Artikel zu Polestar 5 aus der vorletzten Ausgabe Auto Motor und Sport Kamerarückspiegel
Guten Tag.
Ich kam erst heute dazu, diesen Artikel zu lesen.
Ich fahre seit 45.000 KM einen Polestar 4 mit dem gleichen Kamerasystem und war nach der ersten Probefahrt vor dem Kauf auch skeptisch.
Deshalb ein wenig Erfahrung aus dem wirklichen Leben, nicht aus einer kurzen Testfahrt.
Richtig ist, das sich die Augen für einen Bruchteil einer Sekunde auf das Rückspiegelbild mit dem optisch kürzeren Abstand fokussieren müssen, anders als bei einem „normalen“ Spiegel mit der natürlichen Tiefe der Entfernung nach hinten.
Nach einem Tag hatte ich mich daran gewöhnt, obwohl ich eine Gleitsichtbrille trage. Und ich muss dazu nicht den Kopf heben, ich drehe nicht mal den Kopf, an den Rändern der Gläser der Brille passt für mich die Fokussierung.
Diese Art von „Spiegel“ hat zudem entscheidende Vorteile.
A) Bei dieser Karosserieform würde eine normale Heckscheibe nur einen schmalen Sehschlitz, zusätzlich eingeengt durch die Kopfstützen freigeben. Mit Kamera sieht man deutlich mehr, auch bei einer Beladung bis unters Dach und beim rückwärts einparken nach unten.
B) Setze ich auf der Autobahn den Blinker, schwenkt die Kamera ein Stück zur entsprechenden Seite und verkleinert den toten Winkel.
C) Bei Regen bleibt der Spiegel völlig sauber.
Hat sich vor einer Fahrt Wasser auf dem Dach angesammelt und wird zu Fahrtbeginn nach hinten geweht, entsteht für eine Sekunde ein Spraynebel, der die Sicht einschränkt. Danach ist die Kamera wieder sauber, keine Tropfen zu sehen.
D) Vor allem in der Nacht ist ein Kamerasystem unschlagbar.
Blendfrei, wie mit einem Restlichtverstärker sieht man deutlich mehr, vor allem, wenn die Nacht so richtig schwarz ist, es auch noch regnet und die eigene Gischt ein nachfolgendes Fahrzeug einnebelt.
Vielleicht haben Sie einmal die Gelegenheit bei einer längeren Testfahrt meine Erfahrungen zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Lohse
Kein Mitarbeiter von Polestar😜
Wie seht Ihr das?