Hallo zusammen,
ich möchte hier einmal meine bisherigen Erfahrungen mit meinem Polestar 4 Dual Motor schildern. Vielleicht gibt es andere Besitzer, die ähnliche Probleme hatten oder bereits Erfahrungen mit Polestar Assistance, Werkstatttransporten und Ersatzfahrzeugen gemacht haben.
Leider ist die Situation mittlerweile ziemlich frustrierend, insbesondere weil mein Fahrzeug bereits zuvor mehrfach wegen verschiedener Mängel in der Werkstatt war.
1. Vorgeschichte – verschiedene Mängel und Werkstattbesuche
Mein Polestar 4 wurde am 20.11.2024 erstmals zugelassen.
Seitdem gab es verschiedene Probleme, unter anderem ein störendes Klappern im Fahrzeug, das bereits zu zwei Werkstattbesuchen geführt hat. Daneben sind weitere Mängel aufgetreten.
Insgesamt ist meine Zufriedenheit mit dem Fahrzeug dadurch bereits deutlich gesunken. Besonders enttäuschend finde ich, dass man bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse eigentlich ein anderes Qualitätsniveau und eine zuverlässige Problemlösung erwarten sollte.
Der bisherige Verlauf hat mein Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs jedenfalls zunehmend beeinträchtigt.
2. 17.10.2026 – Ladefehler und anschließend vollständiger Fahrzeugausfall
Am Samstag, dem 17.10.2026, kam es dann zum bislang schwerwiegendsten Problem.
Beim Anschließen des Ladekabels erschien zunächst eine Fehlermeldung im Fahrzeug:
„Ladefehler“ beziehungsweise „Service erforderlich“.
Die Meldung trat beim Versuch auf, das Fahrzeug zu laden.
Was zunächst nach einem Problem mit dem Ladevorgang aussah, entwickelte sich allerdings zu einem deutlich größeren Defekt.
Schließlich ließ sich das Fahrzeug überhaupt nicht mehr öffnen beziehungsweise regulär nutzen.
Der Polestar war damit faktisch nicht mehr fahrbereit.
Ein normaler Neustart oder eine eigenständige Behebung des Problems war nicht möglich.
Letztendlich musste das Fahrzeug über Polestar Assistance beziehungsweise den ADAC abgeschleppt werden.
Eine technische Diagnose oder eine gesicherte Ursache für den Ausfall liegt mir bislang nicht vor.
3. Abschleppen und unklare Werkstattzuweisung
Nach dem Abschleppen war zunächst nicht wirklich klar, wohin das Fahrzeug überhaupt gebracht werden sollte.
Zwischendurch war von einer Werkstatt im Raum Halle die Rede. Ich hatte am Telefon etwas verstanden, das wie „Seitzetal“ klang.
Mittlerweile habe ich eine E-Mail erhalten, wonach mein Polestar 4 nun voraussichtlich am 22.10.2026 zu einem Volvo-Servicepartner in Goslar transportiert werden soll.
Das bedeutet, dass zwischen dem Ausfall am 17.10. und dem vorgesehenen Eintreffen in der Werkstatt bereits fünf Kalendertage liegen.
Erst danach kann die eigentliche Fehlersuche beziehungsweise Reparatur beginnen.
Wie lange die Reparatur dauern wird, ist vollkommen offen.
4. Werkstatt rund 300 Kilometer von meinem Wohnort entfernt
Was mich an der ganzen Angelegenheit besonders stört:
Der ausgewählte Servicepartner in Goslar liegt ungefähr 300 Kilometer von meinem Wohnort entfernt.
Das bedeutet für mich eine Anreise von über drei Stunden – und das nur für die einfache Strecke.
Ich wohne im Berliner Umland und habe den Servicepartner nicht selbst ausgewählt.
Die Organisation und Zuweisung erfolgten über die Assistance.
Natürlich kann ich nachvollziehen, dass nicht jeder Volvo- oder Polestar-Partner sämtliche Reparaturen durchführen kann und bestimmte Arbeiten möglicherweise spezialisierte Betriebe erfordern.
Trotzdem frage ich mich, weshalb das Fahrzeug über eine derart große Entfernung transportiert werden muss.
Noch viel wichtiger ist für mich die Frage, was nach der Reparatur passiert.
Soll ich tatsächlich selbst nach Goslar fahren, um mein Fahrzeug abzuholen?
Das wären bei einer Hin- und Rückfahrt insgesamt rund 600 Kilometer beziehungsweise mehr als sechs Stunden reine Fahrzeit.
