Bullshit Bingo E Autos

Hallo Gruppe,

Interessanter Twitter Fund.
Wen es mal wieder soweit ist.

Viel spaße bie spielen :face_with_peeking_eye::cry:


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Findest du? Ich würde das E-Auto nicht glorifizieren. Klar gibt es Nachteile. Ich habe erst gestern wieder in freundlicher Gartenrunde darüber geredet. War der einzige mit E-Auto, und es kamen die üblichen Fragen. Aber alles freundlich und eher interessiert.
Problem Nummer eins, definitiv der Preis. Da waren z.B. Eltern die nach dem ersten Auto für Junior suchen. Sicher soll es ein, also lieber recht neu oder jung gebraucht. Zum Beispiel ein Corsa. Klar hat der E-Corsa eine bessere Ausstattung/Leistung als der Basis Verbrenner, aber 10000€ Unterschied(Rabatte und Förderung schon abgezogen) sind Zuviel. Ich hätte als Voraussetzung für die staatliche Förderung, die Hersteller gezwungen immer auch Basis Modell anzubieten. 34500 Liste für einen E-Corsa geht nicht.
Feinstaub: Ja, durch das höhere Gewicht wird die Einsparung beim Bremsen egalisiert. Ist halt so. Was soll man dazu sagen.
Grüne: „Grüne“ würde ich stellvertretend als Synonym für Ideologie, erzieherische Maßnahmen und überbordende Bürokratie sehen. Das gibt es auch bei anderen Parteien, dort eben vermehrt.
Gebrauchtmarkt: Es wird noch Jahre dauern bis man guten Gewissens einen älteren Gebrauchten kaufen kann. Die Chance auf einen kapitalen Motorschaden, sagen wir bei einem achte Jahre alten Audi, ist eher gering. Batterie Probleme kann es geben. Da muss sich noch was tun. Evtl. wird der Austausch noch etwas günstiger, wenn es eine größere Anzahl an gebrauchten gibt.
Ladeinfrastruktur: Klar, als EFH Eigentümer mit PV und Speicher interessiert mich das weniger. Aber die Lebenswirklichkeit der meisten sieht anders aus. Wohnung mit täglicher Parkplatzsuche. Hier vermisse ich eine klare Strategie, bzw. Vorgaben für die Kommunen. Meine Kleinstadt hat keine relevanten Pläne um Laden am Bürgersteig möglich zu machen.
Strommix: Schauen wir mal. Große Fortschritte sehe ich beim Speichern bisher nicht. Einzig der bedauerliche Wegfall von immer mehr Industrie, könnte dazu führen das wir weniger Strom benötigen. Allerding wird er dann einfach in Ländern wie Indien verbraucht. Co2 Outsourcing hilft niemand.

Die tatsächlich eher überholten/falschen Argumente, höre ich zumindest langsam seltener. Das mit den Bränden zum Beispiel.

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DAs sage ich auch immer vorweg - Technisch ist alles mehr als funktionell, aber der Preis ist ein Argument dagegen.

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Das E-Auto ist und kann nicht das Auto der Zukunft sein. Ohne Förderungen und das wegschauen der Produktion mancher Bauteile… ist es schlicht nicht ökologisch und auch nicht wirtschaftlich.

Wenn eine ordentliche Speichermöglichkeit entwickelt wird und alle Hersteller sich auf eine Batterie einigen und so ein flächendeckendes System wie jenes, welches Nio anstrebt, etabliert werden kann.

Dann könnte es eine Zukunft haben.
Aber mal locker 90% alleine in D haben nicht die Möglichkeit ihr Auto zu laden.

Mal abgesehen von Ladezeit, Infrastruktur und Auslastung des Stromnetzes.

Das mein Bingo Beitrag zur E-Mobilität.
Wenn es nicht so unglaublich billig für mich wäre. Hätte ich keinen :sweat_smile:

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Ich habe gehört, dieses Internet wird sich auch niemals durchsetzen … :clown_face:

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Wie kommt es eigentlich, dass selbst in einem Forum für reine E-Autos so viel Verbrenner-Stammtisch passiert?

