Riskantes Laden

Ich hatte es etwas eilig und im akzeptablen Umkreis gab es nur Shell Recharge. Brandneue Säulen. Zwei waren auf rot und die anderen beiden grün, aber mit so komischem Flatterband.

Aber, wie gesagt, eilig und im Umkreis sonst nur Schnarchlader.

Also wacker rangefahren, freigeschaltet und Stecker abgenommen. Der sah mal anders aus. Da fehlt doch irgendwas?

Aber egal. Im Polestar kann man ja mit der Abdeckung den Stecker hoch- und einklemmen und er hat tatsächlich geladen.

Der Audi e-Tron, der während ich lud an die andere Säule fuhr, konnte nicht laden. Aus zwei Gründen: Da kann man den Stecker nicht extern einklemmen und der e-tron erkennt, wenn der Stecker nicht verriegelt wird (vermutlich fehlender Widerstand) und geht auf Störung.

Wenn ich da so nachträglich drüber nachdenke, dann ist der e-Tron da irgendwie sicherer gebaut. Denn wenn bei 375A der Stecker abgefallen wäre (die Verriegelung greift ja in die fehlende Kunststoffummantelung), wäre das ein satter Lichtbogen geworden.

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Wenn man sich schon Sorgen um die Sicherheit macht, stellen sich für mich zwei andere Fragen: Warum sind die zwei Ladepunkte überhaupt am Netz? Und da ich annehme, dass das von dir beschriebene „Flatterband“ ein Absperrband gewesen ist, und so wohl notdürftig signalisiert werden sollte, dass diese Ladepunkte eben wegen fehlender Teile gesperrt sind, warum benutzt man sie dann trotzdem? Da du ja richtig schlussfolgerst, warum das ganze gefährlich ist, und du dich dennoch dazu entschieden hast, den Ladepunkt zu benutzen, gehe ich davon aus, dass du das Risiko abschätzen konntest und somit selbst verantwortlich bist und nicht das Auto oder die Ladestation. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich an deiner Stelle dort nicht geladen, einfach weil ich dieses Risko nicht so ohne weiteres abschätzen könnte,. Aber du scheinst das ja für dich soweit ganz gut beurteilt zu haben, denn am Ende hast du deinen Poli (mit einem Trick) aufladen können und der e-tron ging eben leer aus… Kann jetzt jeder selbst entscheiden, welche Bauart hier der anderen überlegen ist.

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wäre bei uns in der Firma schon ein Kündigungsgrund… aktives Überbrücken von Sicherheitseinrichtungen bzw. Inbetriebnahme offensichtlich unsicherer Gerätschaften.

Ich hatte mal einen AC-Stecker, der wohl überfahren wurde und bei dem auch die Verriegelung kaputt war. Den hätte man auch im laufenden Ladevorgang abziehen können, daher dann lieber wo anders geladen.

Aber jeder wie er meint…steht halt dann wieder was in den Nachrichten zu „eAuto abgefackelt“

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