Ich finde, wenn ein Fahrzeug aufgrund eines technischen Defekts ausfällt und der Hersteller beziehungsweise seine Assistance einen so weit entfernten Servicepartner bestimmt, sollte auch eine vernünftige Lösung für die Rückführung des Fahrzeugs angeboten werden.
Ich habe Polestar daher um eine verbindliche Klärung gebeten, ob mein Fahrzeug nach abgeschlossener Reparatur wieder zu meinem Wohnort gebracht wird.
5. Ersatzwagen von Enterprise – Kostenübernahme zunächst nur bis Donnerstag
Immerhin wurde mir über Polestar Assistance ein Ersatzfahrzeug von Enterprise zur Verfügung gestellt.
Allerdings gibt es auch hier bereits das nächste Problem.
Enterprise hat mich kontaktiert und darüber informiert, dass die bisherige Kostenfreigabe von Polestar Assistance offenbar nur bis Donnerstag, den 22.10.2026, besteht.
Das ist ausgerechnet der Tag, an dem mein Polestar voraussichtlich überhaupt erst bei der Werkstatt eintreffen soll.
Das bedeutet:
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Fahrzeugausfall am 17.10.2026.
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Abschleppen durch Assistance beziehungsweise ADAC.
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Transport zur eigentlichen Werkstatt voraussichtlich erst am 22.10.2026.
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Ersatzwagen-Kostenübernahme nach aktuellem Stand ebenfalls nur bis zum 22.10.2026.
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Noch keine gesicherte Diagnose und kein Reparaturtermin.
Wie soll das funktionieren?
Es ist doch völlig unrealistisch, dass ein Fahrzeug am Tag seiner Anlieferung vollständig diagnostiziert, repariert und wieder an den Kunden übergeben wird – insbesondere dann, wenn die Ursache des Ausfalls noch überhaupt nicht bekannt ist.
Ich bin auf ein Fahrzeug angewiesen und kann nicht einfach mehrere Tage oder möglicherweise Wochen ohne Mobilität auskommen.
Außerdem sehe ich nicht ein, weshalb ich privat für einen Mietwagen bezahlen sollte, nur weil sich die Organisation des Werkstatttransports und die anschließende Reparatur hinziehen.
Mir ist bewusst, dass Assistance-Leistungen vertraglich begrenzt sein können. Trotzdem erwarte ich, dass Polestar in einer solchen Situation eine vernünftige Anschlusslösung anbietet.
Ich habe daher ebenfalls um eine schriftliche Bestätigung gebeten, dass die Kostenübernahme entsprechend verlängert wird beziehungsweise eine andere Mobilitätslösung bereitgestellt wird.
6. Kommunikation und Organisation
Was mich zusätzlich ärgert, ist die bisherige Unsicherheit bei der gesamten Abwicklung.
Als Kunde muss ich verschiedenen Informationen hinterherlaufen und selbst herausfinden, wo sich mein Fahrzeug befindet beziehungsweise wohin es überhaupt gebracht werden soll.
Gleichzeitig muss ich mich mit dem Vermieter abstimmen und klären, wie lange mein Ersatzwagen tatsächlich bezahlt wird.
Bislang fehlen mir insbesondere verbindliche Informationen darüber, wann die Werkstatt das Fahrzeug erhält, wann eine erste Diagnose erfolgt, wie lange die Reparatur voraussichtlich dauern wird und wie die Rückgabe organisiert werden soll.
Natürlich verstehe ich, dass bei einer Panne nicht sämtliche Fragen sofort beantwortet werden können.
Aber gerade bei einem vollständigen Fahrzeugausfall erwarte ich eine deutlich bessere Kommunikation und Koordination.
7. Meine bisherige Bilanz
Ich fahre meinen Polestar 4 grundsätzlich gerne. Gerade das Fahrgefühl, die Leistung und das Fahrzeugkonzept haben mich ursprünglich überzeugt.
Umso enttäuschender ist die Entwicklung.
Ein Fahrzeug, das noch keine zwei Jahre alt ist, sollte meiner Meinung nach nicht bereits eine solche Mängel- und Werkstatthistorie aufweisen.
Besonders problematisch ist für mich mittlerweile weniger der einzelne Defekt als vielmehr die Kombination aus wiederkehrenden Problemen, mehreren Werkstattaufenthalten, dem vollständigen Fahrzeugausfall und der unklaren weiteren Abwicklung.
Aktuell steht mein Polestar seit dem 17.10.2026 nicht mehr zur Verfügung, und ich weiß weder, wann ich ihn zurückbekomme, noch wie die Rückführung oder die Ersatzmobilität organisiert werden.
Eine abschließende Bewertung des technischen Defekts kann ich natürlich erst abgeben, wenn eine Diagnose vorliegt.