei doch recht vielen Zielen außerhalb Hamburgs oder Berlins bei hin und zurück auf einen hohen Stand am Anfang bzw. auf das Vorhandensein einer Ladesäule am Ziel angewiesen. Hier bin ich wirklich desillusioniert - auch nach dem Dez. Udpdate. Im Winter ist es ein echter Nachteil den man auch spürt, gerade wenn man öffentlich laden muss - sei es weil man von Hamburg an die Nordsee fährt oder weil man abends keine freie Säule vor der Tür findet - dazu unten mehr. Da hilft auch nicht die Polestar Werbung oder schlaue Sprüche in Foren dass man nur 33km im Durchschnitt pro Tag fährt. Das sollte man selbst vorher mal überprüfen wie man wirklich fährt und wo man so lädt. Ich fahre oft gar nicht oder maximal 15-25 km, dann aber auch mal eben 250-400km. Und dafür wollte ich eigentlich kein weiteres Auto brauchen.

An die Interessierten dann aber mein Resümee dazu: Ja - irgendwie nicht wie gedacht und wenn man von Freunden nun gefragt wird wo denn die fast 500km Reichweite bei meinem PS sind (von denen ich bei Bestellung noch schwärmte) ist die Antwort leider kleinlaut (Vielleicht im Sommer - mit Rückenwind und bei Tempo 90 hinter dem LKW etc.). Wenn mich allerdings Leute auf der Straße fragen, dann sieht es anders aus - reflektierter und ernüchtert: Es sind je nach Fahrweise und Temperatur extreme Unterschiede. Man braucht keine 400 PS, man fährt automatisch langsam (oh weh denke ich mir dann manchmal) aber es ist dennoch irgendwie alles ok. Ja wirklich, es ist ok. Man darf nur halt nicht denken es müsste anders sein. Einfach der Realität ins Auge schauen, das tatsächliche Fahrverhalten anschauen und man kommt unweigerlich zu dem Schluß, es ist ok eine PS zu fahren wenn man damit einfach fahren will. Er braucht viel wenn man schnell fährt, aber man kann es dafür auch - ein Porsche braucht auch mehr als 6 Liter Benzin. Er kommt weit genug ohne wirklich ärgerlich zu sein, man gewöhnt sich dran und dann stört es eigentlich nicht.

Ein Passant fragte mich genau danach dann nach seiner Fahrt von Berlin nach Frankfurt zu seiner Familie (ca. 500- 600 km wohl). Dann sagt er 2-3x pro Jahr und dann lachten wir Beide. So wie ich eigentlich maximal 2x im Jahr wirklich mehr als 300 km fahre (zB in den Skiurlaub) und deswegen nicht mein Auto in Zweifel zeiehen würde nur weil dann halt statt 2x Tanken 3-4x laden müsste. So what - es spielt eigentlich keine Rolle wenn man nicht im Außendienst arbeitet. Seit also ehrlich zu euch und prüft euer Verhalten mit euren Ansprüchen. Ich komme viel besser zurecht als ich je dachte und das Auto erfüllt eben nicht was es mal versprochen hatte (zumindest was ich mir dachte)

  1. Zuverlässigkeit beim Fahren:

Hier ganz klar: Es ist ein Auto das wenn es heil ist absolut zuverlässig ist. Es springt an, es fährt auch bei -16 Grad ohne murren, es kommt mit Schnee und strömenden Regen auch beim laden ohne jedes Problem zurecht, es ist schlciht ein wirkliches Auto ohne erkennbare funktionelle Schwächen im Auto an sich. Das schreibe ich trotz meines Werkstattbesuchs und dem Problem mit dem Akku, denn ich schrieb ja, „wenn es heil ist“. Ein Auto mit einem Defekt ist eben nicht zuverlässig, aber der PS (meiner) ist keinesfalls so dass er mich täglich überraschen würde und ich ein mulmiges Gefühl hätte ob er denn ankommt oder irgendwas kaputt geht.

Dieses Auto fährt trotz des hohen Gewichtes auch bei Glätte sehr gut und sicher, es ist schnell warm (vergessen wir mal den Verbrauch hier), es ist auch nach längerer Fahrt nicht anstrengend, und es ist nichts was irgendwie undicht ist, abfällt oder schlecht gebaut. Alles ist wirklich gut und tauglich. Wenns denn mal nicht heil ist, dann ist es eben kaputt und muss nachgebessert werden, bislang alles ohne Probleme, bzw. nicht anders als bei einem VW oder BMW.

