Ich habe mich für die Wissenschaft vorhin mal bei Vattenfall an eine Säule gestellt. Außentemperatur waren ca. 26°C, ich hatte das Ziel schon lange Zeit im Navi (ca. 2 Stunden), Akku sollte also auf Temperatur gewesen sein - es kamen auch direkt 150 kW raus.
Von 9-80% hat die Launch Edition laut Säule exakt 33 Minuten gebraucht. Ich glaube, da zählt aber die Kommunikation am Anfang mit rein. In dieser Zeit wurden 57,301 kWh abgegeben.
Ich habe bei 10% die Stoppuhr gestartet und bei 80% gestoppt und kam dabei auf 31 Minuten und 58 Sekunden.
Bei 70% ist sie Leistung übrigens auf 68 kW laut Säule runtergebrochen, bei 78% waren es noch 55 kW und bei 80% direkt vor dem Abstecken noch 51 kW. Genau deswegen lade ich meist nur von um die 10% auf 60-65%.
Ich hab heute Nacht 18-80% geladen (also nicht ab 10%) allerdings hat er die 155 kW nur kurz gehalten und ist früh (ca66%) unter die 100kw gefallen, Normalerweise zieht er etwas besser.
Die ca. 32 min von 10 - 80% bei meinem LE kann ich absolut bestätigen. Bin letzten Sonntag für einen Kurztrip von der Schweiz an die Ostsee gefahren und gestern wieder zurück, und habe dabei mehrmals von 10% (oder knapp darunter) auf 80% geladen (ausschließlich Ionity und EnBW). Weniger als 32 min sind dabei nie rausgekommen. Von unter 30 min kann ich nur träumen, geschweige denn 26 oder gar nur 24 min.
Ich weiß, daß DU es nicht glauben willst und daß Du es deshalb versuchst es zu zerreden .
Obwohl es hier ja schon einige User, v.a. MJ23 bestätigt haben.
Trotzdem:
Es sind unter 30 Minuten , darum geht es hier ! ( und das war ein eher Unterdurchschnittlicher Ladevorgang → siehe oben )
Schätzen wir Mal den SOH auf 96-97% [ >¹ ] und die Ladeverluste auf 1-2% [ >² ], dann stimmt die Rechnung ziemlich genau.
Weder Säule noch Auto zeigen Nachkommastellen an, also sind die Werte an sich natürlich ungenau. Evtl habe ich auch bei 19% (hab es nicht dokumentiert) angefangen und bis 79,8% geladen
>¹ ich hatte Anfangs bei 100% 440km im Display jetzt bei 100% noch 430 und bei 98% nur noch 420
Da komme ich auf 96,5 SOH.
>² Verlustmäßig war der Ladevorgang ziemlich optimal, Batterie war vorgewärmt, aber nicht zu heiß undes war außen kühl, so daß nicht Mal die Lüfter angegangen sind!
Bei warmer Batterie sind die Ladeverluste mit einem bis vier Prozent recht gering. Bei kalter Batterie steigen die Ladeverluste jedoch auf sechs bis zehn Prozent.
……
Bei einer 500-Kilo-Batterie und 10 Grad Aufheizung ist das immerhin schon eine Kilowattstunde. Wenn man nur 10 kWh nachlädt, ergibt das einen Verlust von 10 Prozent, wenn man 20 kWh lädt, sind es nur fünf Prozent.
Ich bin Ingenieur, halte mich an die physikalischen Grundlagen und an die bekannten technischen Daten.
Nun, Ausgangspunkt war diese Behauptung:
Die Ladekurve 10 bis 80 % in 24 Minuten, in 26 Minuten oder auch in unter 30 Minuten hat noch niemand gezeigt.
Die Ladekurve für 10 bis 80 % in 35 Minuten ist hinreichend bekannt. Ich habe oben erläutert, wie eine Ladekurve aussehen müsste, um in den eingangs postulierten 24 Minuten zu laden. Je weiter man diesen Wert nach oben schiebt, desto eher werden sich dafür plausible Erklärungen finden lassen. Siehe meine Ausführungen unten.
Erneut:
Mit der Ladezeit 18 bis 80 % Rückschlüsse auf die Ladezeit 10 bis 80 % zu ziehen, funktioniert nicht.
Die Säule schon, tatsächlich hast du sogar nur 44,692 kWh geladen. Wenn man jetzt sehr wollwollend mit 2 % Ladeverlust rechnet
[Das beste 400 V-Auto hat hier Ladeverluste von 3 %]:
dann hättest du also noch eine Netto-Kapazität von 70,6 kWh - falls die Ladung tatsächlich bei 18 % begann.
Hast du jetzt selbst sauber versenkt.
Argumentativ auf der Sachebene zu bleiben hilft:
Aber für eine Erklärung von niedrigeren Ladezeiten hast du jetzt einen möglichen Hinweis geliefert: Sollte die Ladekurve (Ladeleistung) bei einem SOH (deutlich) unter 100 % tatsächlich unverändert bleiben, dann würde daraus zwangsläufig eine kürzere Ladedauer resultieren. Von daher: Beim Posten der Ladekurve auch die geladene Energiemenge dazu schreiben!
Ich glaube man muss hier mal differenzieren. Meine Aussage bezieht sich ausschließlich auf das MY 2023 mit großem Akku, 78KWh. Durch diverse Software Updates in den letzten 3,5 Jahren hat sich immer auch wieder die Ladekurve minimal verändert, ob das sauber dokumentiert ist, ich denke nein. Der Verbrauch hat sich übrigens auch verändert, was ich auf die Software zurück führe (meine Meinung). Lädt er jetzt mit mehr Strom in den höheren Prozenten, bei mir ja.
Alle die ein eAuto auf Langstrecken fahren wissen, dass viele Faktoren die Ladegeschwindigkeit beeinflussen. Also wieso wird dann hier drauf rum geritten und mit zu vielen Zitaten (meine Meinung) abgestritten was einige Besitzer vom Polestar 2 MY 2023 mit großem Akku immer wieder feststellen? Er lädt sehr schnell, bei mir etwa 26min wenn ich mal 10-80 lade.
Zudem, Ich muss hier nichts beweisen oder bin irgendwem was schuldig. Das Forum ist für mich zum Austausch da und keine wissenschaftliche Hochschule wo Thesen mit entsprechenden Arbeiten belegt oder bestritten werden. Eure Ausbildung könnt ihr hier gerne rein schreiben, dadurch hat man aber nicht automatisch Erfahrungswerte wie schnell mein Auto lädt und das einiger anderer.