Nicht existente Zusammenarbeit zwischen Servicepartner und Polestar Support

Ich hinke ja immer noch mit der Abarbeitung der Mängel meines P3 Launch Edition (Auslieferung in 9.24) hinterher. Eigentlich sind nur wenige Sachen über, die meisten Software-Sachen erhoffen wir uns vom Wechsel des Zentralcomputers und dem damit verbundenen Update.

Ich werde oft gefragt, ob ich den Polestar oder Polestar überhaupt weiterempfehlen kann. WIr haben einen 2er (2023) und den3er (2024 LE). Beides sind vom Grundsatz her super Autos.

Was allerdings überhaupt nicht geht, ist die Organisation und Abwicklung des Service. Ob gewollt oder nicht: Polestar hat die Abwicklung mit seinen Servicepartnern und auch dem ADAC nicht ansatzweise im Griff.

Im Endeffekt dauert ein einzelner wirklich einfacher Servicecase viele Monate und erfordert immer wieder neues Anschieben des armen Autobesitzers. Ich habe dann immer nach 3-4 Wochen ohne die versprochene Reaktion wieder angerufen. Der aktuelle Servicecase wurde von mir Mitte Oktober initiiert, es gab einen Termin wo sie nur die Hälfte abgearbeitet haben, obwohl es beide vorher besprochen hatten und seitdem immer wieder - nichts -!

Ich habe bis heute nicht herausgefunden, ob die Servicepartner Polestar auf Kosten der Kunden “aushungen” wollen oder ob es Polestar schlichtweg egal ist. Aber immerhin fährt das Auto und dass ich seit Ende Dezember “jeden Tag Fahrwerksfehler, Service-Termin Buchen” wegdrücken muss ist ja auch unerheblich. So manche Sache verschwindet ja auch wieder - ich habe mich daran gewöhnt, bei solchen Meldungen erstmal davon auszugehen, dass es nur ein Übersetzungsfehler aus dem Schwedischen oder Chinesischen ist.

Die einzige Vorgehensweise die meiner Meinung nach zielführend ist, ist dass man bei PS anruft, sein Problem und die vermutliche Lösung bespricht, sich dann die Fallnummer geben lässt, dann zum Servicepartner hinfährt (ja physisch) und dort nett vorspricht und das ganze nochmal erzählt und einen Termin vereinbart. Anders ist es vermutlich bei den bevorzugten Partnern, die auch gleichzeitig das Handover machen. Drei Servicepartner durfte ich kennenlernen, zwei hier vor Ort, einer 600km entfernt. Beim ersten stand mein Auto 5 Wochen in der Entfernung, ohne das im Endeffekt etwas gemacht wurde. Immer war der “einzige” Techniker krank oder was auch immer. Ratschlägen folgend, bin ich sehr zurückhaltend damit umgegangen, aber ich würde das heute wohl nicht wieder tun. Meine Sorge war tatsächlich, im Falle einer Rückabwicklung komplett leer auszugehen.

Markentreue wird Polestar so sicherlich nicht erzeugen! Das ist bei einem Auto >100k meines Erachtens keine besonders schlaue Idee.

Warten wir also auf meinen “proaktiv” vor Ort vereinbarten Termin, bei dem ich minutiös die Arbeitsliste durchgehen werde, wenn ich das Auto abgebe. Trotzdem mag ich das Auto, den Hersteller eher nicht mehr.

HH

2 „Gefällt mir“

Gleiche Erfahrung hier. Die Werkstatt ist schwer genervt von Polestar. Ich kenne die von meinem vorigen Volvo. Die Werkstatt ist eigentlich gut…

Typischer Corporate bullshit… wo du von einem anonymen low-level Mitarbeiter zum nächsten durchgereicht wirst. Keiner hat Verantwortung. Keiner darf etwas entscheiden. Keiner will etwas verantworten. Daher wird man gerne abgewimmelt oder in Endlosschleifen ohne Ergebnis überführt.

Der Nachteil, dass du nicht zu “deinem” Polestar fahren kannst, um mit “deinem” Techniker oder Servicemitarbeiter direkt zu sprechen.

Was hier angeblich aus Effizienzgründen gemacht wird… schadet dabei nur am Ende. Wie man so eine neue Marke aufbauen und etablieren möchte… wenn man konsequent alle Vorschusslorbeeren einfach so in die Tonne kloppt… erschließt sich mir auch nicht.

