Ganzjahres reifen

Wir bekommen demnächst unseren zweiten Polestar 4 (Privatfahrzeug), LRSM.
Mit unserem Privatwagen fahren wir ca. 13.000 km im Jahr. Wir leben in einer Region in Deutschland mit eher milden Wintern, nahe der niederländischen und belgischen Grenze.

Fahrprofil:

  • 13.000 km pro Jahr
  • Tägliche Strecke: ca. 60 km
  • ca. 40% Landstraße / 55–65% Autobahn / 5% Stadt

Deshalb möchte ich ungern Geld in zwei komplette Radsätze investieren.

Hat jemand von euch praxisnahe Erfahrungen mit folgenden Ganzjahresreifen in der Größe 255/50 R20 109Y XL auf dem Polestar 4?

  • Vredestein Quatrac Pro+ – „Hidden Champion“ (schneidet in Tests gut ab)
  1. Bridgestone Turanza AllSeason 6 – aktuell einer der modernsten Ganzjahresreifen
  2. Pirelli Cinturato All Season SF3 – Pirelli ist OEM-Lieferant für Polestar
  3. Yokohama BluEarth 4S AW21 – gute Reifen, guter Preis, insgesamt eher Durchschnitt / Continental AllSeasonContact 2
  4. Michelin CrossClimate 3 – der teuerste in der Runde, Michelin ist ebenfalls OEM-Lieferant für Polestar

Mich interessieren vor allem eure praktischen Erfahrungen auf dem Polestar 4 mit diesen Reifen (Komfort, Geräusch, Verbrauch/Reichweite, Verhalten bei Regen und im Winter usw.).

Mit freundlichen Grüßen,
MACOS

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Hi Macos,

du solltest auch deny Continental AllSeasonContact 2 in deine Wahl mit aufnehmen. Mein Polestar 4 Dual war werkseitig (Leasing) damit ausgerüstet. Im ADAC Testbericht von 2025 hatte der 17 Zoll (vergleichbar?) als bester abgeschnitten.

Ich fahre in München und Umgebung damit rum, also ab und zu winterliche Verhältnisse. Bin erst 900 km damit gefahren daher kann ich noch nicht so viel sagen. Sie sind aber bisher gefühlt gut, unauffällig und fahren ruhig.
Rekuperation würde ich bei glatten Straßen komplett ausmachen. Will selbers entscheiden wann das Auto rutscht :wink:

Beste Grüße und alles Gute bei der Wahl
Avi

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Ich habe den Michelin CrossClimate 3 Sport 255/50 R20 109 Y genommen. Habe für die 4 Reifen ohne Montage 1.055,12 EUR bezahlt.
Bin ganz zufrieden damit.

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Danke für den tip!
Wen er in tiefsten Suden von Deutschland funktioniert.
Dan werde er im meist westliche Punkt von Deutschland sicher funktionieren (Flachland Tirol)

Preis ist gut, habe ein Pries von €1365,00.
Bist du bis jetzt zufrieden, mit de Michelin cross climat3.

Ja, ich bin zufrieden.
Ich bin jetzt kein Reifenspezialist. Mir war wichtig, dass das Auto nicht lauter wird. Skiurlaub war auch okay, wobei auch nicht so viel Schnee lag. In Tests hat der Reifen immer gut - sehr gut abgeschnitten.

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Nur, wenn du uns sagst, wie wir die Rekuperation deaktivieren können.

(Ist bestimmt im selben Menü versteckt, wo wir sehen können wie viele Kw wir im letzten Ladevorgang nachgeladen haben.)

Sorry für den Sarkasmus. Spiele hier nur Platzwart. Unterschiedliche Meinungen, auch gerne heiß und leidenschaftlich diskutiert, sind hier immer willkommen. Aber wir versuchen stets technisch und faktisch korrekt zu sein.

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Echt jetzt? :smile: gibt eine feste Taste am Lenkrad für die Rekuperation, also nur 1-2 Drücker notwendig. Je nach voreingestellter Standardrekuperation (Aus, Stufe 1, Stufe 2).

