Langstrecke - Empfehlung Auswahl Ladepunkte

Hallo. Ich hab nun die ersten 10k Kilometer runter und liebe das Auto nach wie vor. Brauche aber mal Eure Hilfe:

Hatte nun meinen ersten langen Trip (800km Einzelstrecke) und war sehr naiv was die Auswahl der Ladestationen anging. Habe mich auf das Routing von Google verlassen und dabei kam auch ein Ladepunkt von Aral Pulse. Hab ohne Alternative in der Nähe angesteckt und 1 Euro / kWh bezahlt. Autsch aber selbst schuld.

Jetzt die Frage: wie geht ihr an so nen Trip ran? Habt ihr aus Erfahrung Ladenetzwerke und überschreibt die Ladepunkte von Google bei der Planung? Je nach Verkehr ist die Reichweite ja auch etwas dynamisch. Soweit ich weiß kann ich z.B. Aral Pulse oder andere ja nicht bei Google ausschließen.

Danke

Moin.

Ich verlasse mich da nie auf Maps im Auto sondern plane manuell. Mir ist hier die integrierte Funktion einfach zu schlecht/ zu wenig ausgereift.

Vielleicht noch eine Anmerkung: Selbst an der teuren Aral hätten diese hohen Kosten nicht sein müssen. Es gibt einige Systeme, mit denen man (fast) überall ohne Grundgebühr zu humanen Preisen laden kann, auch bei Roaming.

Beispiele sind EweGo (max 62 Cent) oder Electroverse.

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Everything related to charging in long-travels is an annoyance IF you want to pay the cheapest prices.

On average, for long distance travels, I usually investigate upfront the “cheaper” networks via some aggregators apps. Usually aggregators add additional 10-20% markup to the price, so if you see like 60 cents in Chargemap or Plugsurf - that means the real price from the vendor is 45-50 cents or so. and then I check whether there are their own apps for charging - it’s usually the cheapest option.

But this approach is relevant (for me personally) only when I travel a lot within a country and I plan to stay there for a while.

For one off “drive through a lot of countries trips” I tend to pick Ionity or Tesla Supercharger - they have a stable pricing across Europe, and usually an okay pricing. For long tips, I’m fine paying a bit extra for convenience of not paying too much attention to charging infra.

So, in Google Maps in the car just filter the charging stations by the preferred networks. It looks to me that “country-wide” networks (like Aral in Germany) tend to be more expensive than “Europe-wide” networks (like Tesla or Ionity).

So, good luck with charging on the road!

(I’m rocking my P4 with 19k on odometer in ~10 months).

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Da sprichst du mMn das aktuell wohl größte Problem in der Elektromobilität an.

Meine Vorgehensweise ist momentan nur Ionity Stationen zu nutzen. Für meine Strecken gibt es da meistens passende und mit einem Abo von Ionity, Elli, Electroverse, etc. für 11,99€ auch mit 39ct/kWh am günstigsten. Zudem hat Ionity den “Vorteil”, dass sie als MSP kein Roaming zulassen und damit mit dem Ionity Filter in Google Maps keine anderen Stationen mit eingeplant werden.

Ich empfehle dir außerdem die App Chargeprice. Dort kannst du deine vorhandenen Tarife/Ladekarten hinterlegen und bekommst immer eine Übersicht über die beste Wahl. Außerdem werden auch Ad-Hoc Preise angezeigt und auch Preise von anderen MSPs (evtl. interessant um dort dann ein Vertrag abzuschließen).

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Die Apps Chargeprice für den Preisvergleich und ABRP (A Better Route Planer) für die Routenplanung helfen da ungemein. In ABRP planen und dann über GM ans Auto senden.

Da ich Langstrecken meist mit langem Anhänger fahre, hole ich mir immer einen Monat Tesla-Abo. Da ist meist genug Platz um ohne Abhängen zu laden und ich kann in GM nach Tesla filtern.

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Ergänzend dazu will ich noch die App Charging Time erwähnen, die, wie ich finde, ein ganz cooles und intuitives Planungskonzept hat (u.a. mit Preisanzeige basierend auf hinterlegten Verträgen, Meta-Infos wie Anhänger-/Hundefreundlichkeit, etc.).

Allerdings gibt es noch ein paar Kleinigkeiten, die die Bedienbarkeit leicht erschweren und die Preise stimmen nach meiner Beobachtung nicht immer (das macht Chargeprice besser).

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Ich lasse erstmal die Route mit Google Maps und den jeweiligen Ladestops berechnen. Danach ersetze ich die vorgeschlagenen Ladestops durch die, bei dem ich ein Abo habe. Das ist ziemlich umständlich und hoffentlich ersetzt Google diese irrsinnige Ladeplanung nach Zahlungsnetzwerken durch Ladeplanung nach Anbietern der Ladepunkte. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Ok - vielen Dank Euch allen. Das beruhigt mich etwas, dass ich nicht alleine bin mit der Frustration. Wenn man sich nur auf die automatische Planung von Google verlässt, ist eine Reise annähernd so teuer wie mit einem Benziner. :frowning:
So oft fahre ich nicht Langstrecke, dass sich Abos lohnen… also werd ich in Zukunft wohl manuell jeweils die Preise vergleichen, bzw. der Einfachheit halber auf ionity reduzieren…

Grundsätzlich empfiehlt es sich, meiner Meinung nach, bei solchen Dingen EIN Abo abzuschließen. Bei mir war das in der Vergangenheit Tesla (für einen Monat), da die auch in Italien vertreten waren.

