Google Aktivitäten

Ich denke, dass eigentlich jeder weiß, dass Google eine Datenkrake ist und sämtliche Infos und Aktivitäten getrackt werden.

Das ist Segen und Fluch zugleich. Ich will auch damit keine Diskussion über die Vor- und Nachteile, dass Google einen „kennt“ vom Zaun brechen. Aber vielleicht interessiert es euch ja, welche persönlichen Informationen gespeichert werden und worauf Google Anzeigen und Suchergebnisse für euch optimiert.

Über den folgenden Link könnt ihr eure Aktivitäten einsehen. Ihr müsst hierzu natürlich mit eurem Google-Konto angemeldet sein:

Im Menü links solltet ihr zudem „Einzelansicht“ auswählen, ansonsten werden viele Einträge gruppiert und gehen dadurch unter.

Auch der Polestar wird erkannt - allerdings als „Android Auto“. Ihr könnt hier sogar, wie man in meinem Screenshot sieht, die Mitschnitte der Audioaufnahmen anhören.

Ich möchte mit meinem Beitrag weder sensibilisieren, noch polarisieren: ich finde es einfach interessant.
Und wer nicht „gläsern“ sein möchte muss sich eben für verschiedene Aktivitäten separate Konten zulegen oder die Privatsphäreeinstellungen anpassen. Ein prüfender Blick lohnt sich gewiss: Aktivitätseinstellungen bzw. Privatsphäreeinstellungen.

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Danke dafür :wink:

Diese Info ist sicher sehr hilfreich, gerade jetzt bei der Diskussion um WhatsApp. :+1:

Mit freundlichem Polestar-Gruß
:polestar_thunder:

Auf die Idee kam ich ehrlich gesagt noch gar nicht, da es für mich einer der USPs war bzw. ist :smiley:
Sollte eigentlich trotzdem gehen, aber ist dann halt nichts individualisiert was das Infotainment betrifft.

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Auch von mir herzlichen Dank für diesen wichtigen Thread. Ich werde meinen Polestar vermutlich in den nächsten Tagen erhalten und überlege schon eine ganze Weile, wie ich Google etwas „einhegen“ kann. Ich bin nicht geneigt, alle meine Daten preiszugeben, wollte aber Google auch nicht ganz vom Smartphone verbannen - soll heißen, ich suche einen Mittelweg, bei dem ich die Kontrolle behalte, aber dennoch von dem einen oder anderen Feature profitieren kann. Vielleicht wären ja tatsächlich zwei Google-Konten der richtige Weg? Eins für’s Auto und eins für’s Smartphone. Fragt sich nur, ob und inwieweit die beiden dann überhaupt noch kommunizieren?

Wenn sich jemand damit auskennt, könnte er mal sowas, wie eine „Best practice“-Anleitung schreiben, die auch den Schutz der persönlichen Daten berücksichtigt… wäre vielleicht auch was für’s Wiki? Was denkt Ihr?

Woher kommt eigentlich die Angst vor Google?

Witzigerweise nutze ich z. B. auch Sprachassistenten bei mir Zuhause und werde deswegen von vielen immer wegen Datenschutz darauf angesprochen, von wegen Mithören. Das sind dann aber meist die Leute, die mit Technik nicht viel am Hut haben und ein veraltetes Smartphone haben, was seit Jahren keine Updates mehr gesehen hat. Der Gedanke, dass man auch diese abhören kann und dass das viel eher der Fall sein dürfte, kommt den meisten dabei nicht.

Ich bin kein wichtiger Mensch, d. h. mir ist es letztendlich ziemlich egal ob jemand weiß wo ich war, was ich so mache etc. Und wenn es jemand interessiert, wie ich mit meiner Mutter telefoniere oder mit meinen Kindern spiele, na dann, ist doch schön, dass ich jemand anderes Leben erhelle… :wink:

Ich denke, dass das eine Frage des Vertrauens ist. Nun sieht man natürlich, dass Google (oder auch Amazon mit seiner Alexa) weltweit führende Konzerne sind. Das sind sie nicht nur weil sie tolle Ideen und Lösungen anbieten, sondern es steckt sicherlich auch der ein oder andere kapitalistische Gedanke dahinter.