Bitte dann auch immer die Alternativen benennen. Erdöl, Erdgas sind nicht sauber im Abbau, und die Rohstoffe bspw. für Katalysatoren fallen auch gerne unter den Tisch.

Quelle für diese Zahl?
Laut Zahlen von 2008 von Destatis haben 63% aller Haushalte in Deutschland eine Garage oder einen Stellplatz.

Und was heißt überhaupt die Pauschalisierung, sie hätten „nicht die Möglichkeit ihr Auto zu laden“. Garnicht? Wer nicht daheim laden kann, könnte öffentliche Säulen nutzen - „nicht laden können“ ist also keine Tatsache.

Die durchschnittliche Fahrleistung in DE beträgt pro Jahr etwa 14.000km. Das sind pro Arbeitstag (Mo-Fr) grob 65km. Ladezeit dafür sind selbst bei einem vergleichsweise hohen Verbrauch (25 kWh/100km) und der schwachen Leistung einer Schuko-Dose keine 8 Stunden - also grob so viel wie die typische Nachtruhe eines Menschen. Und dabei belastet man das Stromnetz auf dem gleichen Niveau wie ein Backofen.

Wenn man denn wirklich (worst-case) nur eine Schuko-Dose zur Verfügung hat. Ansonsten lädt man flotter unterwegs, beim Einkaufen, oder auf dem P&R-Parkplatz.

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Es ist immer wieder überrraschend wie viele überholte/falsche Argumente im Umlauf sind.
An allen Ecken und Enden werden krampfhaft Argumente hervorgeholt um sich nicht auf die E-Mobilität einzulassen.
Die Leute wollen sich ja nicht bewegen („der Weg des geringsten Widerstandes“ oder „die Angst des Beamten vor Veränderung“)
Deutschland ist ein Land der Angsthasen und Zauderer.
Hier wird solange alles abgelehnt (kaputtgeredet) solange wir es nicht 120% perfekt haben.
E-Mobilität ist zur Normalität geworden und funktioniert „perfekt“

Preis: natürlich ist der Markt der gebrauchten PKWs noch nicht so ausreichend; aber zu behaupten das E-Autoneuwagen zu teuer sind ist auch so eine pauschale Aussage.
Unser Sohn brauchte für seine Ausbildung (30km Strecke x 2). Er hatte auch nur ein kleineres Gehalt zur Verfügung 500 netto) und hat dazu ein E-Auto (kleine Batterie) für 174€ monatliches Lesing genommen.

zukünftige Mobilität im Individualverkehr: wir wissen nicht was die Zukunft bringt, aber aus jetziger Sicht müssen wir jetzt etwas tun und da ist es die bessere Alternative (technisch wissenschaftlich erwiesen)

Grüne (Partei): ich wüsste gerne warum die Grünen aktuell (2 jahre im Amt) für den Bürokratismus, der sicherlich seit Jahren besteht (16 Jahre vor Regierung) verantwortlkich sind.

erzieherische Maßnahmen: wie schon oben beschrieben „weg des geringsten Widerstandes“ etc. wir seit den 90er Jahren auf die Problematik (CO2 Austoss/Klimawandel/Energiewende) hingewiesen und keiner hat sich bewegt. Ab und an muss man die Daumenschrauben anziehen. In einer Demokratie ist es schwierig Entscheidungen zu treffen. Manchmal ist eine autoritäre Hierarchie entscheidungsfreudiger. China (aus welchen Gründen auch immer, mit welchen sozialen Gesichtspunkten (ich bin da mit vielem nicht einverstanden) auch immer) wird jahrezehnte vor uns klimabneutral sein.

Akkulebensdauer: es gibt viele Beispiele wo ein Akku hunderttausende Kilometer, Jahrzehnte schafft. Die Garantie beträgt ja auch 8 Jahre und 160000 Kilometer. Es gibt jetzt Hersteller mit 200000 km Garantie.
Also Vergleich mit einem 8 Jahre alten verbrenner hinkt.

ich habe Kollegen die haben auch keine Wallbox zu Hause und laden in der Firma oder in der Nähe. Nimmt man halt dafür in Kauf. „raus aus der Komfortzone“

Und es haben doch so viele Leute Wallboxen gekauft, die Förderung abgesahnt. Dann sollen Sie mal gefälligst auch die Autos kaufen oder haben Sie einfach nur alle abgesaugt und nehmen dies nun wirklichen Interessenten weg.