Also all denjenigen die eine E Auto für Exotisch halten oder Polestar für ein Nischenprodukt aus China (das waren so meine Bedenken) - es ist eine Art Volvo in cool, die Produktion in China ist eben so - mein Iphone wird da auch gefertigt und niemand würde sagen ein Iphone ist „billig“. Das Auto ist recht reif, auch Leute die keine Idelisten sind können damit warm werden, davon bin ich inzwischen überzeugt. Nicht jeder wird 400 PS brauchen oder die Optik dieses Autos, aber die generelle Frage zur E Mobilität die sich gerade ja stellt ist durch den PS ein Stück weit weiter mit einem „ja, warum nicht“ in die richtige Richtung geraten. Und wenn dann mir jemand erzählt er hätte sich den PS ja auch angeschaut aber wartet lieber auf den Skoda, dann denke ich mir: Genau - E Auto ist die Zukunft auch wenn man keinen Tesla haben möchte, es wird eine Auswahl geben und die taugen irgendwann in näherer Zukunft alle was, der PS2 tut es schon jetzt.

  1. Die Software:

Tja, wegen später Auslieferung habe ich die beiden Rückrufe gar nicht miterlebt (musste nur länger warten) und entsprechend hatte ich auch keine Themen damit. Nun habe ich das erste Softwareupdate bekommen das bald OTA gehen soll. Das ist dann schon ein komisiches Gefühl bei eine Auto was alles über Software so geht. Es ist irgendwie gut (zB das man das Radio oder sonstige Apps einfach updated statt ein neues einzubauen) und doch denke ich mir es könnte hie rund da auch mal einfach stabil und einfach sein und kein Update brauchen.

Die Navigation funktioniert sehr gut, die Darstellung ist hervorragend. Es sind allerdings nicht sehr gute Info zu den Ladesäulen in Google Maps, warum auch immer. Die Sprachsteuerung funktioniert auch ziemlich gut, aber ich persönlich finde es weitgehend zu umständlich mein Auto anzusprechen nur um die Heizung einzustellen, ein einfacher Griff zum Hebel ist offen gesagt deutlich einfacher.

Mal sehen was da noch kommt, schmerzlich vermisst habe ich bislang die Funktion der Fernsteuerung der Standheizung. Ansonsten ist das Radio eher schlampig programmiert - gut dann also wenn es durch ein Update irgendwann mal besser wird.

Der Ganze Schnick Schnack den man sonst auf der Aufpreisliste findet (Auto Pilot, Verkehrszeichenerkennung etc,) hat man dabei, einiges funktioniert, anderes ist eher unbracuhbar, ob man es braucht ist allerdings durchgehend keine Frage eines E Autos - das wäre auch bei einem Benziner nicht anders.

  1. Fahrgefühl - weiterhin ein Traum - sehr schönes Auto mit angenehmer Atmosphäre und guten Beschleunigungswerten ohne irgendwie aufgemotzt zu wirken.

so - jetzt muss ich hier mal Pause machen - vielleicht findet es jemand ja interessant :slight_smile:

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Toller Bericht…bis zur Pause…einiges was du schreibst, sehe ich genauso…ein tolles Auto…

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Sehr gut detailliert beschrieben.
Die Meinung bin ich auch für :wink:

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Gut geschrieben und deckt sich mit meinen Erfahrungen und Enttäuschungen…

Absolut ein lesenswerter Artikel! Leider habe ich mich nicht für einen PS entscheiden können, zu groß waren die negativen Dinge rund um die Bestellung und auch der sehr hohe Verbrauch war für mich nicht akzeptabel!
Ich bin nach wie vor der Elektromobilität gegenüber positive eingestellt und habe bereits ein Fahrzeug bestellt: einen ENJAQ iV 80!
Werde sehen wie es damit geht, zumindest ist der Einstieg nicht so schwierig wie bei PS, ein großes Manko finde ich den Kundendienst, soweit man diesen so nennen kann!
Liebe Grüße

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Den ENIAQ habe ich mir auch angesehen…sieht gut aus…aber zu wenig Ausstattung im Basispreis…Navi bei dem Preis auch noch extra kaufen/bestellen…und noch einiges anderes…er kann bis auf den Verbrauch dem PS nicht das Wasser reichen…aber jeder so wie er möchte.

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Hm, Basispreis für den großen Akku ist 44.000 EUR, und je nach Händler gehen da nochmal 0 bis 10 % Nachlass ab … und dann noch die 9570 EUR Gesamtförderung …

Warum nicht? Wer das Fahrzeug mit der kleinen Batterie für überwiegend Kurzstrecke kauft, der kann auch gut über Android Auto (wireless!) navigieren.

Naja da gibt es auch objektiv genug Punkte, wo der Enyaq klar im Vorteil ist, spontan fallen mir da ein:

  • Funktionierende Assistenzsysteme (Verkehrszeichenerkennung)
  • Head-up-Display
  • Platzangebot im Innenraum / kein Kardantunnel und Größe des Kofferraums (bei gleicher Außenlänge!)
  • dichtes Werkstättennetz
  • Garantie auf bis zu fünf Jahre erweiterbar

Demnächst auch als Allrad mit 500 km WLTP verfügbar. Und dann auch als Coupé.
Wenn der VW-Konzern die DC-Ladeleistung noch hochfährt (angekündigt) und auch im Winter beherrscht (Vorkonditionierung), dann haben sie mich.

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Es wird hier zwar Off Topic, aber das Ding ist spuckehäßlich und von der Leistung her nicht vergleichbar. Der PS2 hat als herausragende Merkmale Design und Leistung, da kann der Skoda nicht mithalten. Wenn das nicht so wichtig ist, ist der Skoda sicher das „vernünftigere“ Auto.

Und VW wird schon zusehen, dass sie weiterhin am Werkstattgeschäft ordentlich Geld verdienen.

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Die Vergleiche mit anderen E Autos aller Art fand ich auch immer komisch, wenn man so ins gespräch kommt. Wenn ich einen Mercedes E-Klasse habe, dann wäre meine Alternative auch kein Opel Mokka gewesen. Vielen geht es aber weniger um den PS2 an sich sondern um das Phänomen ein E-Auto zu haben dass gut aussieht (es ist ein Auto das viele einfach haben wollten wenns sie es sehen) und tatsächlich funktioniert. Sehr viele (so auch ich) sind Tesla gegenüber immer skeptisch gewesen, weil zu experimentell und extrem designt.

Fazit der Begleitung eines Interessierten war „egal welches E Auto - Hauptsache kein Vebrenner“. Die Diskussion zu Hause stelle ich mir dann interessant vor… Skoda Mini SUV vs. 400 PS Sportwagen in Coupe Form. Nenn denn, der XC40 ist ja auch verwandt mit dem PS.

Ich freue mich über mein Auto und glaube es ist wichtig, wenn nicht zum Fanboy wird sondern seine Ansprüche an das Auto an seinen individuellen Ansprüchen misst und kommentiert aber auch dazu steht das es eben etwas persönliches Ist, gemächlich wie vom Einsatzzweck her.

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Ja das sehe ich genauso. Ich - aus dem VW-Lager kommend - war noch nie so offen für andere Hersteller wie derzeit. Insbesondere aufgrund der in diesem Forum geschilderten Erfahrungen bzgl. Reichweite und Ladegeschwindigkeit (speziell im Winterhalbjahr) habe ich für mich (und meine Familie) einige Kriterien aufgestellt, die ein E-Auto erfüllen muss. Mal schauen, ob Polestar da für mich noch die Kurve bekommt …

hhmas schreibt mir einiges aus der Seele:
Vollmundige Angaben zum Liefertermin, die dann nicht eingehalten werden, ein seltsamer Kaufprozess und eine Servicehotline bei denen ein paar Mitarbeiter Nachschulung in Sachen Service benötigen…

Das Fahrzeug selbst überzeugt (und das ist fast wörtlich zu nehmen!) mit Fahrverhalten wie auf Schienen. Schnee und Eis wird bewältigt als seien diese nicht existent. Ein-Pedal-Fahren statt häufigem Bremsen: Einfach genial! Die herausragenden Fahrleistungen wurden von anderen Nutzern hinreichend beschrieben.
Die Sitze sind bequem (wie von Volvo gewohnt), das Interieur wirkt ansprechend. Navigation und vieles mehr funktioniert tatsächlich per Sprachsteuerung, das habe bei diversen Volvos der letzten Jahre vermisst. Das Fahrwerk dürfte für meinen Anspruch etwas weicher sein, ist aber völlig in Ordnung. Bislang klappert nichts, es knirscht und knarrt nirgendwo auch nicht bei den großen Temperaturunterschieden von minus 13 bei der Abfahrt und 19°C Innenraumtemperatur bei der Ankunft. Der Platz im Fahrzeug ist ausreichend - nicht üppig aber keinesfalls zu knapp.

Verbrauch/Reichweite: Bei 90% Ladung werden mir stets 400 km Reichweite prognostiziert. Ich fahre nahezu täglich die gleiche Strecke zu fast identischen Zeiten ca 72 km hin und zurück. Je zur Hälfte Überland und Autobahn 110-130 km/h. Ein zweites Mal ist diese Stecke ohne Nachladen nicht vollständig erreichbar. (Angezeigter Durchschnittsverbrauch: 25,8 KW/100 km). Ich hoffe auf mildere Temperaturen und somit geringeren Verbrauch.
Werden demnächst reale 350 Km Reichweite erzielt, sind meine Erwartungen im Wesentlichen erfüllt. Kaufempfehlung: bedingt - Polestar sollte seinen Verkaufsprozess überdenken oder wenigstens einen Premium Support zur Seite stellen. So wie es bei mir gelaufen ist bleibt Polestar ein Exot für Wenige.

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