Gekauft und nicht geleast - war das richtig?

Ich nutze den PS 2 privat und nicht als Firmenwagen!
Die hohen Leasingraten haben mich damals bei der Bestellung abgeschreckt. Bei knapp 20.000 km Laufleistung und drei Jahren Laufzeit enorm hoch - damals fingen die Raten bei 799 € an.
Eine Finanzierung auf 8 Jahre gestreckt lag da bei 600 €.
War das nun eine gute Entscheidung? Möchte den Polestar gerne bis zum „Akkutod“ fahren?
Aber der technische Fortschritt macht mir doch Sorgen? Ist mir der PS 2 in fünf Jahren noch gut genug? Was Reichweite und Ladegeschwindigkeit angeht?
Die meisten Besteller haben wohl geleast, was im gewerblichen Bereich ja auch total Sinn macht? Aber was ist mit den Privatnutzern hier? Was habt Ihr gemacht und warum? Würde mich interessieren! Danke

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Die Eigenschaft des Fortschritts ist das er sich ständig fortentwickelt. Worauf willst du warten? Das passt für dich heute oder es passt eben noch nicht. Ist der PS2 für dich und deine Ansprüche heute okay wird er das auch in 5 Jahren sein - es sei denn deine Ansprüche ändern sich; dann passt aber auch ein ein anderes Fahrzeug welches du heute kaufst nicht mehr.

Also: kaufen und genießen - und ja, das Leasingangebot ist für privat keine Alternative.

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Haben auch gekauft. Wollen das Auto auch lange fahren, auch im Sinne der Umwelt.

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Das gilt auch für uns: Gekauft, um ihn zu fahren… gern viele, viele Jahre. Volvo—Technik ist ja für Langlebigkeit bekannt, insofern einfach freuen und geniessen!

Wir kriegen den unsrigen im Januar (hoffentlich). Beste Grüße,
Peter

Da die Technik sich rasant weiterentwickelt hab ich das Fahrzeug privat geleast um einen ungewissen Wiederverkaufswert zu umgehen und genau weiß was auf mich zukommt. Ob das die richtige Entscheidung war wird sich aber erst noch zeigen.

Ich bin Privatmann und habe ihn gekauft.

Zum einen, weil Leasing für mich nur ein Geldloch ist und zum anderen, weil ich mir meine Autos überlegt (aus dem Herzen und aus dem Verstand heraus) kaufe und sie i.d.R. auch relativ lange fahren werde.

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Wir haben vor drei Jahren zwei i3 BEVs gekauft in der Annahme, dass die Reichweiten ausreichend sind. Damals war Leasing auch zu teuer.
Unsere Logistik hat sich zwischenzeitlich aber in Richtung häufigerer längerer Fahrten geändert, so dass Mitte Dezember ein i3 durch einen PS 2 ersetzt wurde. Wieder Kauf, da Privatleasing zu teuer ist. Dessen Praxisreichweite sollte nun tatsächlich genügen - trotz aller Kritik. Wir werden aber für den i3 wohl nur noch ca. ein Drittel seines Anschaffungspreises erhalten. Technischer Fortschritt und erhöhte Förderung wirken sich da deutlich negativ aus.
Aber: elektrisch zu fahren ist klasse, und der PS 2 - sobald man ihn hat - ein super Auto, das richtig Spass macht.

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Genau meine Story.
Vor 5 Jahren Zoe geleast, weil sich die Technik noch entwickeln würde, und es ein gutes Angebot war. Richtige Entscheidung damals.

Wollten dann den Polestar leasen… viel zu teuer. Anstatt 4 Jahre leasen, haben wir ihn jetzt finanziert auf 6 Jahre. Kosten pro Monat identisch.

Hier glaube ich nicht, dass sich technisch soooooooooo viel tun wird.

Vor 5 Jahren war es Tesla mit dem Model S und 85kWh Akku. Heute sind sie bei 100kWh, und das Model S ist ne ganze Spur größer.
Bei den Kleinwagen hat sich viel getan… Von rund 20kWh auf jetzt 50-60kWh in den meisten Fällen.

In der „Polestar Klasse“ werden wir in 5 Jahren vermutlich 10-15% mehr Effizienz sehen, dank Wärmepumpe und effizienterer Motoren und besserem BMS. Die Akkus werden dann vermutlich bei 100-120kWh liegen… Mehr aber auch nicht. RIESEN-sprünge sind eigentlich nicht zu erwarten.

Was die Lade Geschwindigkeit betrifft: 150kW CCS sind schon ziemlich gut, und würden 2C entsprechen, also der doppelten Geschwindigkeit im Vergleich zur Akkugröße. Ob man das in näherer Zeit noch immens steigern kann?! Ich glaube eher nicht.

Und realistisch betrachtet… Wann braucht man das mal WIRKLICH?! Auf Langstrecke in den Urlaub! Wie oft im Jahr?! Und ob man dann mal 15-20min nachtankt, oder 30-40min… da sehe ich jetzt nicht Sooooo das Problem. Nach 300-400km Autobahn ist mir meist ehh nach Pause.