Jetzt bin ich fest bei EnBW, da ich auch deren Stromkunde bin, und dann mit Abo sogar nur 35ct/kWh bezahlen muss.

Was ich jetzt mache (und eigentlich seit 11 Jahren so mache… weil man es damals auch so machen MUSSTE): Ich plane die Strecke einmal am Computer vor. Meist gibt’s da ja 2-3 Routen.

Wenn ich dann sehe die Strecke hat 800 km… gehe ich nach Augenmaß vor und schaue, wo ich grob nach ⅓ und nach ⅔ grob wäre… und schaue dann in der Tesla, bzw. jetzt EnBW App nach, ob um diese Punkte herum entsprechende Ladepunkte sind. Dann schaue ich als nächstes, was es da sonst noch so gibt. Mein Favorit: McDonald’s. Nicht weil ich’s toll finde… aber die Toiletten sind meist in Ordnung und der Kaffee tuts auch.

Entweder gebe ich dann die Adresse zum nächsten Ladehalt direkt im Polestar ein. Oder aber ich trage sie mir im Kalender ein. Öffne den Kalender im Browser im Auto (oder wenn mir die Vorkonditionierung egal ist auch “nativ” in CarPlay) und navigiere dadurch.

In meinem Kalendar sieht es dann so aus.

Ist das etwas aufwändiger? Ja. Gleichzeitig freue ich mich dann aber auf die Stops, weil ich auch ganz genau weiß, was mich da erwartet.

Bist dann dann 1-2 Jahre mit dem Wagen unterwegs… hast du irgendwann in alle Himmelsrichtungen (meist fährt man ja relativ ähnliche Strecken) deine festen Lieblingsspots die du quasi “automatisch” anfährst.

Viele mögen dieses manuelle Vorgehen belächeln… aber ich bevorzuge eine solche volle Kontrolle.

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Du kannst die meisten Abos ja für genau EINEN Monat abschließen. Müsste man jetzt mal durchrechnen… aber bei 1500 km Gesamtstrecke… sollte sich das bereits lohnen.

Die meisten Abos lohnen sich bereits bei der ersten Ladung (10 bis 80%).

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Genau.

Einfache Rechnung: Bei einer Preisdifferenz von 25ct/kWh und einer angenommenen Monatsgebühr von 11€ lohnt sich das bereits bei 11/0,25 = 44kWh, also beim ersten Ladestopp auf einer Langstrecke.

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Bis hier fand ich Deine Ausführungen echt schlüssig :wink:

Ich nutze auch vorab gern ABRP, habe aber jetzt bei der Wärme und längerer Strecke schon um einiges effizienter mit dem integrierten GM System gearbeitet (spätere stops und damit am Ende kürzere ladezeit)

Wie macht ihr das mit ABRP, bekommt ihr genauere Planung oder ist die bei euch auch eher zu pessimistisch und man hat mehr SoC am Ladestop als vorher kalkuliert

Wie gesagt… ich bin kein Freund von McDonald’s. Aber gerade EnBW… findet sich auch sehr oft an Baumärkten. Und da ist es mit Kaffee und Klo eher schwierig. Insbesondere Sonntags. Man nimmt, was man kriegen kann.

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Danke für die Tipps! Hab mir gerade beide Apps angeschaut und damit sollte man gut auskommen (Gute Preisfindung über Chargeprice oder ähnl. + Ladestopp-Planung über ABPR).

Seit ich den Realverbrauch mit CSV in ABRP einspeise, plant es eigtl. ganz ok.
Allerdings nutze ich ABRP nur für die Vorplanung und Auswahl der Ladestopps bei neuen, unbekannten Strecken. Den tatsächlichen Ziel-SoC entscheide ich enroute dann beim Ladestart anhand der GM-Prognose für das nächste Ziel.

Zusätzlich zum Abo habe ich mir noch diese App gezogen:

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EWGo ist prima, wenn du nur sporadisch extern laden musst.

Bin Ende März mit unserem PS 2 BST wieder nach Cannes gefahren. Knapp 1.300km eine Strecke. Mit EWGo Ladekarte kein Problem.

Reisezeit gesamt 14 Stunden 15 Minuten mit insgesamt 7 Ladevorgängen, geplant über ABRP/Google.

Route über das Handy ins Auto schicken, beim Ladestop den nächsten geplanten Stop anzeigen und nur so lange laden, das der nächste Stop mit 7-8% Restreichweite erreicht wird. So fahren wir schon einige Jahre vollkommen entspannt in die Provence oder Cote Azur.

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So ein bisschen hoffe ich ja auf Onkel Gemini, der Tante Google dann bei der Ladeplanung unterstützen wird.
Mir wäre es ja recht, wenn man einfach nur das Ziel eingibt, die Ladeplanung vom Auto erst mal grob einen Vorschlag erstellt.
Um aber diesen ganzen Mist mit manuellem Ersetzen der 5 Ladestopps und dem Wunsch, lieber bei McD an der Säule zu stehen als am Baumarkt deutlich zu vereinfachen, wünsche ich mir:

„Hey Gemini. Danke für die Ladeplanung. Jetzt ersetze alle Ladestopps durch Ladesäulen an McD-Standorten mit mehr als zwei Ladepunkten. Bevorzuge den Anbieter xyz.“

Wenn schon Gemini, dann auch richtig, finde ich. Dass ich unterwegs fragen kann, was der amerikanische Präsident wieder behauptet, interessiert mich eigentlich weniger.

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