Fehler Antriebsstrang - Ärger mit der Werkstatt

Moin Community!

Ich brauche mal Euer Schwarmwissen: 2 Monate vor Ablauf der Werksgarantie meldet mein Auto einen Fehler im Antriebsstrang. Dieser äußerte sich darin, dass ich auf der Autobahn plötzlich einen Totalausfall des Antriebsstranges nebst Fehlermeldung bemerkte und gerade noch so rechts ran rollen konnte. Nach 2 Minuten konnte ich weiterfahren. Das Problem tauchte immer nach oder bei höherer Autobahngeschwindigkeit (ca. 130 bis 140 km/h) auf. Bei der fälligen Inspektion wurden dann Sensoren getauscht, die für die Kühlung des Systems verantwortlich waren.

Wenige Wochen später tauchte das gleiche Fehlerbild wieder auf - dieses Mal nach der Werksgarantie. Wobei man unter “wieder auftreten” verstehen muss, dass es jetzt in 5 Monaten 2 x auftrat. Jetzt steht mein Wagen wieder in Werkstatt (Inspektion, Fehlalarme der Alarmanlage und eben dieses Thema) und vorhin erhielt ich einen Anruf von denen. Aussage: Der Motor ist defekt und müsse getauscht werden. Gesamtkosten 9.000 EUR. Im Rahmen der Kulanz würde sich Polestar beteiligen und ich müssen 5.000 EUR aus eigener Tasche bezahlen. Darauf angesprochen, dass dies für mich nicht nachvollziehbar sei, da es ja die gleiche Fehlermeldung sei wie beim ersten Mal, erhielt ich nur die Antwort, dass das eine Allerweltsmeldung und des definitiv nicht der gleiche Fehler ist.

Ich habe die Reparatur jetzt erst einmal nicht freigegeben und frage hier mal in die Runde: Wie würdet Ihr reagieren?

Freu mich auf Eure Gedanken dazu!

Miese Sache.

Bei mir drohte glaube ich irgenwan ähnliches… weshalb ich mich vor Kurzem von meinem Polestar 2 getrennt habe. Auch der Hinweis, dass du dann bei den 2 Monaten vor Ablauf der Garantie ggfs. die Garantieverlängerung hättest abschließen sollen ist wenig hilfreich. Wobei… ich hatte (weniger schlimm, da ich den Fehler einmal hatte… und danach nie wieder) es EINEN TAG nach Ablauf der Garantie und konnte dann auch die Verlängerung nicht mehr kaufen.

Die Frage ist halt, ob sich der Fehler irgendwie belegen oder beweisen lässt. Hast du irgendwelche Dokumente oder E-Mails oder sonstige Kommunikation wo das alles beschrieben ist?

Dann könnte man damit nochmal auf Polestar zugehen, oder ggfs. zu einer anderen Volvo-Werkstatt, die ggfs. mehr Druck macht?!

Ansonsten… Anwalt? Ist es das Wert? Ich bin bei sowas immer hin und her gerissen, ob es Aufwand, Kosten, und Mühen wert ist. Auf der anderen Seite wurmen mich solche Dinge und sie verhageln einem die ganze Stimmung. Man hat dann auch irgendwie gar keine Lust mehr auf Polestar… und denkt sich “Saftladen”.

Ansonsten… bei mir war es 1x der o.g. Fehler. Danach nie wieder. Aber dafür kam von hinten das “Moped-Geräusch”. Nicht immer und eher wenn es kalt war. Damit war ich auch mehrfach bei Volvo… die haben Rücksprache mit Polestar gehalten. Keiner wusste irgendwas. Am Ende hieß es “Fahr mal einfach weiter… wird schon nichts passieren. Das Einzige was man sicher machen könnte um es loszuwerden… ein neuer Motor.” Damit bin ich dann noch ca. 1,5 Jahre und 20.000 km gefahren. Mal mit Geräusch… mal ohne. Und bin dann letztlich auf das Angebot von Polestar eingegangen einen Polestar 4 für 0% zu finanzieren und den alten Polestar 2 in Zahlung zu geben. Der Prozess lief dann über die BCA… und lief sauber durch. Offiziell war der Fall zwar bekannt. Aber der Wagen fuhr. Wurde nicht als defekt klassifiziert. Ein “Hey er macht jetzt mehr Geräusche als am Anfang” war auch nirgends anzugeben… von daher bin ich damit sehr gut gefahren.

Für einen Launch Edition Polestar 2 LRDM von Mitte 2020 und irgendwie 65.000 km… gab es dann grob 22.000 €. Die gesamte Prozessabwicklung war zwar beschissen… aber das ist ein anderes Thema.

