OTA für Assistenzsysteme P2

Hallo zusammen,

Bislang interessierter, stiller Mitleser stellt sich mir eine Frage bevor ich einen P2 bestelle:
Wie werden Verbesserungen und vor allem Erweiterungen der Assistenzsysteme beim P2 gehandhabt?

Von der amerikanischen Marke mit dem T werden die Updates regelmäßig aufgespielt und auch neue Funktionen frei geschaltet. Zuletzt die Ampel- & Stoppschilderkennung (beta).

Beim P2 gibt es z.B. den Pilot Assist, der in schnelleren und/oder schärferen Kurven aussteigt. Im Volvo Konzernbaukasten gibt es jedoch den Curve Speed Assist (CSA), der Kurven erkennen kann und das Fahrzeug abbremst, sodass es sicher die Kurve mit dem Lenkassistenten nimmt.
Wird das System verfügbar sein?
Werden andere, neue Systeme folgen?

Oder die verbaute Hardware (Kamera, Radar, etc.) von Voeneer, die laut Hersteller „scalable“ ist. Laut P2 Handbuch ist eine Radareinheit in der Mitte der Front verbaut. Habe gelesen, dass die nächste Ausbaustuffe ab ca. 2022 je eine weitere Einheit links und rechts vorne hat. Entsprechend mehr „sieht“ das System. Kann sowas nachgerüstet werden?
Auch der Chip/Prozessor, wie leistungsstark ist dieser oder in 2-4 Jahren werden die vielen Assistenzsysteme ihn überfordern?
Bei beidem der Vergleich zu T. mit dem „autonomes Fahren“ Paket, das sogar eine Hardwarenachrüstung umfasst.

Vielleicht weiß ja jemand mehr?
Habe hier aus dem Forum schon viele Infos ziehen können. :slight_smile:
Fände diesen Aspekt interessant, zumal sich Polestar mit dem P2 explizit als Alternative zum Model 3 positioniert.

Das wird dir wohl nur Polestar selber beantworten können. Aktuell fehlen ja schon angekündigte Funktionen immer noch. Da wire wohl nichts neues kommen. Wenn es so ist, wie bei anderen Herstellern, dann wird es eher so sein… kauf dir was neues, wenn du was neues willst. Aber da lasse ich mich gern überraschen.

1 Like

Man muss auch dazu sagen, dass Tesla schon heute Autonomes Fahren verkauft, dass sie noch nicht können. Die haben ganz klar die Absicht immer weiter in die Richtung weiter zu entwickeln. Polestar sehe ich nur in der Tradition von Volvo möglichst sicher zu sein, in der Hinsicht gibt es einiges an Assistenz, aber große Updates wird die Hardware nicht hergeben.

Das Android Auto OS ist zwar komplett neu und da wird es bestimmt einige Updates geben, aber was so an Hardware im Auto verbaut ist dürfte maximal die aktuelle Volvo Generation sein und nicht die kommende Generation. Eine Kamera, offenbar nur ein Radar, das ist maximal Durchschnittlich.

Natürlich ist das Spekulation oder eine Hoffnung:

Wenn Polestar schon den ganzen Aufriss mit OTA Updates zu den Steuergeräten und Android Playstore für das Center Display macht, dann sollten sie da auch moderne Angebote und Geschäftsmodelle ausprobieren.

Mit der derzeitigen Hardware-Ausstattung könnte Polestar durchaus noch sein paar weitere Assistenz-Funktionen als Upgrade anbieten?! Die könnte man durchaus als drittes Software Paket anbieten?

Ein automatischer, selbst lenkender Einpark-Assistent wäre mit der derzeitigen Hardware sicher kein Problem.
Vielleicht auch eine Hilfe zum rückwärts fahren mit einem Anhänger?
Das aus der Garage langsam rauskriechen über Fernsteuerung mit der Handy App geht bestimmt auch.
Wer diese Funktionen haben will, muss das Paket lizenzieren und bezahlen.

