Suche: Polestar 2 in schwarz mit Plus-Paket – Budget 20.000 €

Hi zusammen,

ich bin neu hier im Club, bzw. will gerne beitreten :slight_smile: ich bin nämlich auf der Suche nach meinem ersten Polestar 2. Wir sind eine kleine Familie mit zwei Kindern nähe Karlsruhe/Offenburg und ich möchte endlich den Absprung vom Verbrenner machen. Nach langer Recherche und Probefahrt weiß ich inzwischen recht genau was ich will und meine Familie ist sich auch einig, dass es ein Polestar sein soll :grinning_face_with_smiling_eyes:

Was ich suche:

  • Farbe schwarz

  • Plus-Paket (Panoramadach ist uns wichtig)

  • Technisch einwandfrei, HU-fähig ohne offene Baustellen

Wäre schön:

  • Anhängerkupplung (lasse ich sonst nachrüsten)

  • Akkuzertifikat (ist kein Muss)

Völlig egal:

  • Laufleistung, auch 200.000+ km kein Problem

  • Optische Mängel, wie Lackschäden o.Ä

  • Standard Range oder Long Range

  • Single oder Dual Motor

  • Pilotpaket / Assistenzsysteme

Budget: bis 20.000 €, ich nehme gerne auch weitere Strecken auf mich und bin bei passendem Angebot bereit für eine schnelle Abwicklung.

Falls jemand sein Auto verkaufen möchte oder einen Tipp hat, ich freue mich über eine Antwort!

Viele Grüße

Michael

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Hallo Michael

Auch wenn du hier natürlich keine andere Antwort erwarten kannst: Der Polestar 2 ist eines der ausgereiftesten Elektroautos am Markt meiner Meinung nach. Das ist der Grund weshalb ich mich selbst nach 9 Monaten Überlegen dazu entschieden habe, nochmal einen Polestar 2 zu erwerben.

Ich kenne natürlich deine Anforderungen nicht, aber bei 20’000 € Budget würde ich unbedingt versuchen einen P2 nach dem Modelljahrwechsel (ab MY24) zu bekommen. Betrachte es so: Durch die erheblich gesteigerte Reichweite + Effizienz wäre sogar ein schlechterer SOH der Batterie schlussendlich immer noch besser (schau trotzdem, dass du mindestens 90-92% bekommst).

Aus Batterie-Entwicklersicht meine Meinung für die Lebensdauer des Fahrzeugs:

  • Erster Abfall auf 97-95% SOH kommt immer sehr schnell, danach verlangsamt sich die Alterung bis 90% SOH.
  • Bis runter auf 80% SOH kann man etwa die doppelte Nutzungszeit veranschlagen wie von 100-90% SOH.
  • Alles darunter bis 70% SOH (bei sehr umsichter Nutzung, also wenig Schnelladen, Standzeiten unter 60% SOC einplanen, >80% SOC laden vermeiden) ist so lange, dass vorher alles andere kaputtgeht. 1 Mio. km ist locker möglich aus Batteriesicht, wer entsprechend handelt.

Wenn dir der SM reicht, hast du ab MY24 auch Heckantrieb und eine super Reichweite. Ich würde auf keinen Fall die kleine Batterie nehmen, der Aufpreis zum LR ist mehr als jeden € wert. Denn auch wenn du weniger Reichweite brauchst:

  1. Nutzt du die Batterie dann in einem engeren SOC-Fenster (also z.B. nur von 20-60%)
  2. Die gleiche Leistungsentnahme aus einer grösseren Batterie belastet diese signifikant geringer (beim Laden und Fahren)
  3. Du hast im Zweifelsfall (z.B. kalte Batterie), mehr Rekuperationsreserve
  4. Bei gleichen Jahres-km macht die grosse Batterie weniger Lade/Entladezyklen.

All diese Punkte verringern die Degradation der Batterie in Summe massiv.

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Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deiner definitiv guten Absicht. Ein P2 mit Plus-Paket ist definitiv ein sehr gutes Allround-E-Auto. Ich glaube aber, dass 20.000 € für ein vernünftiges Auto aktuell noch etwas tief angesetzt ist.