Das kann man alles natürlich anders sehen. Gerade als Außendienstler hätte für mich kein Weg an Tesla und den Superchargern vorbeigeführt. Aber ansonsten?! Ich bin ziemlich zufrieden mit der Entscheidung… und glaube du solltest es auch sein.

Auch sehe ich langfristig kein Problem den Akku zu tauschen, wenn es mal soweit ist… Dafür ist er ja extra so modular aufgebaut, dass sogar einzelne Pouches getauscht werden können.

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Einen gewissen Wertverlust hat man ja immer. Auch bei Leasing ist das bezahlte Geld ja quasi der Wertverlust.

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Ich habe auch gekauft. Leasing war mir zu heikel. Das Risiko bei der Rückgabe wollte ich nicht haben. Außerdem mag ich keinen Entscheidungsstress wenn das Leasing ausläuft. Nun kann ich ihn so lange fahren wie ich möchte und auch Veränderungen daran vornehmen wenn ich möchte. Und wenn ich meinen Polestar nach vier Jahren für 12 TEUR plus Steuer verkaufen würde, dann läge ich schon in der Gewinnzone im Vergleich zum Leasing.

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Lars hat es perfekt zusammengefasst.
Die Wunderbatterie wird seit Jahren angekündigt und das war es auch schon.
Ich habe mich beim Polestar auch für einen Kauf entschieden, denn ich bin der Meinung dass mir der Wagen für lange Zeit reichen wird.
Sollte dann in 5-10 Jahren doch der Durchbruch in der Akku Technologie gekommen sein wird der Wagen nicht wertlos.
Auch bei der Lebensdauer:
Von 1000 Vollzyklen kannst du mit Sicherheit ausgehen. Dann rechne das mal auf nur 300km Reichweite pro Ladung und dann frag dich: hast du schon mal überhaupt nur 200000 km auf ein Fahrzeug gefahren?
Diese Angst um den Akku ist ein Geist der hoffentlich in den kommenden Jahren verschwinden wird.

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Ja, allerdings habe ich das!

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Ich habe auch 10 Sekunden über Leasing nachgedacht. Als Privatnutzer sehe aber keinerlei wirtschaaftliche Vorteile, wenn man sich auch einen Kauf leisten könnte. Die Rechnung dürfte bei den momentan extrem niedrigen Zinsen auch bei einer Finanzierung nicht viel anders ausgehen. Und nachdem ich einmal eine Rückgabe eines neuwertigen und gepflegten Autos und die daraus resultierende Rechnung bei Audi miterlebt habe, bin ich ohnehin negativ magnetisiert.

Nach wenigen Jahren ist mein PS durch die ersparte Leasingrate voll bezahlt. Wenn ich die ersparten Leasingkosten vom Kaufpreis abziehe (abschreibe), dann verliert auch ein hoher Wertverlust seinen Schrecken.

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Habe auch gekauft und nicht geleased.
Selbst wenn man das Auto nach 4-5 Jahren verkauft, ein bisschen bekommt man ja wieder. Bei Leasing ist erst Mal alles weg und dann finde ich kaufen attraktiver und man kann immer selbst entscheiden, wann was wie wo …

Zur Technik und dem Laden:
Das ganze Land wird gerade mit 300kW Ladesäulen gepflastert.
Bei einem 400V-System ist dann bei 150kW Schluss. Das wird sich so schnell nicht ändern, da die Säulen ein Investment der Betreiber darstellen, und die kalkulieren unabhängig von uns und kann als Konstante für die nächsten Jahre gesetzt werden.

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Vielen Dank für die vielen Antworten. Ich bin überrascht, wie viele gekauft haben. Es spricht aber ja auch vieles dafür. Meine Sorgen sind verflogen! :-))
Ich kann mir in den nächsten 5 Jahren auch kein moderneres und gelungeneres Auto vorstellen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist in meinen Augen das Allerbeste - auch und gerade verglichen mit den Verbrennern. Dann die vielen Einsparpotentiale bei Steuern, Versicherung, Wartung, Verschleiß und am Zapfhahn. Das macht den überdurchschnittlichen Wertverlust wieder wett. Nicht zu vergessen der Dienst an der Umwelt und der Fahrspaß!
Es war definitiv die richtige Entscheidung, den PS 2 zu bestellen.

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Mein Eindruck war hier schon im Herbst, dass die meisten kaufen statt zu leasen, vgl. Angaben im früher gepflegten Thread zur Bestellung. Ich empfinde das als wohltuend oldschool, denn bei anderen Herstellern scheint das völlig anders zu sein. Anfang September wurden wir bei BMW wie Bekloppte angeschaut und behandelt als wir angaben, (wieder) ein Elektroauto kaufen statt leasen zu wollen.

