Um 16:30 Uhr löst der FI-Schutzschalter aus

Heute scheint die Sonne, meine PV-Anlage produziert Strom und der Speicher ist zu 100 % aufgeladen. Also kommt das Auto an die Steckdose, mit dem von Polestar mitgelieferten Ladekabel für die Schukosteckdose.

Immer in genau dieser Konstellation wird exakt um 16:30 Uhr der FI ausgelöst. Das ist jetzt gerade eben wieder passiert.

FI wieder einschalten, alle Uhren neu stellen und der Spuk ist vorbei. Bis zum nächsten sonnigen Tag…

Polestar, welche Gremlins sind da noch in dir versteckt?

P.S.
Für die Wallbox produziert die Anlage nicht genügend Überschuß von 4 KW. Ob da dann auch um 16:30 Uhr der FI ausgelöst werden würde…?

Mit einem 1-phasigen Typ 2-Kabel kannst du auch mit nur 1,32 kW von der Wallbox laden, allerdings dann mit maximal 7 kW. Ich nutze das 1-phasige Kabel bei „normalem“ Wetter, das 3-phasige Kabel nur bei „Sonne satt“, wenn ich sicher sein kann, dass ich die 4 kW auch von der PV-Anlage bekomme.

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Ich könnte mir vorstellen, dass es eine Kombination mit einem anderen Verbraucher ist welcher um 1630 schaltet? Es ist nicht unmöglich aber für mich schwer vorstellbar dass der FI nur wegen dem Polestar immer zur gleichen Zeit ausschaltet. Welche Uhren stellst du jeweils neu?

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Ich vermute mal den Radiowecker im Schlafzimmer etc.?

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Yepp, alle Uhren, die kein Funk haben. Backofen etc.

Sowas einzugrenzen kann beliebig kompliziert werden.
So wie Du das beschreibst, scheinen zwei Faktoren notwendig zu sein, damit der FI fliegt.

Es könnte zum Beispiel sein, dass der 230V Lader einen erhöhten Fehlerstrom aufweist, der aber noch unter der Auslöseschwelle liegt.
Wenn nun um 16:30 ein Gerät schaltet, welches, möglicherweise nur beim einschalten, einen zusätzlichen Fehlerstrom zieht, löst der FI aus.
Dabei kann es sein, dass das auslösende Gerät überhaupt keinen Defekt hat. Die Filter von Schaltnetzteilen können z.B. beim einschalten kurz „Fehlerströme“ verursachen.
D.h. in diesem Fall wäre der Lader das eigentliche Problem.
Es kann sogar sein, dass wenn an dem Stromkreis viele Verbraucher hängen, die Summe aller Ströme das Problem ist.

Eigentlich kann man das nur durch Versuche und Messungen verlässlich herausbekommen.

Weil ich gerade Backofen lese: Backöfen, Elektrogrills und Kaffemaschinen entwickeln mit zunehmendem Alter auch mal gerne Fehlerströme.

Den Fehler für das Auslösen des FI beim Fahrzeug zu suchen, halte ich (Dr.-Ing. Elektrotechnik und Product Manager Charging Solutions) für sehr abwegig. Was mich allerdings sofort „aufschrecken“ lässt, ist dass Wallbox und Haus am selbem FI hängen. Das ist schon maximal ungewöhnlich und darf/sollte so eigentlich gar nicht betrieben werden.
Wenn der Fehler tatsächlich immer zur selben Uhrzeit auftritt, halte ich auch eher eine Überlast - Wie ist der FI dimensioniert? Welche sonstigen größeren Verbraucher gibt es? - oder einen Fehler bei der Wallbox - ggf. bei der Phasenumschaltung, wenn es die geben sollte - für die Ursache.