Ich persönlich habe jetzt 5 Jahre erstmal Ruhe… danach würde ich aber auch überlegen zu Volvo zu gehen, anstatt zu Polestar. In 5 Jahren sollte auch deren Portfolio passendere Modelle beinhalten.

3 „Gefällt mir“

Ich habe für mich das Kapitel Polestar auch schon abgeschlossen, suche frühzeitig nach einer Alternative. Auch meiner Meinung nach ist der Support nicht interessiert oder nicht in der Lage solide Lösungen zu finden. Ist bei diesem Auto vielleicht ja gar nicht möglich. Ich führe nun schon länger eine Art “Tagebuch” mit den täglichen Ärgernissen, die mir im Prinzip bei jeder Fahrt widerfahren. Mal sehen, wie ich das mal verwenden kann. Jeden neuen Interessenten würde ich ganz klar von diesem Auto und Hersteller abraten. Eigentlich schade.

Ich frage mich auch, ob der Polestar 3 überhaupt Bestand hat. In A werden noch immer die alten 2025 verkauft, während schon der 27er Modelljahrgang angeboten werden sollten.

Ich habe zwar den Polestar 2, aber kann das nicht nachvollziehen.

Als ich ein Problem hatte, habe ich die Hotline angerufen. Die haben das intern besprochen, mir eine Werkstatt gesucht und diese informiert. Als ich dann dort hingefahren bin, waren die für alles vorbereitet und mussten “nur noch” die Hardware tauschen.
Ich fand das sehr angenehm.

Ich glaube es ist sehr unterschiedlich von Werkstatt zu Werkstatt und fällt ihnen schwer, weil sie für manche Sachen noch keine richtige Lösung haben. Ich mag das Auto aber nach wie vor und lasse sie jetzt einfach alles durchreparieren, zum Glück habe ich die Zeit immer wieder zur Werkstatt zu fahren. Viel ist ja nicht mehr nach (Fahrwerksfehler, Insassenalarm nach dem Abschließen, Kofferraum geht unkoordiniert zu bzw. selten auf).

Alles andere sind Spekulationen. Der Händler schickt eine Rechnung an Polestar, also verdient er ganz normal. Den Support werde ich nach Möglichkeit nicht mehr anrufen, es war im Ergebnis immer enttäuschend und ich habe wirklich zigmal da angerufen. Vor allem halten sie ihre Zusagen sehr häufig nicht ein, das kann ich überhaupt nicht ausstehen.

Leider befürchte ich, dass auch andere Hersteller in ähnlicher Weise ihre Tests auf ein Minimum reduziert haben und die Launch Edition als Beta Test nutzen. Mir wurde neulich mal die Anzahl der Test km bei neuen Autos berichtet, da fiel mir die Kinnlade herunter.

Unser PS2 MJ23 ist völlig okay, den haben wir jetzt seit Ende 22. Bis auf einige Konstruktionsfehler (Fahrgeräusch beim 3er, zu schwaches Fahrwerk beim 2er etc. sowie eine bescheidene Aktivität bei der Weiterentwicklung der Software sind die Autos völlig in Ordnung. Ich hatte trotzdem nicht gerne einen Tesla oder würde anstelle 100k 150k für einen BMW, Mercedes oder Porsche bezahlt haben. Bei diesen wirklichen Premium Herstellern wird man sich relativ sicher mehr um die Servicecases kümmern.

Das Prozessorupgrade hat wirklich einiges gebracht, wenn man jeden Tag nur wenig fährt, spart man allein wegen der fehlenden 2-3% am Tag eine Menge Geld :slight_smile:

Dass sie ihn einstellen glaube ich nicht, dann würden sie die Produktion nicht nach USA verlagern.

1 „Gefällt mir“

Meinen Händler möchte ich hier aus der Verantwortung nehmen, er ist sehr bemüht, aber auch auf Informationen und Lösungen von Polestar angewiesen. Und das Gute ist: bei meinem Händler bekomme ich auch Autos anderer Marken, die im Hintergrund eine funktionierende vertrauenserweckende Struktur haben.

Zum Polestar 2: ich glaube gerne, dass der ausgereifter und besser ist, wäre die bessere Wahl gewesen.