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Diese Entscheidung muß jeder für sich treffen. Wie wir alle wissen, hängt das von den eigenen Nutzungsgewohnheiten und vor allem vom Geldbeutel ab. Eine falsche oder richtige Entscheidung hat in diesem Moment nichts mit dem Polestar zu tun.
Ich lease gefühlt schon immer - das aber als Firmenleasing, weil es dadruch nicht ins Gewicht fällt. Wichtig dabei ist mir, dass ich nie aus der Garantiezeit komme. Dieser ‚Luxus‘ kostet natürlich scheinbar etwas mehr. Bei den vielen Volvos, die ich geleast habe, hat Volvo immer Plus gemacht, weil die Autos nie kaputt gegangen sind. Das spricht aber nicht gegen das Leasing und vor allem nicht gegen das Auto.
Polestar ist mein neuester Volvo. Und wenn es in 3 Jahren vielleicht einen Volvo E60 gibt, dann lease ich den.

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Ich hatte auch genau die gleichen Überlegungen; YouTuber wie CarManiac schwören auch auf das Leasing, weil sie ebenfalls durch die rasch fortschreitende Entwicklung an einen massiven Preisverfall glauben. Mit meinem BMW i3 habe ich gefühlt jedenfalls genauso wie @OJWI ziemlich Miese gemacht, aber das Problem hat man ehrlicherweise immer, wenn man das Auto vom Hof bewegt (vielleicht bei Tesla aktuell nicht so krass, weil die Nachfrage noch nicht gesättigt ist, entsprechend ist das M3 so wertstabil…aber das wird in ein paar Jahren dann auch anderes aussehen).

Letztlich habe ich einen Kredit mit knapp über 1% Zins bekommen, was mit Inflation einberechnet mehr als fair ist. Da war die Entscheidung gegen die (damals) aktuellen Leasingpreise einfach. Abgesehen davon ist die Familie groß genug, den P2 in ein paar Jahren dann auch einer Nichte oder Neffen zu vermachen. Und wer sagt, dass wir nicht in ein paar Jahren auch eine 90 kWh Batterie nachträglich einbauen lassen können? Es ist schließlich eine Plattform, welche Modular aufgebaut ist und der Akku ist ganz explizit auch ein Austauschteil. Beim i3 ging es (mit ein paar Hürden) letztlich auch.

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Wie beim i3 werden sicher Zweitmarkt-Anbieter irgendwann grössere Akkus einbauen können. Auf den Hersteller selbst sollte man sich dabei aber besser nicht verlassen.

Ja, wer will jetzt schon noch das Model 3 vor dem Facelift haben? Und wer wird eines haben wollen, wenn die ersten Teslas aus deutscher Produktion kommen? Die werden vermutlich deutlich bessere Qualität haben und wesentlich modernere Technik. Da werden die jetzigen Teslas vermutlich auch einen höheren Wertverlust haben.

Beim Polestar mache ich mir da gar nicht so die Sorgen. Das Auto an sich scheint so geil zu sein, dass es viele Leute allein vom Äußeren sehr attraktiv finden. Ich habe es schon erlebt, dass ich auf dem Parkplatz stand und Leute kamen und ihn begutachtet haben und dann reingeschaut haben, scheinbar ohne zu wissen, dass ich gerade drin sitze. Auf der Autobahn drehen sich die Leute beim Vorbeifahren um, um zu schauen. An der Ampel bleiben Leute stehen, um zu schauen, usw. Das Auto hat an sich eine Top-Qualität und setzt anders als z. B. Tesla eben nicht nur auf aktuelle Technik. Dennoch ist es so aktuell, dass man damit auch noch in einigen Jahren gut leben können wird.

Das Auto hat zudem viele Premium-Features, die auch noch in einigen Jahren Premium sein werden:

  • Led Matrix Scheinwerfer
  • elektrische Heckklappe
  • elektrische Sitze
  • Premium-Interieur
  • Premium-Soundsystem
  • Panorama-Glasdach
  • Assistenzsysteme
  • große Felgen
  • 400 PS
  • etc.

Allein dadurch wird der P2 auch noch in einigen Jahren sehr attraktiv sein.

Ich fand damals den BMW i3 auch echt gut und hätte ihn mir damals auch gern gekauft. Ich finde ihn sogar immer noch sehr gut, allein vom Äußeren. Leider hat er eine sehr geringe Reichweite. 150 km sind z. B. doch nochmal was ganz anderes als 300 km. Mit 300 km Reichweite und wesentlich schnellerem Laden kann man in den meisten Fällen schon sehr gut leben. Aber 150 km fand ich auch damals schon zu gering auf Dauer, gerade auch im Winter. Beim Polestar empfinde ich das nicht so.

Es wäre schön, wenn man den Polestar in einigen Jahren vielleicht auch nochmal mit einem aktuelleren Batteriepaket upgraden könnte, sobald die Batterie nicht mehr so gut ist. Dann könnte man ihn problemlos auch noch sehr viel länger fahren.

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