Thema Versicherung - Wallbox WEG

Hallo,

Ich bin gerade dabei das Thema Wallbox bei der WEG auf die TO setzen zu lassen.

Jetzt möchte der HV im Vorentwurf, dass ich zustimme zusätzliche Versicherungsprämien durch eine Wallbox zu tragen.

Meine Internet Recherche ergab, dass dies eigentlich nicht notwendig ist, da die Gebäude oder KFZ Versicherung bei einem Brand greifen würden. Meine Sorge ist nun zum einen, dass der Hausverwalter lieber einfach irgend ne unnötige Police zu meinen Ungunsten abschließt, obwohl es vllt nicht nötig wäre.

… und dann hätte ich die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob ich mit einer fest installierten Wallbox lade oder mit einer hochwertigen mobilen Wallbox an einer Drehstromdose?

Ich frage deshalb, weil ich was gelesen habe das die Versicherung nur greift, wenn die Wallbox fachkundig installiert wurde. Aber ich lass ja keinen Elektriker anfahren, der mir dann den Stecker in die CEE16 steckt?!

Kennt sich hier vllt jmd aus von euch?

Hi, der richtige Ansprechpartner ist hier der Versicherungsagent oder -makler. Denke es wird keine allgemeingültige Aussage geben die für alle Versicherungen gilt - die einen werden einen Prämienaufschlag verrechnen, die anderen decken das einfach so ohne Mehrprämie.

Übrigens: Die Kaskoversicherung sollte bei einem Brand jedenfalls eintreten. Außerdem deckt meine Kaskoversicherung (ohne Aufpreis!) auch Schäden durch Überspannung und Blitzschlag beim Laden. Empfehle ich abzuklären, denn es kann arg teuer werden wenn das Auto mal über Nacht lädt und zufällig gerade ein Gewitter drüberzieht.

Eine zusätzliche Versicherung war in unserer WEG kein Thema, auch vom Verwalter kam nichts in diese Richtung.

Bei uns auch nicht. Ich hatte nur nachgefragt, ob evtl. Vandalismusschäden versichert sind. Es wurde dann aber bestätigt, dass hier auch die Gebäudeversicherung eintritt, da die Wallbox bei mir fest mit der Wand der TG verbunden ist.

Da es hier ja um eine WEG geht, läuft das alles über die HV. Ich kann da nicht selbst aktiv werden.

Der HV selbst ist kein Freund der e-Mobilität und legt mir eher Steine in den Weg.

Also wird es wohl sinnvoll sein proaktiv den HV zu bitten die Unterlagen der Gebäudeversicherung zu prüfen, ob eine mobile oder fest installierte Wallbox von der Versicherung abgedeckt ist.

Falls nicht hoffe ich mal, dass da keine Unsumme an Kosten auf mich zu kommt für die zusätzliche Absicherung.

Wenn du jemanden aus dem Verwaltungsbeirat kennst, frag den Mal.
Der kann auf die HV einwirken und auch die Versicherungspolicen einsehen.
Evtl ist der ja Emobil positiv eingestellt.

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Den kenne ich tatsächlich. Der hat zwar auch mit E-Mobilität nichts zu tun, aber ist zumindest umgänglich. Aber die Zeit eilt jetzt etwas. Ich formuliere gerade den Punkt für die Tagesordnung.

Ich schreib das jetzt einfach mal so wie es mir entgegen kommt und schaue dann was der HV dazu sagt. Eigentlich hat eine mobile Lösung für mich nur Vorteile. Aber wenn deswegen die Versicherung net greift, wäre das ärgerlich.

Nehm den Beirat einfach CC.
Kostet nix und hilft falls es Rückfragen gibt.
Kenne ich, bin selbst Beirat!

Das ist ne gute Idee. Das mache ich.

Ich erkläre nun nochmal im Begleitschreiben, welche Vorteile ein Drehstromanschluss hat mit mobiler Ladelösung und hoffe, dass er das so akzeptiert. Weil dann hätte ich soweit ich das als Laie verstehe, bis auf die mobile Wallbox, keine unnötigen Kosten, wenn es später zum gemeinschaftlichen Ausbau kommt.

Weil wenn ich jetzt ne feste Wallbox einbauen lasse die zwar Lastmanagement usw kann unterstützt, dann in ein paar Jahren aber ein anderes System bei den Nachbarn zum Einsatz kommt, dann muss ich vllt nochmal die Wallbox und evtl. mehr durchwechseln., Das will ich vermeiden.

Aber gut. Schicke es morgen denke ich raus und dann sehe ich was HV und ggfls die Versicherung sagt.