Deswegen… mhh… wenn der Wagen ansonsten fahrbereit ist… und der Fehler nur selten mal auftritt… würde ich das selbe versuchen. Vertick die Karre via der BCA bei Polestar, wenn du nen neuen Polestar willst. Oder bei Tesla. Die bieten das gleiche an und haben auch quasi identische Konditionen. Oder versuch’s mit “Ralf Schumacher. Das ist, glaube ich, die einzige vernünftige Lösung.

Hallo zusammen,

Wenn man das so liest, kann man wirklich das Vertrauen in sein Auto verlieren. Ich hab mir von meinem PS2 auch mehr Qualität erhofft. Für das, was da als “Premium” angepriesen wird, bekommt man auf jeden Fall nicht das, was man sich davon verspricht. (Sie haben ein gutes Marketing gemacht, das muss man ihnen lassen). Meine Problemchen sind aber nix im Vergleich zu euren … da ist guter Rat teuer.

Ich denke wenn ich an Deiner Stelle wäre, würde ich einen Verkauf bei Polestar in Erwägung ziehen. Alles andere wäre “schwierig” aus meiner Sicht. Auf das Verhalten des Fahrzeugs sollte bei einem privaten Verkauf zumindest hingewiesen werden und ob dann ein potentieller Käufer eventuell wieder abspringt …

Gruss Andreas

Ach… eigentlich sind alle gleich schlecht. Nur, dass man mal mehr, mal weniger Glück hat.

Für nen VW ID kann ich genauso viel ausgeben wie für einen Polestar 2. Selbst die Polestar 2 von 2020 haben noch die aktuelle Software, können sogar günstig ein Hardware-Upgrade bekommen. VW? Hat bereits einmal die “Locken abgeschnitten”… wer ein Update wollte, brauchte ein neues Auto. Was sie jetzt NOCHMAL machen. Innerhalb von 5 Jahren.

Dann seh ich mir den neuen CLA an… bin wieder beim selben Preis wie Polestar… und hab die übelste Plaste-Kiste.

Der Polestar 4 dagegen… sucht teilweise Seinesgleichen wenn es um Materialien und deren Qualität geht.

Bzgl. der Motorprobleme… ohne es belegen zu können sieht es so aus, dass

MY21–MY23
vermutlich Valeo Siemens eAutomotive

Ab MY24 (Facelift 2023)
komplett neue Motorengeneration, anderer Aufbau, vermutlich neue Zuliefer-/Eigenentwicklung

verwendet wurden. (Quelle: ChatGPT, da ich die genauen Modelljahre nicht im Kopf hatte, deckt sich aber mit dem, was ich gehört und gelesen habe.)

Mein Gefühl sagt mir hierbei… dass die Siemens Antriebseinheiten deutlich Fehleranfälliger waren als die Neueren.

Hallo zusammen,

bei mir ist folgender Fall:

Knacken bei Lastwechsel (Modell mit dem Heckmotor) im November 2025 gemeldet, nach Tausch von Bremsen, Antriebswelle etc. in mehreren Anläufen ist das Fehlerbild immer noch vorhanden. Polestar schlägt nunmehr Tausch des Motors vor und verlangt jetzt eine Beteiligung, da - haltet Euch fest- seit Februar 2026 außerhalb der Garantie. Das habe ich erst einmal dankend abgelehnt , weil doch das Fehlerbild dasselbe ist und die Werkstatt gebeten, das mit polestar zunächst auszufechten.

Im letzten Monat hatte ich zudem einmalig das Problem mit der hier diskutierten Fehlermeldung. Mir schwant böses…

Mein Plan ist eigentlich, einen der letzten PS2 als Nachfolger zu leasen…. So sicher bin ich mir momentan nicht mehr.

Ich habe auch ein Geräuschproblem vom hinteren Motor (geschwindigkeitsabhängiges Schabegeräusch) und Polestar lehnt mit Verweis auf das verbaute KW Gewindefahrwerk trotz Garantieverlängerung die Reparatur ab.

Ich habe das Gefühl, dass die Heckmotoren der ersten Baujahre nicht die Besten sind und Polestar versucht, sich um die daraus entstehenden Reparaturen und Kosten zu drücken. Für eine junge Marke, die sich erst noch etablieren muss, ist das natürlich fatal. Wer als Kunde erst mal weg ist, kommt dann auch nicht so leicht wieder.

Wenn ein Motor ein paar Tage nach Garantieende die Grätsche macht und davor schon dokumentierte Fehlermeldungen erzeugt hat, oder wie in meinem Fall bei nicht einmal 60.000km Geräusche macht, dann gibt es im Sinne von Kundenbindung nur eine akzeptable Art damit umzugehen und zwar volle Kulanz!

