Erfahrung mit FITCAMX für die Heckansicht?

Hallo zusammen,

ich überlege, mir die FITCAMX nicht nur für die Front, sondern auch für das Heck zu holen.
Irgendwie finde ich weder Erfahrungsberichte, noch Einbauanleitungen zu der Heckversion.
Hat das schonmal jemand von euch gemacht?

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Hatte ich mir auch kurz überlegt, dann aber Abstand genommen und nur die für vorne bestellt. Die Kabelverlegung unmittelbar an den ganzen Airbags vorbei ist mir suspekt. Das Kabel muss dann ja auch beweglich vom Fahrzeug in die Heckklappe verlegt werden und die hintere Kamera muss angeklebt werden. Das war mir zu viel Gebastel für zweifelhaften Mehrwert. Der große Vorteil der FitcamX nach vorne ist ihre Unsichtbarkeit, während die nach hinten ein Fremdkörper bleibt.

Sonst ist das eine ganz einfache Webcam, ohne GPS Positions- und Geschwindigkeitsaufzeichnung. Funfact: Position in den EXIF Daten ist Shenzen. :grin:

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Darf ich mal ganz naiv und ernst gemeint fragen wieso? Was sind die Vorteile einer Dashcam? Wird die mittlerweile gerichtlich anerkannt?

Mittlerweile? Der BGH hat das schon am 15. Mai 2018 bestätigt. Und auch davor lag die Beweiswürdigung schon immer im Ermessen des Richters.

Das ist mittlerweile eigentlich recht unproblematisch. Insbesondere wenn sie so eingerichtet ist, dass sie nicht dauerhaft aufzeichnet, sondern nur auf Knopfdruck oder durch starke Erschütterungen die letzten Minuten gespeichert werden.

Ich werde in Zukunft nicht darauf verzichten. Es gibt so viele Fälle, in denen ohne eine Kamera Wort gegen Wort steht oder bei denen Fahrerflucht begangen wird. Da will ich abgesichert sein. Auch bei den Versicherungen ist sowas oft ganz hilfreich, wenn die sich weigern zu zahlen, obwohl sie es eigentlich müssten.

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Ok danke. Macht Ihr das dann deswegen oder hat es noch andere Gründe?

Ich mache das eigentlich nur für ein besseres Gefühl meinerseits.
Fand’s beim Tesla ne coole Sache und hab auch da schon immer gehofft, dass ich sie als „Beweis“ brauchen würde.
Andererseits passieren so viele Sachen auf der Straße bei denen ich mir nur denke „WTF? Das hat der doch nicht wirklich gemacht.“, dass ich sie vielleicht doch mal brauchen werde.

Ich mache das auch für das bessere Gefühl und nach einem Unfall vor ein paar Monaten habe ich gemerkt, dass eine Kamera gut wäre. Der Verursacher war in diesem Fall zwar vollumfänglich geständig, aber man weiß ja nie, ob der nächste Unfallgegner auch so ist.
Und ganz besonders ausschlaggebend: Der geringe Aufwand bei der Fitcamx. Ich wollte nie Kabel verlegen, aber bei dieser Variante ist das ja wirklich kinderleicht.

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Für mich wäre so eine Kamera in erster Linie eine „erweiterte“ Versicherung, ja. Auch wenn es vergleichsweise unwahrscheinlich ist, lieber will ich eindeutig beweisen können, was passiert ist, als dass ich auf einem möglicherweise sehr hohen Schaden sitzen bleibe. Nicht jeder Verkehrsteilnehmer ist so ehrlich wie ich und steht zu seinen Fehlern. Darum habe ich lieber etwas handfestes in der Hand.

Man könnte sich natürlich auch seine paar Minuten Rampenlicht auf Youtube sichern, in dem man brenzliche Situationen bei den üblichen Verdächtigen einreicht und damit zur präventiven Verkehrssicherheit und Aufklärung beiträgt.

Hi,

Die vordere würde ich mir am ehesten als Ergänzung für Reisevideos etc. einbauen, finde das immer nett für nen Urlaubsfilm und meistens ist mir der Act mit der Actioncam an der Scheibe dann doch zu viel.

Ansonsten fände ich ja eine rückwärtige Kamera fast noch wichtiger angesichts der ständigen Drängelei und Nötigung. Gibt‘s denn gute Alternativen zur Fitcamx?

Das kannst Du zwar anzeigen, führt idR aber nicht zu Streitigkeiten um Haftung. Insofern - wer’s braucht :man_shrugging:

Eine ähnlich einfach montierbare und günstige Dashcam gibt es mW aktuell nicht.

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Aber sicher wird das gerichtlich anerkannt. Ich bin im Triathlon Verein und unsere Radausfahrten sind nur noch mit Kamera. Vorne wie hinten.

Dabei ist dieses Video von zwei meiner Vereinskollegen entstanden. Die Polizei hat aufgrund des Videos sofort reagiert, den Autofahrer ermittelt und den Lappen einkassiert. Die Gerichtsverhandlung gegen den Autofahrer läuft glaube ich noch und das Video spielt dabei eine große Rolle.

Ich bin auch kein all zu großer Freund von Überwachung und würde gerne auf solchen Schnickschnack verzichten. Aber der Verkehr ist in den letzten Jahren zunehmend aggressiver, rücksichtsloser, unverschämter und gefährlicher geworden. Man kommt wohl um eine solche Überwachung nicht mehr herum.