Danke

Hast du denn einmal nachgefragt, ob es den jetzt schon andere mit Interesse gibt, so dass man gleich die endgültige Lösung einbauen könnte?

Vor zwei Jahren was das Thema bei uns in der ETV. Damals wollte fast keiner mitmachen, so dass wir mit Mühe und Not vier Parteien zusammenbekommen haben, damit gleich eine Lastverteilung eingebaut werden konnte. Zwischenzeitlich sind jetzt noch zwei zusätzliche dazubekommen, so dass unserer genehmigten 22 KW damit schon voll sind um gleichzeitig laden zu können.

Bei uns wurde in der Vorlage mit aufgenommen, dass im Falle einer großen Lösung zurückgerüstet werden muss und eine anteilige Erstattung erfolgen muss.

Da ich selbst noch nicht dort wohne, ist vermietet, habe ich leider keinen wirklichen Kontakt, außer zu meinem direkten Nachbarn. Aber so wie ich die Leute einschätze und wie die Stimmung bei Kauf 2020 war, denke ich nicht, dass da jetzt wirklich jemand aufspringen wird. Irgendwann halt mal.

Aber ich hab heute den ganzen Tag nochmal recherchiert und werde wohl doch auf eine fest installierte Box eingehen. Einfach weil das vermutlich einfacher durchzuboxen ist. Ich muss nur irgendwie versuchen zu regeln, dass ich bei späterem Ausbau meine Box behalten darf und das ich jetzt nicht für die anderen in Vorkasse gehen muss für etwas, was erst später gebraucht wird (wie das lastmanagement)

In dem Entwurf der mir vorliegt stehen halt solche Sätze:

ac) die Anlage ist so einzurichten, dass bei drohender Überlastung des Stromnetzes der WEG-Anlage die Leis- tungsabnahme gedrosselt wird. Präventive erforderliche Brandschutzmaßnahmen werden durch den Antrag- steller getragen. Elektrische Anschlussleistung ist durch eine Elektrofachkraft bzw. einem Fachplaner für Elekt- rotechnik vor Ausführung der Arbeiten zu überprüfen.

Das klingt dann alles für mich als muss ich hier mit 10.000 € rechnen - dabei braucht es eigentlich ja nur ne Leitung zu meinem Stellplatz. Leerohr ist ja schon da.

Bei uns (5 Parteien) gab es 2021 wegen Corona keine Eigentümerversammlung.
Daher habe ich von allen Eigentümer eine Unterschrift das sie gegen die Installation der Wallbox nichts einzuwenden haben.

Bedingung: Die Wallbox wird von einem Fachbetrieb installiert und ich habe mich verpflichtet das sie beim Auszug wieder fachgerecht deinstalliert wird.

Ich habe sie natürlich auch gefragt ob sie im Zuge der Installation evtl. Interesse haben zumindest eine Leitung zu verlegen, da dann eine spätere Installation günstiger wird.
Keiner hatte Interesse.

Die Wallbox ist an unserem Stromzähler angeschlossen und mit einer zusätzlichen Sicherung im Stromkasten gesichert.
Wir haben einen dynamischen Tarif bei Tibber, ca. 3/4 unseres Stromverbrauchs landen in unseren 2 E-Autos.

Es gibt keine zusätzliche Versicherung und eine jährliche Überprüfung der Installation durch einen Fachbetrieb ist meines Wissens auch nur bei Firmen notwendig.

Gruß aus Nordhessen
Ralf

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Hallo Ralf,

das ist richtig gut bei dir gelaufen.

Bei mir ist es halt doof, da der HV sich scheinbar so ein Muster von 2021 geladen hat und da wird alles an Kosten und Risiko usw direkt auf mich abgeladen. Lastmanagement bei 1 Säule usw.

Ich werde heut Abend jetzt mal noch ne Rundmail an alle Miteigentümer schreiben in der Hoffnung, dass ich sie vllt einschätze und doch durchaus jemand Interesse hätte. Werde dem Verwalter dann am Dienstag antworten denke ich.

Hallo,

vllt. kann ich Dir noch ein paar Anregungen geben?

  1. E-Mobilität bzw. die Installation einer Wallbox gehört zu den privilegierten Maßnahmen und darf Dir nicht verwehrt werden, aber in der Ausführung darf die ETG mitreden, sprich Nachweis der fachlichen Installation etc.

