Tagestripp mit IONITY-Ladeerfahrung

Gestern haben wir spontan einen Tagestripp in die Nähe von Bergen aan Zee in den Niederlanden unternommen. Meine Auszeit begann wie auch beim letzten Tripp schon bei der Abfahrt. Ca. 280 km. Am IONITY-Charger bei De Knoest die kurze Bio-Pause genutzt, um nachzuladen. Bei 40% SoC leider nur 74 kW Leistung, und von dort ging’s abwärts auf 54 kW bei 79%. Ich frage mich, ob es am PS2, an der Ladestation oder der Temperatur (18 Grad Celsius Außentemperatur, vorher ca. 90 Minuten mit 110 km/h gefahren) lag. Das Gute war, dass die 80% erreicht waren, bevor die Familie bereit war, weiterzufahren. Am Ziel mit ausreichend SoC angekommen, um auf der Rückreise wieder an einem IONITY-Charger zu laden. Am Zielort wurden wir ab mittags mit Sonne belohnt und der Strand war schön leer. Hier sind diese Bilder entstanden:


Auf der Rückreise musste ich dann Google Maps überlisten: Ich wollte unbedingt am IONITY-Charger „De Kroon“ laden, jedoch hat Google mir diesen nicht als Ladepunkt angeboten, da Google andere Strecken vorgeschlagen hat. In ABRP hatte ich „De Kroon“ als Ladestopp geplant, doch nachdem ich den Plan an Google Maps gesendet hatte, waren dort Zieladresse und Zwischenstopp vertauscht. Also habe ich in Google Maps kurzerhand „De Kroon“ als Ziel eingegeben. Kurz vor Ankunft an der Ladestation dann unseren Zielort, damit ich wusste, auf wieviel Restreichweite ich nachladen muss (Frage: Der Akku wird noch nicht vorkonditioniert, oder?) Beide, „De Knoest“ und „De Kroon“ liegen auf einer Autobahnraststätte, sind also grundsätzlich einfach anzufahren, dort aber nicht konsequent ausgeschildert. Dort waren auch Fastned-Stationen, die noch einfacher zu finden und vor allem auch beleuchtet waren. Da ich für 35 €ct mit IONITY laden wollte, habe ich Fastned ignoriert. Bei „De Kroon“ ging es bei 18% SoC hoffnungsvoll los: Schnell waren wir bei 143 kW-Ladeleistung, das allerdings nur wenige Sekunden, dann wechselte es innerhalb von weniger als jeweils einer Minute auf 68 kW, dann 90 kW, dann 104 kW, dann 58 kW. So erratisch ging es weiter, während wir für die verbleibenden 170 km auf 210 km Reichweite nachgeladen haben. Die Wartezeit haben wir uns mit folgendem Ausblick verkürzt:



Die restliche Heimreise war erfreulich ereignislos. Google sagte zunächst, wir würden mit 0% Restreichweite ankommen, während das Fahrerdisplay eine ausreichende Reichweite zeigte. Als Grund für die Abweichung vermute ich, dass Google von der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ausging, während der Boardcomputer mit meiner bisherigen Geschwindigkeit von 100-110 km/h gerechnet hat. Nervös war ich deshalb nicht, da Google bei mir bisher immer pessimistisch war. Angekommen sind wir dann mit 110-135 km/h mit 6% SoC. Eigentlich hätte ich da längst die Schildkröte erwartet, aber die hat sich nicht gezeigt.

Fazit:

  • Google Maps braucht dringend einen besseren Filter der Ladestationen, Ladegeschwindigkeiten und Netze, damit die Routenplanung müheloser verläuft.

  • eine bessere und stabilere Ladekurve ist mein dringendster Verbesserungswunsch.

  • Beim nächsten Mal probiere ich Fastned, höhere Kosten hin oder her. Ich hatte beim letzten Tripp mit EnBW geladen, dort zwar auch keine Traumladekurve erreicht, aber immerhin nicht so schlechte Performance wie diesmal mit IONITY. Woran es lag, kann ich nicht sagen, daher beim nächsten Mal Fastned zum Testen und Vergleichen.

  • Das Fahren an sich: großartig. Performance satt, Ruhe (außer von der Rückbank), toller Fahrassistent. Und bei 110 km/h auf der niederländischen Autobahn traumhaft leise.

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Schöner Bericht. Ich glaube, dass die geringe Ladeleistung an der Ladesäule hing.

Mein Wunschfeature wäre, dass Google auch negative Restladung bei Ankunft zeigen würde. Wenn er 0% anzeigt, weiß man nicht, ob 1% oder 30% fehlt. Ich verbrauche in der Regel weniger, als Google schätzt. Wenn ich dann die nächste Ladesäule mit -2% erreichen soll, dann wüsste ich gleich, dass es passt.

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Danke für den schönen Bericht.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie es uns als Team „Nordlichter“ auf dem E-Cannonball am 25. Sept. von Berlin nach München ergeht.
Rainer

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das Wichtigste für Google Maps wäre die Beschränkung auf die Art der Ladesäule einstellen zu können, d.h. wenn ich nur Schnelllanden will bei der Langstrecke,d ann müsste das auch einstellbar sein > 150KW

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Also nur “sehr schnell”. Mittel und langsam ist eh :roll_eyes:

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