Während der Reparaturdauer könnte man dem Kunden ja per Leihwagen (verlängerte Probefahrt) einen neuen Polestar näherbringen.

1 „Gefällt mir“

Wenn ein Fehler während der Garantiezeit erstmals auftrat, muss der Hersteller beweisen, dass der jetzige Schaden nicht damit zusammenhängt.

Du hast den Fehler rechtzeitig gemeldet. Damit ist dokumentiert: Es gab ein Problem während der Garantiezeit.

  1. Die Werkstatt hat repariert – aber offenbar nicht erfolgreich.
    → Das nennt man fehlgeschlagene Nachbesserung oder unzureichende Mangelbeseitigung.
  2. Tritt später ein Schaden mit identischem Symptom auf, wird vermutet:
    → Der ursprüngliche Mangel war Ursache oder Mitursache.
  3. Der Hersteller müsste nun beweisen, dass:
    • der damalige Fehler vollständig behoben war

    • der jetzige Schaden einen völlig anderen Ursprung hat

    • und nicht auf die damalige Fehlfunktion oder Reparatur zurückzuführen ist

Du bist in einer guten Position, denn:

§ 443 BGB – Beschaffenheitsgarantie. Wenn der Hersteller eine Garantie gibt, muss er für Mängel einstehen, die während der Garantiezeit auftreten. Wenn ein Mangel innerhalb der Garantiezeit angezeigt wurde und später ein Folgeschaden entsteht, wird zugunsten des Kunden vermutet, dass beides zusammenhängt. Beweislastumkehr bei fehlgeschlagener Nachbesserung: Wenn die Werkstatt einen Mangel nicht erfolgreich beseitigt, bleibt der Hersteller in der Pflicht.

2 „Gefällt mir“

Moin! Exakt das ist auch meine Rechtsauffassung - und die meines Anwalts.

Ich habe jetzt noch einmal Polestar direkt kontaktiert. Mal schauen, wie die Antwort lautet. Wenn man sich weiterhin quer stellt, gibt es halt ein Beweissicherungsverfahren.

Für alle, die gestern und heute schrieben, dass es oftmals die Motoren der ersten Generation waren: Es handelt sich hier um eine NACH-Faceliftmodell mit Heckantrieb.

Und eines noch: Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit dem Fahrzeug. In keinem Auto bin ich so gerne gefahren, wie in diesem (und ich habe schon eine Menge Fahrzeuge in 42 Jahren Führerscheinbesitz durch). Das Verhalten sowohl der Werkstatt als auch von Polestar hier haben bei mir jedoch die Entscheidung reifen lassen, dass sich unsere Wege trennen werden. Ich werde jetzt noch die Reparatur vornehmen lassen, nachdem das geklärt ist und dann geht der Wagen weg. Der nächste (Lieferung voraussichtlich im Januar) wird dann kein Polestar mehr. Verschärft wird die Problematik dadurch, dass hier an meinem Wohnort genau dieser Händler mehr oder weniger der einzige ist. Alle anderen liegen für mich extrem ungünstig oder weit weg. Und da wir als Firma jetzt schon mehrere Skoda im Bestand haben, wird der nächste (gerade wegen der wirklich guten Leasingkonditionen) ein Skoda Elroq RS. Ist für alte weiße Männer fürs Ein- und Aussteigen ohnehin besser :slight_smile: Und ich hatte kürzlich das Vergnügen, bei einer Mitarbeiterin mitfahren zu dürfen, die damit von Hannover bis in die Niederlande gefahren ist. Ich war schwer beeindruckt. Sind also viele kleine Punkte, die am Ende diese Entscheidung haben reifen lassen.

4 „Gefällt mir“

Traurig… aus verschiedenen Gesichtspunkten. Aber fair.

Traurig einen Kunden, der eigentlich zufrieden war, so zu vergraulen. Aber es hilft ja nichts.

Von daher bin ich ganz bei dir.

Ich habe mich zwar nochmal für Polestar entschieden… stand aber SEHR kurz davor es nicht zu tun.

5 „Gefällt mir“

Moin Tombur,

ich habe exakt selbiges Problem wie Du und bin 2 x liegen geblieben.
Ebenfalls Antriebsstrang Fehler (MY24) Ende 2024 gekauft, 37.000 km.

Derzeitig ist mein Fahrzeug beim Händler in der Nähe seit 5 Monaten in Dauerreparatur (ERad neu kalibriert, BDM (Battery Disconnect Module) getauscht, IEM (module for the inverter disengaging the motor) getauscht, BECM (Battery Energy Control Module) getauscht , diverse Software neu geflashed, und das Fehlerbild ist exakt das selbe nach dieser ganzen Warterei.