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Echt jetzt? Du hast den Ball versenkt. Man kann die Rekuperation bei einem Polestar nicht ausschalten. Lediglich die Stufen beim OPD beeinflussen…

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Wir wissen aber was er meinte. Sein Tipp ist im Winter die Rekuperation nicht auf 1 oder 2 zu stellen, sondern aus.
Und dieser Tipp ist m.E. korrekt weil das Fahrzeug sonst evtl. ungewollt einen lastwechsel hat und beginnt zu rutschen.

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Es wurde doch gerade beschrieben: Man kann bei PS die Rekuperation nicht manuell beeinflussen.

Edit:
‚Gang raus‘ oder stark Bremsen geht.

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Das ist so ein Männerding, dass immer wieder Haare gespalten werden müssen. Das triggert dann einige, und die Diskussion endet schnell in starken Emotionen.
Ich denke, dass seine Aussage zur Rekuperation technisch zwar nicht korrekt ist, aber – wie AnWa bereits geschrieben hat – wissen wir doch alle, was gemeint war. OPD hat nun einmal die Eigenschaft, wie eine Motorbremse zu wirken, und kann dadurch, insbesondere bei glattem Untergrund, Lastwechselreaktionen bzw. ein Rutschen verursachen. Ob das jetzt Rekuperation oder OPD heißt, ist doch ziemlich egal, oder?

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Eben nicht. Der Nächste liest das und wundert sich, warum seine Bremsbeläge nicht sauber werden, obwohl er doch die ‚Rekuperation ausgeschaltet‘ hat. Es gibt hier bereits zig Diskussion dazu.

Warum also nicht eine sehr freundlich formulierte Klarstellung kommentarlos stehen lassen statt die Verwirrung noch weiter zu schüren?

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Ja, sicher kann man das richtigstellen, nur wenn ich mir einige Posts anschaue, verstehe ich unter „freundlich formuliert“ etwas anderes. Es gibt immer wieder jene, die glauben, sie müssten andere in Sarkasmus verpackt auf ihre Unwissenheit unmissverständlich hinweisen.

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Gut, dann sind wir uns in der Sache ja einig.

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Genau deswegen. Selbst mein Volvo Händler hat mir genau dazu geraten… ich solle im Menü die Rekuperation deaktivieren, ob des Rosts an den Bremsen. Was… zu einiger Diskussion geführt hat.

Nee… super nett und freundlich war mein Kommentar, in der Tat, nicht. Was aber auch daran liegt, dass wir dieses Thema in dieser oder ähnlicher Form quasi alle 2 Wochen haben und man (ich) mir wünschen würde, dass es sich iiiiirgendwann hier mal wirklich verankert.
Gleichzeitig habe ich mich bei dem „Tip“ extrem zurückgehalten… da auch dieser hier schon mehrfach diskutiert wurde und ich gänzlich anderer Meinung bin. Bzw. die Pauschalisierung „wenn glatt, OPD aus = sicherer“, ganz klar ablehne, da es hier weniger um technische Aspekte, als um gelerntes Verhalten bei Einzelnen geht… welches sich eben nicht pauschalisieren lässt.

Aber… ich bin bei dir. Meine Formulierung, inkl. des Zusatzes, dass es sich um Sarkasmus handelt, war grundsätzlich etwas scharf.
Das ein Hinweis aber grundsätzlich richtig und nötig war… konnte dann aus der Antwort abgelesen werden, dass die Rekuperation, natürlich, deaktivierbar sei.

Also. Geht freundlicher :smiley:
Oder… alternativ beim nächsten Mal so:

image

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Hi Leude,
klaro hatte ich die Verzögerung des Fahrzeugs durch das Fahr(Gas)pedal gemeint. Die meisten hier, denke ich, haben es auch genauso verstanden. Daher hatte ich deine Rückfrage auch nicht verstanden. Um alle mitzunehmen natürlich nicht ganz korrekt. Übrigens beschreibt OPD nur den Fahrmodus ein Auto ohne das Bremspedal (also Ein-Pedal) zu Beschleunigen und zu verzögern. Bitte bleibt daher sachlich korrekt. :joy: (nicht ernst gemeint!)