Aber je nach dem, wie eilig du es hast: Im kommenden Frühling wird der komplett neue P2 präsentiert werden. Das dürfte zu einem Sprung der Gebrauchtpreise nach unten führen.

So oder so: Viel Erfolg bei deiner Suche und hoffentlich in Zukunft allzeit gute Fahrt im P2.

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Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Experteneinblicke auf Batteriekapazität und -lebenszeit :blush:

Die Vorteile der Long Range Variante leuchten mir absolut ein, den Unterschied im SoH den die größere Batterie bei gleicher Laufzeit hat war bei mir gar nicht so sehr in der Rechnung drin, ich hatte mich eher an meinem Alltagsbedarf orientiert. Ich werde schauen, dass ich die Standard Range Optionen vermeide. Bei meinem Budget von 20.000 € werde ich beim MJ24 aber wohl noch etwas Geduld brauchen, vermutlich sogar bei MJ21/22. Ich habe vereinzelt schon Angebote entdeckt, die sehr nah dran lagen, bei denen aber die Farbe nicht gepasst hat, oder das Auto bereits reserviert war.

In jedem Fall habe ich mich schon auf etwas Wartezeit eingestellt :slight_smile: mal sehen ob ich mich bis zum neuen Release im Frühjahr gedulden muss, ist auf jeden Fall ein guter Tipp, dort ggf. noch mal gezielt nachzuschauen wenn es jetzt nichts wird :+1:

Ich hoffe ich kann deine Tipps zur Akkupflege dann bald in der Praxis anwenden! :crossed_fingers:

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Hallo Michael.
Da ich selbst ein wenig den Gebrauchtmarkt im Auge habe, muss ich dir hier leider mitteilen, dass du beim angepeilten Budget noch eine längere Wartezeit haben wirst. Bis Februar 26 hättest du evtl. Glück haben können, aber spätestens seit April ist der Gebrauchtmarkt bei BEV im günstigeren Preissegment praktisch leergefegt. Das betrifft leider auch Modelle wie den Polestar 2.

Das ist auch prinzipiell eine sehr gute Herangehensweise. Wenn Du/Ihr nur sehr selten längere Strecken fahrt, dann sehe ich auch keinen wirklichen Hinderungsgrund für den kleineren Akku. Bis MJ2022 (?) gab es allerdings noch eine Variante mit 64kWh - von der würde ich tatsächlich eher Abstand halten, denn die hat eine sehr unterirdische (DC-)Ladeperformance. Das muss man sich dann schon gut überlegen und der Preis sollte das berücksichtigen.

Eigentlich gibt es da beim Polestar 2 wenig zu berücksichtigen, die Akkus sind in diesem Modell sehr langlebig. Ich habe selbst ein DM von 2021 und beachte eigentlich nur eine Sache - möglichst den Ladebereich von unter 10% bzw. über 90% meiden (im Alltag - auf Langstrecke kommt das gelegentlich vor, aber da bleibt der SoC ja nur sehr kurze Zeit in diesem Bereich).

Es ist aber auch ein wenig von der Fahrleistung abhängig. Ich denke, dass ich mit meinem die 200.000km in 10 Jahren Nutzungszeit (dann ist er 13 Jahre alt) gar nicht erreichen werde. Von daher bin ich beim Thema Akku auch völlig tiefenentspannt. :innocent:

Willkommen :slight_smile:

Deine Überlegungen klingen alle sinnvoll.

Nachdem ich mit meinem Polestar 2 in den letzten 2 Monaten 3 Strecken je >1000 km pro Richtung hatte, möchte ich folgendes in den Ring werfen:

Planst Du keine oder nur sehr seltene weite Fahrten? Falls Du doch Urlaubsfahrten machst, möchte ich Dir anraten, Pilot Assist nochmal zu überdenken. Ich bewerte den Nutzen und das Plus an Komfort als massiv. Falls Dich in dem Zusammenhang negative Foreneinträge verunsichern, kann ich bei der aktuellen Software 5.0.10 aus meiner Sicht sagen: Der adaptive Tempomat funktioniert perfekt fehlerfrei. Spurhalten wurde in den letzten Versionen entscheidend verbessert, ist nicht perfekt, aber sehr gut nutzbar. Um nichts in der Welt möchte ich diese Funktionen missen!