Die Gewohnheiten können analysiert und verstanden werden, das fängt beim Nutzen der Google Suchmaschine an, aber geht viel weiter z.B. Bewegungsanalyse usw. – Wenn man sieht was alles „protokolliert“ wird vom eigenen Leben, dann kann man daraus durchaus gewissen Sorgen ableiten. Nämlich in dem Moment in dem diese dort hinterlegten Daten ihre private Kammer verlassen und z.B. an Dritte weitergegeben werden. – Soweit ich weiß, werden keine persönlichen Daten weitergegeben, aber zumindest verfügen sie über ein mächtiges Tool und tolle Möglichkeiten.

Eines der unzähligen Horrorszenarien könnte z.B. für die Weitergabe an Dritte sein. Wenn sich nun jemand ungesunde Sachen online bestellt, häufig bei McDonalds stoppt, dessen Smartwatch einen Besorgnis erregenden Blutdruck meldet usw., könnten die Daten, wenn sie weitergegeben werden z.B. die Kosten für die Krankenversicherung erhöhen.

Diese Angst schwingt denke ich online bei vielen Leuten mit, legen dann aber im Laden an der Kasse die Payback-Karte aufs Band… :wink: (Andere wiederum exhibitionieren sich auf Facebook…)

Es gibt sicherlich noch weitere solcher Szenarien, die sich sowohl auf Surfgewohnheiten, als auch über Smarthome etc. erstrecken können. Meines Wissens nach wird die Information allerdings nicht von Google weitergegeben - zumindest nicht mit persönlichen Daten (wie Adresse, Name usw.). Aber Google nutzt sie sehr wohl um die Menschen zu verstehen und heraus zu finden in welcher Blase sie leben - und um ihnen entsprechende Inhalte (Nachrichten, Werbung etc.) zu präsentieren.

Lassen wir mal die Verschwörungstheorien außen vor, so nutzt Google ganz pragmatisch das erstellte Profil für z.B. Google Adwords. Du warst die letzte Woche 3x im Vier Jahreszeiten, 2x im Ritz und hast 3x nach Rolex gesucht, alles klar, dann bekommst du nun so lange z.B. Bentley-Anzeigen, bis du einen kaufst. (Selbiges ist natürlich auch auf Nachhaltigkeit, Grün, Öko, Technik… usw. ausdehnbar.)

Weil Google da teilweise richtig gut funktioniert, habe ich bei mir übrigens die Funktion „personalisierte Werbung“ deaktiviert. So bekomme ich seltener interessante Produktvorschläge unter die Nase gerieben.

Google bietet übrigens auch einen Sicherheits Checkup an, den kann ich auch empfehlen, so könnt ihr zumindest die Gefahr reduzieren, dass noch jemand Zugriff auf eure Daten erhält.

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Ja klar, ich kann das auch verstehen. Aber bei unseren Datenschutzgesetzen sehe ich das eher als unbegründet an.

Auch finde ich personalisierte Werbung vollkommen okay. Meist läuft es auch eher über Cookies als über wirkliche Profile. Ich sehe lieber Werbung die mich interessiert.

Als Adwords-Kunde kann man halt schon seine Zielgruppe nach demografischen Merkmalen, Interessen etc. auswählen und somit direkt die Leute ansprechen, die man erreichen möchte. (Ich nutze Adwords selbst sehr gerne, weil es einfach auch gut funktioniert und einen guten Kosten-Nutzen-Faktor hat.)
Selbiges geht auch bei anderen Plattformen, wie Facebook und Co.

Die Privatsphäre wird dadurch nicht verletzt, aber es kann eben die Leute beängstigen, wenn sie genau das Produkt vorgeschlagen bekommen über das sie seit Tagen (aktiv) „nachdenken“.