Das Fahrzeug wird (nicht kann) bei aktivem OPD und eisglatten Straßen bei Gaswegnahme mit den Vorderreifen rutschen. Kann mann jederzeit reproduzierbar ausprobieren. Das war nur ein gut gemeinter Rat, den ich auch gerne vor Umstieg aufs E-Auto gehabt hätte. Und es war nur eine Meinung von mir (würde…).

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Leider liegt hier aber die Krux des Arguments. Die Physik des Autos unterscheided nicht, ob der Motor die Bremswirkung erzeugt, oder die Bremsscheiben.
Wenn du mit OPD den Fuß ganz vom Gas nimmst, dann ist die Bremswirkung so hoch, dass der Wagen zu rutschen beginnen kann. Aber niemand zwingt einen den Fuß vollständig zu lupfen.
Ob ich ohne OPD leicht auf das Bremspedal drücke, oder mit OPD leicht vom Gas gehe, macht für das Bremsverhalten keinen Unterschied.

Der Grund, warum es vielfach empfohlen wird kommt eher aus der Erfahrung der Menschen: Viele sind vorher über Jahrzehnte Verbrenner gefahren und so im Hirn verdrahtet „Ich bremse… OH der Wagen rutscht… ich muss WENIGER Bremsen… lupfe also den Fuß ein wenig, um die Bremskraft zu verringern!“
Wenn diese dann mit aktiviertem OPD den Fuß lupfen… STEIGERT das dadurch die Bremskraft und das Rutschen wird verschlimmert.

Auch kann man argumentieren, dass der Nullpunkt mit 2 Pedalen einfacher zu finden ist, als mit einem, da ohne gedrücktes Pedal bei ausgeschaltetem OPD weder Gas gegeben noch gebremst wird. Diesen Punkt MIT OPD zu finden ist deutlich schwieriger.

Gleiches gilt aber auch in die andere Richtung. Ich fahre seit 11 Jahren (bis auf Urlaube) ausschließlich EVs. Vom Gas gehen heißt für mich bremsen. In jedem Leih-Verbrenner brauche ich erstmal 5 min mich daran zu gewöhnen „Moment, zum Bremsen muss ich AUF ein Pedal treten, sonst passier nicht viel!“. Komme damit dann aber klar… weil sich sämtliche Umstände ändern: → Es ist eben nicht MEIN Polestar, sondern, z.B. ein Fiat Panda.

kA… analog zu Videospielen. Spiele ich Mario springe ich auf dem Knopf. Bei Fifa wird ein Ball geschossen. Obwohl der Knopf der selbe ist… vertut man sich da nicht.

Sitze ich in meinem Polestar und würde jetzt, gemäß der Ratschläge, OPD deaktivieren… würde ich, gerade in kritischen Bremssituationen, in denen ich keine Zeit habe aktiv nachzudenken, 1-2 sec verlieren:

„Mist ich MUSS BREMSEN!!!“ *Lupft Fuß… Wagen bleibt gleich schnell. „Was zum?.. Ahh … das andere Pedal!!!“ Einfach weil es Muscle Memory ist und ich beim Fahren nicht aktiv über Füße und Pedale nachdenke.

Deswegen ist der Gedanke „OPD aus wenn glatt“ nicht grundlegend verkehrt. Aber auch nicht universell richtig.

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Ich bin mit den Reifen sehr zufrieden. Sie haben auch im Schnee ihre Reifeprüfung bestanden

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Sehr gut beschrieben sehe ich auch so :+1:
Werd auch noch einiges wie auch von dir beschrieben ausprobieren. Fahre noch nicht so lang elektrisch und man lernt einiges dazu.

Auf jeden Fall allen eine rutschfreie Fahrt!

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