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Denke auch dran, dass die Frontantrieb-Single Motor Modelle maximal 160 km/h fahren. Das kann im deutschen Verkehr schon mal ein bisschen zu wenig sein :winking_face_with_tongue:

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Ist zwar etwas off-topic, aber was meinst Du damit genau und was ist der Hintergrund?

Vielen Dank!

Wenn ein Elektroauto eine längere Standzeit hat (typisches Beispiel: Man ist drei Wochen im Urlaub und der Wagen bleibt solange unberührt in der Garage/Carport/Stellplatz/Flughafenparkhaus) dann fühlen sich die Batterien mit Ladestati zwischen 40-60% am wohlsten.

Ich hoffe, das ist es, was ARC gemeint hat :grin:

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Bei uns in Österreich sind die Gebrauchtwagenpreise momentan wahrscheinlich sogar besser als in D - hier einer der zu Deinen Wünschen passt:

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwagen/d/auto/polestar-sonstige-long-range-79-kwh-dual-motor-mwst-ausweisbar-2112467116/

Ich würde dringend zum Facelift raten, ab 2024. Ja, der ist nicht im Budget, war meiner auch nicht. Aber mit dem Angebot (das gibts wohl aktuell nur mehr für lagernde Fahrzeuge) und der 0.9% Finanzierung hab ich ein neues Auto um 49000€ mit fast Vollausstattung, mach mir keine Sorge um den Akku (meist bei Firmeleasing überhaupt nicht geachtet wurde) und kalkulierbare monatliche Kosten. Zudem ist die Technik im Wagen auch wenn es eine alte Konstruktion ist 1a.
Ich fahre den Wagen mit 12kw in der Stadt, 18kw auf der Autobahn und hab in den 3000km die ich bereits gefahren bin einen Verbrauch von 14,5kwh - und das mit dem DualMotor; der Alte soll wohl noch so einiges mehr brauchen…

Es gibt keinen ernsthaften Grund, das Vor-Facelift in Abrede zu stellen. Ich bin mit meinem PS2 fast vier Jahre lang ohne ernsthafte Mängel unterwegs gewesen.
Neuer ist in der Regel immer (mehr oder weniger) besser, aber auch teurer:

Der Threadersteller war doch recht eindeutig:

Und dass dieses Budget funktionieren kann, sieht man doch am Beitrag zuvor.

Ja genau, ich hatte gemeint, dass man generell in den Standzeiten des Autos versuchen sollte unter 60% zu bleiben. Also am besten sogar 50% oder drunter. Jeder muss selbst entscheiden natürlich, inwiefern das den Komfort einschränkt, aber wenn das Fahrzeug in seinem Autoleben die allermeiste Zeit unter 50% SOC hatte, hat man sich den Anteil der kalendarischen Batteriealterung mindestens halbiert.

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Jemanden mit einem Budget von 20.000 € zu einem Auto für 49.000 € zu raten … dazu sage ich lieber nichts. Wie viele Kilometer soll er denn fahren, um die höheren Anschaffungskosten bei einem angenommenen höheren Verbrauch von 5 kWh/100 km wieder rauszufahren?

Meiner Meinung nach sollte niemand in Erwägung ziehen, ein veraltetes Auto wie den Polestar 2 zu dem Preis zu kaufen. Für das Geld bekommt man einen brandneuen Zeekr 7 GT.

Gerne meine Bemerkungen zum 7 GT:
Den hatte ich auch bereits angeschaut, er scheint aber auffallend ineffizient zu sein.

Die Reichweiten des 7GT AWD und RWD entsprechen fast genau den P2 Performance und P2 SMLR Äquivalenten.