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„Überwachung“ würde ich das ganze auch nicht nennen. Das hat ja, zumindest in den aller meisten Fällen, nichts damit zu tun dauerhaft Daten zu erfassen, sondern im Fall der Fälle eine Momentaufnahme zu machen, um sich selber zu schützen. Wie du schon sagst, der Straßenverkehr ist zunehmen egoistisch und rücksichtslos.

Ich schaue mir sehr gerne Dashcam-Videos auf YouTube an (Eure Videos Fahrnünftig und Konsorten). Solche Videos bringen auch einem selber immer wieder vor Augen, womit man im Straßenverkehr rechnen muss und man nimmt viele Situationen ganz anders und vor allem vorausschauender wahr und man reflektiert sein eigenes Verhalten.

Ich bin immer wieder schockiert, was für Menschen am Straßenverkehr teilnehmen. Manchen davon würde ich es nicht mal zutrauen, an der menschlichen Zivilisation teilnehmen zu können. Der Herr in dem roten Kombi gehört auf jeden Fall dazu. Ich kann schlicht weg nicht verstehen, wie man ein derartiges Verhalten an den Tag legen kann. So jemand sollte nie wieder ein Kraftfahrzeug führen dürfen und für ein paar Jahre im Knast darüber nachdenken dürfen, ob es so eine gute Idee war, willentlich das Leben anderer Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Ich hoffe die Strafe bei der Gerichtsverhandlung fällt hart aus.

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Was für ein Idiot - Hammerhart! Dem gehört nicht nur der Lappen weg.

Ok, verstehe ich und gut zu wissen, dass Dashcams mittlerweile vor Gericht akzeptiert werden.

Aber bist Du / seid Ihr dann nicht Vollkaskoversichert? Oder ist das zusätzlich zur Vollkasko um im Schadenfall die Prämiensteigerung zu verhindern?

Da ich die letzten 20 Jahre Firmenwagen gefahren bin, war mir das eigentlich immer egal. Mittlerweile mit dem PS2 sieht das aber anders aus.

Meiner wird auf jeden Fall Vollkasko bekommen. Geht sinnvoll gar nicht anders bei Leasing. Ich meine weniger als Versicherung für das Auto, sondern als Versicherung für mich selber, dass mir nicht irgendetwas angelastet wird, woran ich gar nicht schuld bin. Z.B. bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall, wo der Unfallhergang ohne Kamera nicht eindeutig nachvollziehbar wäre und der Unfallgegner seine Schuld abstreitet oder Fahrerflucht begeht. Warum sollte ich das auf mir sitzen lassen, wenn es die Aufgabe der gegnerischen Haftpflicht wäre, für meinen Schaden aufzukommen?

Ich hoffe, dass sie niemals nötig wird, aber wenn doch mal so ein Fall eintritt, dann hat sich die Kamera nach dem Ersten mal vermutlich schon bezahlt gemacht.

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Habt ihr eigentlich mal die ganzen Datenschutzbestimmungen in eurem Center Display gelesen?
Der Polestar zeichnet mit den eigenen Kameras alle möglichen Fahrsituationen auf und die Daten werden auch gespeichert. Diese kann man, wenn ich das richtig verstanden habe, auch über die Fahrzeug ID in bestimmten Fällen, z.b Vergehen etc wieder abrufen lassen. Vielleicht verstehe ich das auch falsch aber so würde ich es interpretieren. Heißt Dashcams brauchst du eigentlich nicht, weil die Kamera eh schon alles aufzeichnet und für einen gewissen Zeitraum speichert

Das ist soweit schon richtig - aber ich vermute, wenn Du dann doch mal ein Filmchen „brauchst“, dann kannst Du Dich monatelang mit Polestar rumärgern.

Ja, vermutlich kommt es drauf an wer nachfragt. Du als Privatperson wirst sicher wenig Chancen haben, aber ein Anwalt, der Beweise für ein Gerichtsverfahren sammelt schon.
Und genau dazu sollren doch die hier besprochenen Dashcams eingesetzt werden, oder?

Datenschutzbestimmungen werden oft auch „präventiv“ formuliert. Kannst du den Wortlaut der entsprechenden Bestimmungen mal wiedergeben? „Speichern“ kann alles bedeuten, von ein paar Sekunden für die Assistenten bis hin zu unbestimmter Zeit. Wenn Polestar von sich auch dauerhaft den Außenbereich aufzeichnen würde, dann wäre das vermutlich nicht mit den europäischen Datenschutzbestimmungen vereinbar. Da gabs ja schon Theater bei Tesla, und das ist lediglich ein Feature, dass der Nutzer auf eigenes, rechtliches Risiko benutzt.

Falls Polestar tatsächlich die Kameradaten speichert, dann könnte ich mir höchstens vorstellen, dass eine staatliche Behörde die Daten einfordern könnte. Allerdings bezweifle ich etwas, das tatsächlich in „brauchbarem“ Umfang gespeichert wird. Du kannst ja mal beim Support nachfragen :wink:

Bei den Dashcams geht es ja heutzutage nicht wirklich um die Lückenlose Aufzeichnung. Bei starker Verzögerung oder durch einen manuellen Tastendruck werden einige Minuten gegen überschreiben gesichert. Ansonsten wird das Kamerabild laufend überschrieben.

Ein anderer Punkt ist, dass die Kameras, die im Fahrzeug verbaut sind, in der Regel nur so gut sind, wie sie unbedingt sein müssen. Richtige Dashcams können da deutlich mehr Details festhalten, die ggf. wichtig sein könnten.

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