Open WB Pro Erfahrungsbericht

Hallo,

neben einer OpenWB die Zusammen mit der PV kam, habe ich mir vor längerem schon als zweiten Ladeanschluss eine Pro daneben gehängt. Anfangs war das Ding eher enttäuschend und bot keine Vorteile, aber seit der Software 2.12 hat sich das richtig geändert.

Die Software erkennt beim anstecken das Auto anhand seiner ID. Damit ist getrennte Abrechnung für mehrere Fahrzeuge möglich. Aus dem Polestar 2 kann der SOC ausgelesen und kann für die Steuerung der Ladung benutzt werden.

Mein Szenario ist wie folgt: Die Wallbox ist defaultmäßig gesperrt. Erst wenn ich den Polestar anstecke wird er erkannt und der Ladeanschluss automatisch freigeschaltet. Standardeinstellung ist bei mir PV Überschussladen. An dunklen Wintertagen, ist zu keiner Zeit ausreichender PV Überschuss vorhanden um die Ladung mit der Mindestleistung 1,3kW zu starten. Um einen eventuellen, zu geringen PV Überschuss zu mitzunehmen lade ich zeitgesteuert zwischen 11 und 15 Uhr mit 6A. Übersteigt der Überschuss diesen Mindestwert, wird selbstverständlich mit dem vollen Überschuss geladen.

Stecke ich das Fahrzeug mit einem SOC von weniger als 60% an, wird per Sofortladung mit 11kW der Akku auf 60% gebracht, danach wird automatisch auf Überschussladung zurückgestellt. Natürlich könnten die 60% in meinem Fall auch jeder andere SOC sein, das ist ja alles konfigurierbar.

Für mich ist das perfekt. Ich stecke das Auto an, muss mich um nichts kümmern und habe immer mindestens 60% im Akku. Wenn das Fahrzeug vor dem Haus steht nehme ich jeden PV Überschuss mit. Wenn es keinen PV Überschuss gibt muss ich eh Strom kaufen. Natürlich wäre wegen des zeitgesteuerten Ladens mit Mindeststrom nach ein paar Tagen der Akku voll wenn man garnicht fahren würde, aber dafür fahren wir genug.

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klingt spannend, aber der Invest von gut 2000 € für die OpenWB pro wäre für mich fragwürdig.
Oder gibt es die WB deutlich günstiger?

Dabei bleibt es nicht. Denn die Pro alleine funktioniert nicht. Da braucht es noch entweder eine vollständige standard Box, oder die Stand Alone Variante, was nichts anderes ist als ein Raspi mit der entsprechenden Software.

Natürlich gibt es viel billigere Ladelösungen, aber ich betrachte das als Investition in meine private Infrastruktur. Es ist ziemlich klar, dass es in unserem Haushalt keine neuen Verbrennerfahrzeuge mehr geben wird.

Und: Ich habe Spaß daran!

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