Allerdings hat der 7 GT eine 25% grössere Batterie (100 kWh vs 82 kWh, ebenfalls NMC) und generell wiegt er erheblich mehr: 250-300 kg. Der 7 GT ist zwar auch ein wenig grösser als der P2 (was Vor-oder Nachteil sein kann je nach Bedarf), aber die Effizienz scheint erstaunlich miserabel. Das liegt auch nicht an der etwas höheren Antriebs-Leistung, die allgemeine Fahrzeugarchitektur- und Abstimmung scheint gar nicht ausgereift zu sein - lediglich „günstig“ gemacht.

Und das alles trotz grosser Batterie, 800 V Technik und „windschnittigem“ Design, soviel zum Thema, was wie effizient und „state-of-the-art“ ist.
Ein solches Fahrzeug (in der Polestar 2 Klasse) müsste auf jeden Fall eine um mindestens 100 km grössere Reichweite haben und 100-200 kg leichter sein.

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Nochwas zum vor-Facelift: Ich bin ein solches als Mietwagen bei einer Urlaubsfahrt nach Schweden gefahren. Jetzt habe ich ein Facelift im Leasing.

Beide waren sparsam zu fahren. Kein Grund, deswegen das Budget mal eben mehr als zu verdoppeln.

Vor Facelift hat zudem einen erheblichen Vorteil: die Motoren sind nicht zu hören. Nach Facelift sind die Motoren fast ständig hörbar, das macht einen echten Unterschied.

Und die Angst vor schlechten Akkus ist a) unbegründet bzw. massiv übertrieben und lässt sich b) mit einfachen Tests ausschließen.

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diese Diskussion wollte ich nicht haben, entschuldigt; aber genau die selbe Herausforderung die der TE hat, mit dem selben Budget usw. hatte ich auch, und ich habe mich dann eben für den neuen P2 entschieden. Der ist selbst als in die Jahre gekommenes Auto definitiv nicht veraltet - Polestar hat sich mit dem FL da einiges angetan. Aber klar, wer geil ist auf Werte wie 800v, Ladeleistung usw. - dann muss man wohl alle paar Jahre mal was neues kaufen. Ist aber genau so unsinnig einen potentiellen P2 Käufer zu raten einen Zeekr zu kaufen, ich sehe da schon noch einen eklatanten Unterschied. Der Zeekr kann man wsl. mit dem P4 vergleichen, der dürfte ja auch eher im fernen Osten angesiedelt sein, als der P2.

Vergiss den Zeeker, darum geht es in meiner Kernaussage nicht. Es geht ausschließlich darum, dass es Unsinn ist, jemandem zu raten, sein Budget von 20.000 € auf 49.000 € aufzublasen.

Den Nutzer zum MY24 ind aufwärts zu raten ist voll in Ordnung.

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Vielen Dank für eure Vorschläge, ich glaube beim Thema Auto hat jeder seine eigene Vorstellung was richtig ist. Für mich steht definitiv fest, dass ich keinen Kredit aufnehmen möchte und so bald wie möglich auf Elektro umsteigen will. So kam dann eben Budget, Modell und meine Anforderungen/Vorstellungen zustande. Ganz illusorisch war meine Vorstellung ja nicht wie sich gezeigt hat.

Tatsächlich habe ich inzwischen ein passendes Angebot von einem Händler in den Niederlanden gefunden. Ich muss zwar auf einige Features aus den neueren Modellen verzichten, weil es eine Launch Edition ist, habe aber einen LRDM mit 190kkm inklusive Anhängerkupplung bekommen. Das Pilot Paket ist auch dabei, also musste ich gar nicht so viele Abstriche machen.

Wird zwar eine längere Reise um das Auto abzuholen, aber ich freue mich schon richtig auf die Überführungsfahrt Ende nächsten Monat, ich werde euch ein Update geben :slightly_smiling_face:

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Bei den aktuellen Spritpreisen reicht 160km/h oft aus :rofl: wenn mehr, dann hätte ich lieber locker über 200 km/h :+1: