Fazit: Ein Jahr Polestar2

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Schönes Fazit, dem ich mich anschließen kann

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Ich kann nicht verstehen wie man so was vertreten kann:
„Meine Version (Dual-Motor, großer Akku) kommt ca. 450 km weit, wenn man den WLTP-Wert anschaut. Im Alltag sind das um die 350 bis 400 km jetzt im Winter, was fĂŒr mich okay, mit Blick auf die AkkugrĂ¶ĂŸe (78 kWh) aber eher durchschnittlich ist.
(
)
Im Schnitt lag mein Verbrauch meistens bei ca. 20 kWh pro 100 km, da wĂ€re also noch Luft nach oben.“

Mal abgesehen von der unsinnigen Formulierung - im Schnitt meistens - möchte ich auch gerne so ein Auto das meist um die 20kWh/100km erreichen kann. 400km im Winter? Really? Ich wĂŒrde gerne mal mit jemand der so etwas behauptet eine Ausfahrt machen und dann vergleichen um festzustellen ob ich zu doof bin, mein Auto einen Defekt hat oder derjenige eine andere Interpretation der Wirklichkeit hat.

Ich finde den Polestar auch gut, fahre ihn gerne und freue mich ĂŒber positive Berichterstattung , aber wenn jemand auf solche „Praxiserfahrungen“ hereinfĂ€llt muss das doch zu EnttĂ€uschung und Frust fĂŒhren.

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So wie ich das verstehe, wurde der Polestar 2 auch nicht „ein Jahr“ gefahren.
Es sieht mir mehr danach aus, dass er vor einem Jahr schon einmal einen fahren konnte und nun, ĂŒber den Jahreswechsel, erneut.
Und wie er aktuell auf echte 20kWh/100km kommen möchte, ist mir ebenfalls ein RÀtsel.

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die Reichweitendiskussion in diesem Beitrag kann man nur belÀcheln.
Vielleicht ist der Mann mit 70 ĂŒber die Autobahn unterwegs.

Bei den 408 PS sollte man das Auto auch dementsprechend fahren.

Also ich komme im Sommer nicht unter 22kw/100km und im Winter nicht unter 25kw/100km

Autobahn Sommer und Winter 25kw bis 33 kw auf 100km

Und da fÀhrt man auch meist auf der linken Seite

Wichtig ist, egal welche Fahrweise, die Ladeinfrastruktur.

Und der P2 fÀhrt sich sehr gut.
Jetzt schon bei mir 16 Monate

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Hier schreibt Oliver Schwuchow selbsternannt mal einen netten Report.
Man braucht nur ab und zu seine Texte lesen, um zu erkennen, dass sie meist irgendwo abgeschrieben sind und nicht auf eigenen Erfahrungen oder eigener Expertise beruhen.

So, nach genau einem Jahr ausschließlicher ElektromobilitĂ€t mit dem PS2 zieh ich mal Bilanz.
Etwas lange geworden der Text, da mĂŒsst Ihr jetzt durch. Oder auch nicht.

Vorab, ich habe mich fĂŒr den Polestar 2 entschieden, da ich als Vielfahrer bei all meinen Autos großen Wert auf Fahrkomfort lege. Im TM 3 hab ich mich nicht wohl gefĂŒhlt, der I-Pace war mir zu sehr SUV, ebenso der damals verfĂŒgbare e-tron. Ein bisschen gehadert habe ich mit dem laut verschiedener Berichte recht hohen Verbrauch des PS2. Das Drehmoment und die damit einhergehende FlexibilitĂ€t auch auf gebirgigen Landstraßen mal ĂŒberholen zu können hat dann aber noch seinen Beitrag pro PS2 geliefert.
Ich habe es nie bereut!
Meine Hauptsorge, der reale Verbrauch lĂ€ge sehr weit ĂŒber dem von Polestar Angegebenen hat sich glĂŒcklicherweise nicht bestĂ€tigt. In meinem ersten Jahr bin ich 36.500 km gefahren und habe durchschnittlich 21,2 kWh auf 100 km „netto“ verbraucht. Ladeverluste inclusive Vorheizen im Winter im Bereich von 10-15 % (kann ich nicht so ganz exakt nachvollziehen). Der Verbrauch und somit die Reichweite haben sich im Laufe des Jahres merklich verbessert. Mein Eindruck ist, vor allem die Rekuperation ist effizienter geworden).
Ich habe in der gesamten Zeit vielleicht 3 mal TCAM oder CD resetten mĂŒssen, ansonsten lief alles ok. Manchmal will GM nicht gleich in die GĂ€nge kommen, aber in der Regel gibt sich das innerhalb der ersten Minuten.
Was ich an dem Fahrzeug als nervend empfinde ist folgendes:

  1. Die unglaubliche Menge an Dreck die sich an den Holmen sammelt (bei geöffneten TĂŒren zu sehen). Das kenne ich von keinem anderen Auto. Einmal bei Regen gefahren und alles ist zugeschlammt.
  2. Die untaugliche VZE. Das ist ein absolutes Trauerspiel. Das geht deutlich besser.
  3. Car Play

  4. Die App incl. DK. Wurde zwar stetig etwas besser, aber zum einen tut‘s der DK bei mir immer noch nicht und zum Anderen fehlen nach meinem Empfinden immer noch eine Menge features.

Alles in allem ist es aber das Auto das mir bisher den grĂ¶ĂŸten Spass bringt, und das liegt nicht nur an der Dynamik, sondern eben auch den EV typischen Dingen. Wie z. B. : Ich fahre von der Arbeit nach Hause ins Tal hinab und sehe nach ĂŒber 20 km noch 0,0 kWh/100km auf der Anzeige, bevor es in der Ebene dann ganz langsam nach oben klettert.
Und klar die Dynamik tut ihr ĂŒbriges. Die Beschleunigung zaubert mir nach wie vor ein LĂ€cheln ins Gesicht. FĂŒr richtig sportliche Gangart auf Gebirgsstrassen ist er aber einfach zu schwer. Da schiebt schon ganz schön was geradeaus, wenn auch der tiefe Schwerpunkt deutlich hilft die 2,nochwas Tonnen zu bĂ€ndigen. Ich wollte ja aber auch ein komfortables, langstreckentaugliches Fahrzeug, und das ist es. Ich bin durchaus auch schon 1.000 km und mehr an einem Tag gefahren und Kombination Reichweite-Ladegeschwindigkeit ist fĂŒr mich in Ordnung. Klar wĂ€re ein 800V System mit 250 kW + Ladeleistung toll, aber nach einmal Biopause und 1 Kaffee kann man schon ein ganz vernĂŒnftiges StĂŒck weiterkommen.

Ich wĂŒrde mich heute wahrscheinlich wieder gleich entscheiden, muss aber zugeben, dass ich in letzter Zeit nicht auf dem Laufenden bin was sonst so auf den Markt gekommen ist.

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