Natürlich gibt es immer Gründe wenn man nach sucht, aber sicherlich auch keine Hindernisse wenn man will.
Wenn man soviel Gründe/Argumente aufführt sage ich "es gibt viel, viel mehr Situatione/Kunden bei denen es passt. Also das mit den 90% ist somit völlig aus der Luft gegriffen.

Für Städter ist der Individualverkehr ja auch nicht gedacht. Dies sollte an sich über den ÖPNV geregelt werden. Sagst ja selbst schon das man mühsam einen parkplatz suchen muss.
(Ach übrigens Discounter/Möbelhäuser/Baumärkte rüsten massiv mit Ladesäulen auf. Und nicht mit den Scharchldern sondern mit Schnellladesäulen). AUch da kamm man laden.

Und wer sich über Ressourcen bei der E-Mobilität aufregt sollte sich an die eigene Nase (Verbrenner) fassen. Ohne E-Mobilität wäre nicht mal die Diskussion über Arbeitsmethoden begonnen und in die Öffentlichkeit gezogen worden. Da hätten wir weiterhin Raubbau fürs Öl getrieben und CO2 verblasen.

Sorry musste mich gerade mal richtig aufregen, sorry das ich so harte radikale Worte gewählt habe.
Sorry für die Rechtschreibfehler

Wir müssen uns bewegen und etwas Ändern.
und immer

informieren, hinterfragen, Meinung bilden

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Eine interessante Frage. Es gab vor ein paar Tagen im Spiegel einen Artikel (Solaranlagen und Wärmepumpen: Häuser in Deutschland nur unzureichend ausgestattet - DER SPIEGEL), wonach 11% der Eigenheime in DE eine Wallbox haben - und 5% ein Elektroauto…

(der Artikel weist leider nicht aus, ob Plugin-Hybrid mitgezählt wurden)

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Meine allgemeinen Aussagen oben gelten auch für andere Themen
(PV, Wärmepumpe, Landwirtschaft/Essen …soziale Themen etc.).

Das hört sich alles sehr vernünftig an. Allerdings nicht das Thema mit den Bremsen. Kann mir jemand sagen, was genau den Feinstaub hier verursacht? Von den Bremsbelägen kanns nicht sein, denn bei beiden meiner E-Autos (früher fuhr ich Diesel) sind die Felgen WESENTLICH weniger mit dem schwarzen Bremsabrieb versaut, als bei dem Diesel damals, klar, OnePadelDrive funktioniert sehr gut.
Reifenabrieb? Ja da sieht man tatsächlich einen schnelleren Verbrauch. Aber alles in allem glaub ich das mit dem Mehr an Feinstaub nicht so richtig.

Du siehst ja bereits an dieser eher harmlosen Diskussion wie schnell es sich auflädt. Ich versuche daher alle Argumente zu kennen, und auch die jeweiligen Seiten zu verstehen. Ich kenne auch Menschen aus der eher unteren Mittelschicht, da ist die Denke vollkommen anders. Daher am besten immer mit Vorteilen und Bequemlichkeit locken, statt mit Belehrung und Zwang. Ich konnte jetzt schon einige begeistern in dem ich sie einfach mal mitgenommen habe. Eine Frau fand toll wie einfach sich alles bedienen lässt, der andere fand die Beschleunigung super. Auch rede ich gerne erst über Nachteile, damit das Gegenüber nicht gleich auf Verteidigung schaltet.
Und manchmal muss man auch mal einfach leben und leben lassen. Die Welt wird nicht untergehen weil nicht jeder Veganer wird oder mal irgendwo hin fliegt. Fast alles lässt sich technisch lösen bzw. kann man sich anpassen, auch ohne Verzicht und Umerziehung.