Polestar hat nach Aussage meines Händlers nach 1 Monat den Leihwagen nicht mehr bezahlt weil die Kosten “aus dem Ruder” laufen, wobei ich mich ja ernsthaft frage ob die Situation das der Händler nun die Kosten an Polestar abrechnen kann, weil er einen Leihwagen stellt günstiger sind, verstanden habe ich das nämlich nicht, aber nun gut, solange ich die Zusage habe das der Wagen nichts kostet ist mir das egal. Der Wagen ist noch in voller Hersteller Garantie bis Ende 2026 + 2 Jahre (Anschlussgarantie) also sprich Ende 2028. Das Fahrzeug habe ich innerlich schon abgeschrieben, werde es aber “kaputt reparieren” lassen und jedesmal wenn was nicht geht bekommt mein Händler die Kiste wieder vor die Tür gestellt, bis es selbst auf gut deutsch schmerzt.

Habe mich mit anderen im Forum ausgetauscht, die Wandlung bei Polestar ist ein Kraftakt und man macht enorme finanzielle Verluste….letzten Endes muss man selbst entscheiden ob man eine Menge Geld verbrennen will oder die Kiste bis in die Ewigkeit durchzuparieren lässt, bis es selbst bei Polestar “weh tut”.

Soviel Pech hatte ich bisher mit noch keinem PKW.

Der Support war bisher immer sehr freundlich und versucht sein Bestes, allerdings ist bei mir der Eindruck hängen geblieben, mehr wie warme Worte passieren da nicht, nächste Woche will man sich bei mir erneut melden wie es weiter geht und Lösungen anbietet, da bin ich doch sehr gespannt was sich Polestar überlegt. Ich gebe einfach mal einen Tipp ab:
Man möchte weiter reparieren auch wenn man keinen Plan hat was überhaupt die Ursache ist …

Sehr unbefriedigende Situation und sowas wünsche ich wirklich niemandem.
kannst dich ja mal gerne via PM melden bei welcher Werkstatt du bist.

Ich drücke Dir beide Daumen dass es bei Dir noch ein gutes Ende nimmt.

vg
mgnrw84

Wirklich traurig, dass man solche Erfahrungen machen muss.

Ich gebe meinen P2 DM MY22 nun nach 4 Jahren mit 115 TKM zurück. Am Anfang zwei ernsthafte Themen gehabt (2x Schlüsselthema, Auto ging nicht auf), aber das war’s dann schon. Immer zuverlässig gewesen und ohne Ausfälle (sieht man mal von gelegentlichen CD Reboots, kein Sound, kein Internet) ab. Alle OTAs mitgenommen.

Das „Übernahmeangebot“ seitens ALD betrug rund 25 T€ (Pilot und Plus mit Pixel)…

…Nun steht der P4 vor der Tür und wir lernen uns gerade kennen :blush:

Hilft diesem Thread nicht, ich weiß. Wollte mal was positives schreiben.

6 „Gefällt mir“

Ich hab hier ja auch schon ein paar Beiträge zu meinem Dilemma geschrieben. Mein LRSM ist seit über 6 Wochen mit Getriebeschaden in Reparatur. Erst machte er komische Geräusche, dann „Fehler im Antriebsstrang - Bitte anhalten“. Polestar bot an aus Kulanz die Hälfte zu übernehmen. Ein Witz nach 3,5 Jahren!!

Aufgrund von Zusatz Garantie sind sie ja eh fein raus….

Nach dem das erste Ersatzteil (neues Getriebe??) nach 2 Wochen Werkstatt eingebaut wurde, stellte sich raus, das Polestar fehlerhaft geliefert hat. Neues Teil soll 10 Tage später eintreffen. Dann Funkstille vom Volvo Partner. Irgendwann ist mir die Hutschnur geplatzt. Böse email an Polestar geschrieben. Ja man sei bemüht mir bis Ende nächster Woche ein anderes Polestar Modell aus Kulanz zur Verfügung zu stellen.

Wir haben seit mehr als 6 Wochen keinen Wagen. Vor allem war das so nicht angekündigt, dass sich das so ziehen wird.

Wir hatten mal lose überlegt ob wir vllt einen P4 kaufen sollten… hat sich jetzt erledigt, jetzt wird es ein bmw und ich hoffe dort aus besseren Service und bessere Ersatzteil Versorgung.

Ansonsten war ich mit dem P2 sehr zufrieden und bis auf ein Problem mit dem Ladeport, war immer alles okay. Aber mich erschreckt die Situation. Sowas würde ich bei typischen China Herstellern erwarten. Hier dachte ich, wäre das eher europäisch angelehnt was Kommunikation und ersatzteilversorgung angeht.