Ja, resultiert dann aus meiner Sicht aber eher aus Unwissenheit. Wenn man mit der Sache gar nichts zu tun hat, dann kann das einen schon unsicher machen: „woher wissen die das denn von mir?“. Aber das ist ja häufig so, was man nicht kennt, das macht einem Angst und das lehnt man dann erstmal kategorisch ab.

Das hat nichts mit IT-Verständnis zu tun. Ich habe es auch nicht auf dich bezogen, sondern auf meine generelle Erfahrung mit solchen Aussagen (also Angst vor Alexa und Co., aber veraltetes Smartphone mit null Sicherheitsupdates). Unwissenheit auch eher in dem Sinne, dass man eben nicht weiß was Cookies sind, etc. IT-Profis sind da teilweise auch extrem, weil es eben deren Job ist genau solche Sachen umzusetzen. Da spielt dann auch schon wieder die Angst vor irgendwelchen Hacks, etc. mit. Jeder hat da aber auch andere Ansichten. Aber egal, will da jetzt auch keine Diskussion entfachen. Es kann ja jeder so handhaben wie er will.

Ich kann verstehen, dass es so rübergekommen ist. Aber das kann man natürlich nicht pauschalisieren, da gebe ich dir recht. Es ist eben ein gewisser Prozentsatz vorhanden, der aus dieser „Angst“ heraus unkonsequent bzw. unrational handelt. (Auf Google bewusst verzichtet, dann aber seine Daten an anderer Stelle preisgibt.)

Die Expertise für andere Betriebssysteme oder gar selsbtgehostete Dienste werden vermutlich die wenigsten besitzen. Magst du uns verraten, was bei dir der Grund ist, warum du bewusst auf Google „verzichtest“?

Das ist korrekt. Ich habe es nicht getestet und kann es daher nur erahnen.

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Okay. Kurze Gegendarstellung. Wer Inhalte im Internet erstellt, der verbringt damit VIEEEEL Zeit. Und es ist doch dann auch voll legitim, dass wenn man das macht, vielleicht auch damit etwas Geld verdienen möchte. Warum? Damit man noch mehr schöne Inhalte erstellen kann. Das geht aber eben in vielen Fällen nur mit Werbung. Wenn jetzt jeder Adblocker nutzt, dann fehlen diese Einnahmen. Das hat zur Folge, dass Jobs verloren gehen, es weniger gute Inhalte gibt, usw. Zudem verhindert dieser ganze Datenschutz-Wahn auch die Entwicklung von wichtigen Zukunfts-Technologien (Stichwort KI) hier in Deutschland.

Ohne Google-Account kannst du Google Play nicht nutzen, das heißt du kannst effektiv keine Apps installieren. Das steht auch so im Handbuch:

Um Google Play öffnen zu können, muss ein Google-Konto mit dem aktuellen Benutzerprofil verknüpft sein.

Aktuell ist es nicht möglich APKs auf andere Weise auf dem Androidsystem zu installieren, weder über einen Downloadlink, noch via USB-Stick oder dergleichen.

Vorinstallierte Apps, sofern sie keinen Login benötigen, funktionieren – aber eben eingeschränkt, wie z.B. Google Maps:

Außerdem ermöglicht die Verknüpfung eines Google-Kontos mit dem aktiven Nutzerprofil eine stärkere Personalisierung der Dienste. Zielorte, die in anderen Geräten angegeben wurden, wie Heimatort, Arbeitsort, Favoriten und zuletzt durchgeführte Suchen, werden angezeigt. Wird in einem Gerät etwas geändert, wirkt sich dies auch auf Maps aus, wenn das Gerät und das Fahrzeug im gleichen Google-Konto angemeldet sind und eine Verbindung zum Internet besteht.

Manche Sachen machen eben ein Google Konto einfach sinnvoller, selbst wenn es gefaked ist. Will heißen, das Auto fährt auch so und macht auch bestimmt ohne Account Freude, aber es geht meines Erachtens ein großer Mehrwehrt flöten. – Ich persönlich hoffe eher auf das Gegenteil, also auf eine noch bessere Integration der verschiedenen Google-Dienste und dass z.B. endlich der Google Calendar kommt.