Und ja, auch ein eigentlich sinnfreier Retro-Tacho gehört in so einem Angebot dazu. Wenn Polestar mehr als die schon sprichwörtlichen zwei Programmierer hätte, wäre das auch kein großes Problem?! :wink:

Nebenbei: So ein Retro Tacho wäre auch ein cooles give-away für die verärgerten Kunden? Es mag so etwas wie ein „Ich war dabei T-Shirt“ sein, aber wenn wir Erst-Kunden im Fahrzeug einen Tacho „2020 - ich war dabei“ hätten - und sonst keiner, dann kämen doch einige von uns aus dem Grinsen nicht mehr heraus?
Auch umgekehrt: Polestar könnte den original Polestar Launcher für Smartphones anbieten. Wer die vier Kacheln mag, hat sie dann auch auf dem Handy! Total sinnfrei und überflüssig, aber mega cool für die, die das cool finden. Wir sind hier ja voll im Smartphone-Markt…

Klar, nur Apps ohne Bezug zum Fahrzeug wären mir deutlich zu wenig, aber wer so ein dusseliges Lagerfeuer (siehe T.) im Center-Display toll findet, der sollte es sich auch für den Polestar2 kaufen können.

Think Big!

1 Like

Das würde alles gehen, wenn dafür ein Steuergerät vorhanden ist, das dafür die jeweils nötigen Endpunkte verarbeitet. Das ein Auto selbst lenken kann heist nicht, dass es den Lenkwinkel anhand der Parksensoren steuern kann. Aus dem Volvo Baukasten wäre das der Park Assist Pilot. Ob das Steuergerät dafür vorhanden ist weiß ich nicht, wenn es das nicht ist lässt sich die Funktion auch nicht updaten.

Nur weil die einzelnen Hardware Komponenten das alles können ist nicht zwingend für Möglichkeit vorhanden das zu verbinden.

1 Like

hmm - bin auch noch kein Besitzer sondern Besteller aber zumindest eine Probefahrt hinter mir. Den Spurassistenten hatte ich auf der Autobahnausprobiert, war mulmig aber hat gut funktioniert. Dort gibt es natürlich keine engen Kurven.

Frage dann allerdings was das Auto macht, wenn so eine kurven kommt. Es wird sich ja nicht einfach abstellen, oder?

Ich hatte verstanden (oder mich falsch erinnert?), dass zumindest alle Fahr-Assistenten in einem (!) frei programmierbaren Steuergerät realisiert werden?

Eine Doku zur Konzeption der technischen Module des Polestar 2 wäre schon nicht schlecht. So eine Präsentation bekommen vermutlich alle Mitarbeiter aus den Werkstätten am Anfang der Schulung als Intro? Das wäre echt interessant…

Laut Anleitung vibriert er wohl noch kurz im Lenkrad bevor er einfach abschaltet. Der unterstützt wo er kann und wenn er nicht mehr kann gibt er auf, der Fahrer hält das Lenkrad deshalb immer fest und ist jederzeit bereit alleine zu arbeiten :wink:

Das ist die Tesla Methode, die nun schlauerweise von VW beim ID.3 kopiert wird, aber beim P2 hab ich davon noch nichts gelesen. Das AAOS hat ein neues Steuergerät, genannt VHAL, aber nur zur Kommunikation zwischen den klassischen CAN-Bus Steuergeräten und dem Android, aber das sollte eigentlich sonst keine Logik haben.

Das ADAS Steuergerät klingt schon ziemlich groß und danach, dass es alle Sensoren und alle Aktoren nutzen könnte.
Ob sich die Entwickler aber je mit automatischem längs Einparken und ferngesteuertem „aus der Garage fahren“ beschäftigen werden? Man weiß es nicht.

Zumindest „Freier-Parkplatz“-Erkennung steht auf der Feature Liste für das ADAS, aber vom Einparken ist nicht die Rede - das braucht wohl wieder Zusatzhardware. Das ADAS ist laut den Specs im aktiven Bereich auf ACC, Emergency Braking und Lane Keeping beschränkt, der Rest ist nur Erkennung. Braucht dann also wohl Zusatzhardware, das würde nur die Sicht des Autos für Ein- und Ausparken bringen.

Was am ADAS aber spannend ist: der P2 hat zwar die aktuellste Generation, aber es gibt diese Generation auch mit Stereo Cam und dadurch erweiterten Features :smiley: Da darf man natürlich fragen, ob das ein großer Fokus ist, wenn sie nur die günstige Variante verbauen.

1 Like

Mit etwas Geduld findet man schon ein paar mehr Infos: Die Präsentation von Veoneer ist ganz interessant.

