mein Polestar 2 geht bald nach 4 Jahren und ca. 60.000 km Leasingdauer an die Santander-Bank zurück. Ich habe leider eine Schramme vorne am Stoßfänger, bei der auch das Material leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde (siehe Bilder). Laut dem Santander-Schadenkatalog ist das ganz klar ein nicht akzeptabler Schaden. Der Minderwert läge bei 60 % der Reparaturkosten, was wohl um die 2.000-2.500 € sein könnte.
Ich habe nun ein Angebot von einem renommierten, lokalen Lackierbetrieb (der auch Volvo/Polestar Aufbereitungen macht) für pauschal 650 Euro. Die sind zum einen spezialisiert auf Leasing Rückgaben und zum anderen machen die eben die Fahrzeugaufbereitung von Volvo/Polestar die neu hier im Süden ankommen.
Der Santander-Katalog sagt ausdrücklich, dass „sach- und fachgerechte Instandsetzungen“ akzeptiert werden, solange keine Lackfehler oder Farbtonunterschiede sichtbar sind. Ich bin mir dennoch etwas unsicher, wie streng das in der Praxis gehandhabt wird.
Habt ihr konkrete Erfahrungen mit der Leasingrückgabe bei der Santander (wird ja meist vom TÜV SÜD begutachtet)?
Wie genau schauen die Prüfer bei fachgerecht lackierten Stoßfängern hin?
Da ich nichts verheimlichen möchte, wäre mein Plan nun, vom Lackierer mir schriftlich zusichern zu lassen, dass das Fahrzeug ““sach- und fachgerecht” instand gesetzt wurde, sodass Santaner dies nicht bemängeln kann. Laut Vorgabe, muss ich eine Reparaturvorgabe nur überhalb von glaube 1.400 € melden.
VK hab ich bei 1.000 € SB, daher macht es keinen Sinn über die Versicherung zu gehen.
Der von dir erwähnte Fachbetrieb st meines Wissens auch im Firmenverbund des Polestar-Auslieferers im Süden, der auch Reparaturen durchführt. Folgerichtig würde ich vermuten, dass eben jener Fachbetrieb dann auch Lackierarbeiten im Rahmen einer Reparatur durchführt. Somit ist er der Fachmann, der von Santander gewünscht wird.
650,-€ halte ich persönlich für einen fairen Preis.
Ich habe das auch mal vor Rückgabe eines 3-Wege finanzierten Fahrzeug in die Hände eines renommierten Lackierers gegeben. Angegeben bei der Rückgabe habe ich es nicht.
Ergebnis: Keine Beanstandung.
Bei o.g. Schadensbild, Preis und renommierten Fachbetrieb würde ich es auch hier vorab machen lassen.
Update: ich hatte nochmal etwas recherchiert und mir wurde von Claude dann geraten den Lackierer zu bitten auf die Rechnung zu schreiben, dass es fachgerecht durchgeführt wurde und bat darum, dass auf der Rechnung der Zusammenhang mit Volvo hergestellt wird.
Dies konnten sie aber leider dann doch nicht darstellen und verwiesen mich direkt an volvo.
Wir müssen Ihnen jedoch leider eine Absage für diesen Auftrag erteilen.
Sie erwähnen, dass laut Ihrem Leasingvertrag eine Zertifizierung bzw. Anerkennung durch den Hersteller zwingend erforderlich ist, um Probleme bei der Fahrzeugrückgabe zu vermeiden.
Wir reparieren Schäden sach- und fachgerecht für die Leasingrückgabe, können aber die von Ihnen gewünschten spezifischen Formulierungen und Nachweise zur Herstellervorgabe leider nicht auf der Rechnung ausweisen.
Wir empfehlen Ihnen daher, die Instandsetzung für diesen speziellen Fall direkt bei einem vom Hersteller zertifizierten Polestar- oder Volvo-Partner durchführen zu lassen.
Wer war der Leasinggeber? Bei mir ist es Santander und da hab ich eigentlich (leider erst im Nachhinein) nur schlechtes gehört.
Bei mir steht da alles haargenau im Vertrag drin, dass ich quasi nichts ohne Freigabe machen lassen darf und auf jeden Fall nur Vertragswerkstatt. Bin jetzt einfach Mega unschlüssig was ich machen kann.
Ich kann halt auch nicht einschätzen, was das maximal kosten wird wenn alles bei Rückgabe beanstandet wird. Minderwert werden 60% sein.
Ich würde es unbedingt reparieren lassen. Es ist ja ein sehr deutlicher Schaden, die Berechnung im Nachgang wird höher ausfallen als die Kosten für die Reparatur.