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Wenn du Mobilität so denkst wie wir sie in der Vergangenheit erlebt haben, dann hast du recht. Wenn man die Potentiale nutzen würde, heißt die Fahrzeuge sind im Idealfall immer am Netz, sobald sie nicht unterwegs sind (also im Schnitt mind. 22Stunden pro Tag) hätten wir kein Ladezeitthema, dann würden die Akkus die Netze stabilisieren und die Energieversorger ihre Überschüsse abgenommen bekommen und es würde mehr Planbarkeit eintreten. Ja dazu müsste jeder Parkplatz mit einem 5-11kW Lader ausgestattet werden. Klar, nicht einfach aber möglich.
Wenn da nicht das Problem wäre, dass generell Individualfahrzeuge in der Stadt eigentlich keine gute Mobilitätslösung sind, das sollte man auch bedenken!

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Beim Feinstaub/Mikroplastik liegt es am höheren Gewicht. Dadurch mehr Reifenverbrauch. Gab eine ganz gute OECD Studie dazu. Muss man sehen was sich noch tun lässt. Evtl. am Reifenmaterial was machen. Leichtere Akkus sehe ich die nächste Zeit noch nicht.

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Hast du einen Link zur Studie, wäre spannend… thx.
Bei den Reifen ist es aber eigentlich wie bei den Batterien. Erst durch die E-Fahrzeuge bewegt sich da überhaupt erst was. Bei Handy, Laptops, Akkugeräten aller Art, etc. hat es einfach niemanden interessiert woher die Rohstoffe kommen und wohin sie später gehen bzw. wie sie rezykliert werden können. Durch die E-Fahrzeuge wird das plötzliche zum großen Thema, und JA, da hat sich tatsächlich viel getan und da ich selbst in der Entwicklung tätig bin, weiss ich, dass sich da noch viel tun wird. Aber vom funktionierenden Prototypen bis zum millionenfach bewährten Produkt ist es eben ein verdammt langer und steiniger Weg.

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Ich nehme an, er meint die hier: https://www.oecd.org/environment/non-exhaust-particulate-emissions-from-road-transport-4a4dc6ca-en.htm

Relevanter Absatz dürfte sein:
„Electric vehicles are estimated to emit 5-19% less PM10 from non-exhaust sources per kilometre than internal combustion engine vehicles (ICEVs) across vehicle classes. However, EVs do not necessarily emit less PM2.5 than ICEVs. Although lightweight EVs emit an estimated 11-13% less PM2.5 than ICEV equivalents, heavier weight EVs emit an estimated 3-8% more PM2.5 than ICEVs. In the absence of targeted policies to reduce non-exhaust emissions, consumer preferences for greater autonomy and larger vehicle size could therefore drive an increase in PM2.5 emissions in future years with the uptake of heavier EVs.“

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Danke! Sehr interessant! Ich muss mir das selbst erst mal lesen. Aber interessant wäre zu wissen, mit welchen „ICEVs“ hier verglichen wird, lightweight/heavy EVs mit lightweight/heavy ICEVs? Ich glaub eher es wurden immer lightweight/heavy EVs mit einem standard ICEV verglichen. Denn sonst lässt sich nicht vernünftig erklären, warum sich das drehen sollte (einfache Skalierung).

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Korrekt. Ist zwar schon von 2020, hat sich aber bewahrheitet. Bei hoffentlich bald verfügbaren günstigen Kleinwagen, sollte man eher in Richtung kleine Akkus argumentieren(Du fährst doch nur einmal im Jahr Strecke. Nimm den kleinen Akku und spar das Geld"). Das spart Gewicht. Aber insgesamt bleibt der Trend auch bei Verbrennern zu höherem Gewicht durch mehr Features und Größe.

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„The comparison is performed for three vehicle categories: passenger cars (PCs), sport utility vehicles (SUVs) and light commercial vans (LCVs). These categories correspond to the following European Nomenclature for Reporting (NFR) categories: “Medium cars,” “Large-SUV-Executive,” and “Light Commercial Vehicles < 3.5 t (LCV).”“

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In 3.1 gehen sie auf die versch. Arten Gewicht/Autoklassen zu vergleichen ein. Nicht zu vergessen ist auch die Partikelgröße. Größer gleich weniger schädlich für die Lunge. So habe ich es mir zumindest als Laie gemerkt.

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