Wir haben eine ADAS ECU von Veoneer - mit einem Zenuity Z1 Software Stack.

ADAS ECU

  • Mono-Vision Gen4
  • 2nd Gen. Object Det., Lane Det., Road Boundary, Free Space, Traffic Light Det., Support Object Enhanced Map
  • Lead launch:Polestar2

Zenuity Z1

  • Traffic Jam Assist
  • Lead launch: Polestar 2

Spannend, allerdings ist das die Frage ob da nur die Android Portierung fehlt, oder das nicht gedacht ist das komplette Feature-Spektrum des MV4 zu nutzen, es aber einfach aufgelistet wurde.

Traffic Jam Assist müsste doch schon aktiv sein, hatte zumindest im Frankfurter Stadtverkehr funktioniert.

Bei Ein-/Auspark Automatisierung seh ich aber weiter das Problem, dass der ADAS nur die Erkennung macht, aber nicht die Steuerung des Fahrzeugs.

Was ich noch Infos von Voeneer / Zenuity gesehen habe:


und https://www.veoneer.com/sites/default/files/ADASstrategy2.4.2020ConfCall.pdf

Generell fände ich einen Ausblick, was bei Polestar geplant ist, gut.
Denn: man will schliesslich wissen, was das Auto leisten kann und was es in naher Zukunft können wird. Bzw. woran gearbeitet wird.
Tesla schafft vieles derzeit nicht, aber es gibt ein klares Ziel, das verfolgt wird. Das gibt einem ein klareres Bild (wenn auch einiges davon gutes Marketing ist).

Irgendwann werden sich die Systeme angleichen - nur wann und welchem Fahrzeug wird was möglich sein? :slight_smile:
Will ja nicht nicht alle 2-3 Jahre ein neues Fahrzeug anschaffen und jeweils den Wertverlust verfahren. :wink:

Ich komme ja von Mercedes, da kenne ich mich nicht so sehr mit Volvo aus, aber das Foto zeigt recht schön, wie so ein Retro-Tacho aussehen könnte - und eine Uhr hat er auch, zusätzlich zu der im Center-Display.

Und jetzt weiß ich auch, dass der - sagen wir ungewöhnliche Play-Pause-Lautstärke-Knopf mit den paar Tasten keine Erfindung von Polestar ist. Das gehört bei Volvo so?! Wer hätte das gedacht.

Ein kleines Update, was ich noch finden konnte…
An sich „nur“ alte Dinge, aus der Launchpräsenation eine Feature-Liste

und aus dem „Safety Webinar“ die Aussage der Product Managerin, dass Systeme via Update verbessert und auch neue ergänzt werden können.

Bleibt die Frage, wie belastbar solche Listen und Aussagen sind, wie auch schon @Pako schreibt.

Abgesehen von der Limitierung durch die Hardware, kann ich mir vorstellen, dass auch das „Controlling“ eine Rolle spielt. Features aus den oberen Baureihen werden (noch?) nicht in den kleineren Baureihen eingeführt. Ist ja die 40er Baureihe von Volvo und nicht z.B. die 90er. Der Polestar 1 hat bspw. den Curve Speed Assist, den es derzeit ab der 60er gibt.

Ich stimme @pmd zu, das ist sicher alles gutes State-of-the-art an Assistenten dieser Fahrzeugklasse im Jahr 2020. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Vielleicht erwarten wir hier auch zu viel ab Start?

Falls jemand von Polestar mitliest: Eine Roadmap ist hier Gold wert. :slight_smile:
Ich merke, wie ich zögere und kann mir vorstellen, dass es anderen ebenso geht.

1 Like

btw, bin die Tage den P2 zur Probe gefahren und im Vergleich zum Tesla Model3 & dessen Autopiloten:

Der Tesla kann m.E. nach mehr. Nicht unglaublich riesig der Unterschied, aber man merkt einen Vorsprung bzw. der Tesla traut sich mehr. Wird auch an einem mehr an Sensorik liegen. Hatte das Gefühl, der Tesla hat die Situationen besser erkannt und auch darauf reagiert (wenn z.B. jemand sich einfädeln wollte, hat der Tesla ihn rein gelassen während der Polestar in solch einer Situation einfach weiter fuhr - auch in gewisser Weise sympathisch ;)), der Lenkassistent beim Tesla hat mehr Konfidenz vermittelt… Autonom ist der nicht, versucht einem aber möglichst viel abzunehmen. Der P2 will mehr selbst gefahren werden - ist wohl einfach ein anderes Ziel / eine anderer Ansatz dahinter. Der P2 legt den Schwerpunkt woanders.