  2. Check die Versicherungslage mit Deinem Versicherungsmakler, er/sie kann Dir Auskunft geben.

  3. Hast Du den Hausanschluss prüfen lassen? Gerade bei Bestandsobjekten kann es sein, dass nicht genügend Leistung anliegt. Hier liegt auch meistens die Sorge der Miteigentümer begründet, dass auf einmal „die Lichter“ ausgehen, wenn Du lädst. Ggf. muss Du bei Deinem Netzbetreiber eine Leistungserhöhung beantragen. Diese Kosten musst Du erst einmal tragen und kann später bei weiteren Nutzern umgelegt werden. So wurde es bei uns geregelt.

  4. Ich habe mir auf Empfehlung eines Fachbetriebes eine zusätzliche Unterverteilung incl. Absicherung installieren lassen. Dies hat auch den Vorteil U.U. einen weiteren Stromzähler zu installieren, falls Du eine separate Abrechnung benötigst.

  5. Bei der Installation das Datenkabel nicht vergessen, damit bei weiteren Installationen von Wallboxen in der ETG das dynamische Lademanagement umgesetzt werden kann.

  6. Der ADAC hat seinerzeit ein Musterschreiben aufgesetzt, welches Du als Antrag für die ETV nutzen kannst. Damit bist bei der Formulierung Deines Antrages im Minimum inhaltlich abgesichert.

Ich drücke die Daumen. BG Andreas

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Hallo Betzerei,

ich habe eine moblile WB von MENNEKES im Einsatz, weil ich keine Möglichkeit zur festen Installation habe. Das funktioniert gut, aber die Ladeleistung ist auf eine Phase, 16 A beschränkt. Für Deinen Einsatz vermutlich nicht empfehlenswert.
(meine 2 Cent dazu)
Gruß, Peter

So, ich danke euch allen für euren input!

Meine Überarbeitung an den HV ist raus. Mal sehen, ob das so akzeptiert wird.

Auf meine Mail an die anderen Eigentümer kam nur eine Antwort mit der Frage bzgl. der Kosten - aber die kann ich seriös ja nicht beziffern, ohne dass ein kostenpflichtiges Angebot für eine „große“ Lösung eingeholt wird.

Schade - da ist wohl einfach kein Interesse da.

Ich bin in dem Thema auch gerade drin.
Unsere HV ist offen gegenüber E-Mobiltät eingestellt. Und zum Glück auch einige andere Eigentümer.
Schau Dir mal die Lösung der Firma Lade GmbH aus Mainz an. Ich habe über die bzw. ein Partner Elektrounternehmen ein Angebot erhalten.
Das konnte ich aufschlüsseln und entsprechend ausrechnen was die einzelnen Ladepunkte kosten und was das Lastmanagement System kostet.
Mit der Info gehe ich in die Eigentümerversammlung und versuche die Eigentümer zu überzeugen das Lastmanagement System über die WEG installieren zu lassen und die einzelnen Ladepunkte dann über den jeweiligen Eigentümer. Vorteil des Systems, es kann dynamisch ausgebaut werden wenn in der Zukunft weitere Eigentümer sich für Ladepunkte entscheiden.
Laut der Aussage unserer HV, ist das Angebot deutlich niedriger als bei den anderen Anbietern die immer sofort eine Komplettlösung verkaufen wollen.

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Die Kosten kann man wirklich nicht beziffern. Das eigentliche Managementsystem wurde vom Elektriker auf 800 Euro beziffert. Richtig teuer waren die steuerbaren Wallboxen von Mennekes mit um die 1000 Euro und dann noch die Verkabelung. Jeder von uns hat über 4.000 Euro bezahlt.
Mit weiterem Ausbau wäre ich vorsichtig „Werbung“ zu machen. Uns wurden z. Zt. nur 22 KW genehmigt, was heißt, dass max. 6 Wallboxen gleichzeitig betrieben werden könnten und dann mit der dreifachen Ladezeit. In der TG sind hingegen 34 Stellplätze. In Folge wäre wohl eine Verstärkung des Hausanschlusses notwendig, der vor zwei Jahren schon mit rund 20.000 Euro beziffert wurde. Wenn es mal soweit ist, wird es den nächsten Ärger geben.
Aufgrund eines sehr schlechten Stromtarifes lade ich derzeit noch mit Elli auswärts oder bei Aldi. Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, ob sich die Investition in die eigene Wallbox wirklich gelohnt hat. Für den Betrag hätte ich viel auswärts laden können. Letzendlich ist es nur die Bequemlichkeit vorallem bei schlechtem Wetter.

Das hängt wohl davon ab, wo die nächste Säule ist und wie du es verbinden kannst. Von meiner Seite aus ist die große Lösung mangels Interesse damit raus und ich hoffe, es gibt bei der Versammlung keine negative Überraschung und ich bekomme meine Lösung einfach durchgewunken.