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Mein erster Gedanke…

:sweat_smile:

Ja… ich hab für das Offensichtlichste etwas gebraucht… mea culpa. :see_no_evil: Du siehst @DAU, es fällt mir schwer mich in dieses Szenario reinzuversetzen :smiley:

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Es gibt schon einiges Nützliches unter den Apps, es werden auch noch mehr …
Ich habe einfach ein eigenes Google Konto erstellt, das nur im P2 benutzt wird. Damit, und dass ich keinen Handy Sync zulasse, hab ich für meine Belange den Daten(ab)fluss genügend begrenzt.

So, auf zu meinem ersten Post :smiley: Ich glaube, der ist hier gut aufgehoben. Da er, sagen wir mal, Artverwandt ist.
Ich bekomme einen Polestar 2 als Firmenwagen. Jetzt meinte mein Chef ich solle mir für das Auto am besten ein neues, neutrales Konto anlegen und nicht mein bestehendes nutzen. Hintergrund ist, dass unsere Firma die meisten Firmenwagen kauft und nicht least. Jetzt denkt er natürlich schon ans Verkaufen in etwa 4 Jahren und darüber, dass dann das Auto an mein Konto gebunden ist. Kann dazu einer etwas sagen, ob man das Auto einfach vom Konto entkoppeln und auf ein anderes Konto binden kann. Als Firmenwagen könnte es ja auch sein, das ich den Arbeitgeber wechsle und dann das Auto nicht mehr von mir gelöst werden kann oder ähnliches. Ängste von Chefs halt. Habe aber nach diverser Recherche nichts dazu herausgefunden.

Habe jetzt noch etwas über eine Woche bis meiner Abgeholt werden kann, und daher brennt es mir doch etwas unter den Fingernägeln dazu etwas zu wissen. :smiley: Auf jeden Fall allen ein schönes Wochenende und danke im voraus für eine Antwort :wink:

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Willkommen im Forum :wink: In der Tat kannst du das Konto einfach wieder löschen. Leider wird der Polestar aktuell (noch) nicht unter Google Device aufgeführt, somit kannst du nicht sämtliche Daten aus der Ferne löschen oder die Position tracken.

Was jedoch funktioniert ist die Anmeldung des Polestars zu widerrufen. Das kannst du entweder in dem du dich im Polestar abmeldest oder über diesen Link bei Google: „Meine Geräte“. -> Polestar 2 auswählen und „Abmelden“ klicken.

Sicherheitshalber solltest du natürlich anschließend prüfen, ob das auch so geklappt hat. Getestet habe ich es noch nicht! – Außerdem wäre es vielleicht ein guter Zeitpunkt mal wieder das Passwort zu ändern. Das kann man nicht oft genug machen.

Beim Verkauf (bzw. Weitergabe) des Autos wird außerdem empfohlen sämtliche Daten z.B. auch Polestar Connect löschen zu lassen. Da allgemein auch die Löschung persönlicher Daten im Interesse deines Arbeitgebers sein sollten - und auch ein Fake-Google-Konto (das eigentlich ja gar nicht erlaubt ist gem. Google AGBs) nur bedingten Schutz bietet, da es dennoch persönliche Daten sind… - solltest du zusätzlich wie unten beschrieben vorgehen und sämtliche Daten von deinem Polestar löschen bzw. löschen lassen (Werksreset). Das kann jeder autorisierte Polestar Partner bzw. der Customer Support - bzw. wir selbst…

Wenden Sie sich bei einem Besitzerwechsel an den Polestar Customer Support, um den Dienst zu beenden. Hierbei wird das Abonnement beendet und der Dienstverlauf gelöscht.

Bei einem Besitzerwechsel müssen die persönlichen Einstellungen und Benutzerdaten auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, siehe. Dies erfolgt über das Einstellungsmenü im Center Display.

Polestar ID ist personengebunden und muss bei Verkauf des Fahrzeugs nicht geändert oder gelöscht werden.

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Ui, danke für die flotte Antwort. Also im Endeffekt so wie ich mir das auch schon gedacht hatte.