Aber insg. hat der P2 auf der Stadtautobahn enge Kurven nicht allzu schlecht genommen. Die sind da wirklich eng, sind auf 60 km/h begrenzt und bei 10 Malen ist er „nur“ 3-4 Mal ausgestiegen. Ist okay.
Übrigens: ausgestiegen, ohne zu vibrieren. Habe extra auf die Einstellungen dazu geachtet. Aber vllt war die Vibration zu sanft für meine groben Hände.

Ich behaupte das ist nicht nur Meinung, sondern jederzeit objektiv erfahrbar, dass Tesla Marktführer und allen überlegen ist. Das ist auch recht einfach erklärbar, Tesla alleine kann seine Kundenfahrzeuge als Datenpools nutzen und so dauerhaft nicht nur mit ein paar Testfahrzeugen, sondern mit Zehntausenden Autos weltweit Daten sammeln, auswerten und als Verbesserung direkt updaten. Den Vorsprung holt niemand in den kommenden Jahren ein.

Die Vibration am Lenkrad bei Abschaltung hab ich bisher auch nur in der Anleitung gelesen, in der Praxis konnte ich es auch nicht selbst feststellen.

1 Like

Genau so wurde der P2 ja auch beworben!
Genau so will ich auch ein Auto haben, das ich selbst fahre!

Falls Polestar mitliest (schöne Formulierung):

Ich mag das Sortiment der Assistenten des P2. Ich fahre zur Zeit nur mit einem einfachen Limiter, der ist aber hoch funktional einstellbar. Ich freue mich auf SL, RSI und ASL. Ich freue mich auf ACC und Pilot Assist. Sie werden irgendwann bestimmt so gut funktionieren, wie andere sehr gut getestete ADAS mit identischer Mono Sensor- und Kamera-Technik auch. Das kann ich gut abwarten.

Ich verstehe aber nicht, warum RSI mit SL zum ASL kombiniert werden kann, warum aber die Infos der RSI nicht automatisch in die ACC übernommen werden können (konfigurierbar) - oder wenigstens per Knopfdruck am Lenkrad von Fahrer in die ACC aktiv übernommen werden können? Genau das möchte ich doch als Unterstützung!

Wenn ich in Deutschland teils mit und teils ohne Vordermann (auf der Landstraße) unterwegs bin, will ich die ACC permanent aktiv lassen. Dann müsste der P2 natürlich auch eine Verbindung von ACC und RSI haben!

Die Assistenten laufen laut der bekannten Infos vom Veoneer auf der „state of the art“ ADAS ECU von Veoneer und werden mit der Zenuity SW Plattform realisiert. Wenn das keine Ente ist, dann gibt es keinen technischen Grund gegen eine Verbindung von ACC und RSI…

Definitiv. Meine (leise) Vermutung ist, dass andere dieses Prinzip, dass sie ihre Flotte auf der Straße zum Lernen nutzen, auch von den anderen Herstellern und Zulieferern kopiert wird. Vielleicht auch Hoffnung, aber wäre irgendwie naheliegend.

Hm. Meine dort ein „ggf. durch Vibration“ gelesen zu haben. Eine zuverlässige Meldung wäre schon gut.

Ja, genau dieses Szenario.
Ich meine, Tesla hat das auch erst vor kurzem sauber hingekriegt (lag aber bei denen eher an der Schildererkennung, warum es bisher nicht da war). Und beim BMW Professional Paket (oder wie auch immer es heißt) bestätigt man manuell die erkannte Geschwindigkeit und dann übernimmt er diese ins ACC. Also: woanders geht aus auch. :slight_smile:

Heute ein Video vom Mercedes GLA zu Assistenzsystemen gesehen. Hat zwar eine Stereo Kamera, aber so stelle ich mir das in etwa auch im P2 vor.
Hier[Dieses Video. ](https://www.youtube.com/watch?v=fdhxcMmud_g)