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Bei allem Respekt, aber Du hältst schon große Stücke auf Dich selbst, oder? :wink:

Ich bin überzeugt davon, daß wir hier bei uns einen guten Querschnitt an Personen und Berufsgruppen vorfinden, darunter zweifelsohne auch viele kluge Köpfe, aber wenn jemand derlei Dinge plakatieren muß dann macht mich das schon nachdenklich, bzw. ergibt bereits ein eigenes Bild…und das selbst wenn das Gesagte inhaltlich stimmen mag. :wink:

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Die Wallbox hat natürlich ihren eigenen FI. Da war mein letzter Gedanke dazu nicht richtig.
Ich versuche mal herausfinden, ob es einen Verbraucher gibt, der um 16:30 Uhr anspringt. Kann ja nur ein halbwegs intelligentes Gerät sein (muss ja irgendwie die Zeit oder Zeitintervall kennen).
Ich kann ja heute um halb fünf viel Last erzeugen und schauen, ob der FI auch ohne Auto dann auslöst (ich will ja auch nicht wirklich glauben, das es am Laden/Auto liegt, hat ja bisher auch nie Ärger gemacht).

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Aber mein Hinweis, dass die Wallbox einen separaten FI haben sollte, scheint ja zumindest geholfen zu haben … hoffe ich zumindest.
Und ja, natürlich halte ich „große Stücke“ auf mich, sonst würde ich es mir gar nicht zutrauen, „fremde“ Menschen bei ihrer Elektroinstallation per remote zu beraten. :wink:
Wenn Du Fragen hast, melde ich gerne, ich bin echt gut. :smiley:

Der FI hat nichts mit Last zu tun!
Der FI „misst“ die Differenz zwischen dem Strom, welcher in alle hinter ihm angeschlossenen Verbraucher hinein und wieder heraus fließt.
Wird diese Differenz zu groß (üblicherweise 30mA), dann löst der FI aus. Dabei ist es egal, ob 1A rein und raus fliessen, oder 10A. Es darf nur keine zu große Differenz geben.

Die reine Anzahl (und Art) der Verbraucher erhöht rein statistisch den „Druck“ auf den FI.

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Nochmal, weil es nicht ganz so einfach sein muss:
Es kann durchaus sein, dass ein Gerät (in diesem Fall das 230V Ladekabel) einen Fehlerstrom aufweist, welcher den FI noch nicht auslöst.
D.h. Du wirst mit dem Kabel immer problemlos laden können.

Wenn nun aber ein zweites Ereignis dazu kommt (anderes Gerät schaltet um 16:30 ein und zieht kurzzeitig auch einen Fehlerstrom), dann wird es dem FI in diesem Augenblick doch zuviel.

D.h. jedes der beiden Geräte für sich ist nicht in der Lage den FI auszulösen, aber zusammen schaffen sie es!

Nach so etwas in der Art sieht es für mich aktuell aus, denn 16:30 wird es jeden Tag, anscheinend ohne dass etwas passiert. Wenn aber der FI nur fliegt, wenn es 16:30 wird UND das Ladekabel lädt, dann braucht es sehr wahrscheinlich zwei Trigger um den Fehler zu erzeugen.

Aus diesem Grund habe ich mich in Zusammenhang mit der PV Anlage für die Easee Home mit automatischer Phasenumschaltung entschieden. Funktioniert super als Überschuss-Entsorger :wink:

Die gelben Flecken sind kurze Ausfahrten

Hmm, bist du dir ganz sicher, dass die Wallbox mit ihrem FI parallel zum Haus-FI direkt hinter dem Zähler angeschlossen ist? Und nicht etwa in Reihe hinter dem Haus-FI? Und auf allen allen Adern, auch dem Nullleiter?

Bei einem korrekten, normgerechten Anschluss könnte die Wallbox eigentlich gar keinen Einfluss auf den Haus-FI haben, da dann ja jeder FI nur seinen Fehlstrom misst. Eine Aufaddierung der Fehlströme findet dann nicht statt.

Was vollkommen i. O. ist wenn die Wallbox einen integrierten RCD hat. Wie zum Beispiel ein ICCB (Juice Booster/NRGkick) oder hinter dem Haus RCD in Reihe zum Abgang der Wallbox nochmals ein RCCB z. B. von Döpke hängt.
Im TN-Netz ist dies so zulässig.

Im TT-Netz nicht!

Eine Pauschalaussage ist hier also falsch.

Bitte mal in die Normen schauen DIN VDE 0100-722 und VDE-AR-N 4100.

Gruß vom Elektromeister :stuck_out_tongue_winking_eye:

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