Mein Tripp nach Spanien

Nach einigen gute Erfahrungen mit meinem P2 wollte ich nach Spanien reisen. Normalerweise habe ich einen durchschnittlichen Verbrauch von ca. 22-23kwh/100. Ich hatte als Zahlungsmittel die Plugsurfing Karte mit meinem geschenkten Guthaben sowie eine plug&roll und Kreditkarten dabei. Zu Hause habe ich Vorsichtshalber 100% geladen. Als erste Ladestation hatte ich die Station an der Raststätte Grauholz Nähe Bern gewählt. Dies funktionierte ohne Probleme. Dann war ein Übernachtung in Genf geplant. Leider hatte das Hotel keine Ladestation bzw. nur eine normale Steckdose. Ich durfte gratis anhängen mit dem Ziel am nächsten morgen mit etwas im Tank zu starten. Leider funktionierte die Steckdose nicht wunschgemäss so dann ich wenig im Tank hatte. Also ging’s weiter nach Frankreich. Bei der ersten Ladestationen mit 150kw funktionierte die Ladung jedoch dauerte sie etwa Doppel so lang wie gedacht. Bei einem Ladestand von ca. 50% fällt die Ladeleistung kontinuierlich bis auf ca.20kw bei 90% zusammen. Anstelle von 30min 1h. Dann bei der Weiterfahrt kam noch eine Menge Verkehrsstau dazu. Somit wurde es langsam knapp mit der Stromreserve. Also musste ich eine geeignete Ladestation mit min 50kw finden. Natürlich abseits der Autobahn. Die App führte mich dorthin. Leider funktionierte die Karte nicht. Was tun?? Zum Glück kam der Inhaber der Tankstelle vorbei und war begeistert einen PS2 erstmals zu sehen so das ich mit seiner Karte laden (gratis)durfte. Bei den nächsten Ladehalts ging’s einigermassen gut. Dann kam die Ladeüberaschung. Angegeben war 0.73€/min. Nach dem anschliessen ging zügig hoch auf 150kw. Dan dachte ich ok funktioniert und habe das Auto verlassen. Nach ca. 10 min wollte ich nachschauen ob alles ok ist siehe da es wurde nur noch mit 25kw geladen?? Ich setzte mich ins Auto und die Leistung ging wieder auf 150kw. Das wollte ich nun genau wissen und Verlies wieder das Auto. Was geschieht die Leistung viel wieder runter nun setzte ich mich def. Ins Auto und die Leistung ging wieder hoch. Nach ca.20min die Fehlermeldung Ladung wurde abgebrochen. Frage: wird dadurch die Ladezeit kürzlich verlängert um mehr Kosten zu generieren. Der Stecker war sehr heiss so das ich auf eine andere Säule mit nur 50kw wechselte. Der tripp sollte ab Genf ca. 8 h dauern mit den Ladestroms Ungereimtheiten dann 12h.
Bei der Rückreise sollte alles besser werden. Mitnichten es wurde schlimmer.
Ladesäulen funktionierten nicht.
Karten funktionierten nicht.
Mit Hilfe der App ladesäule gefunden jedoch Zugang gesperrt
Es musste übernachtet werden. Zum Glück hatte das Hotel eine Ladesäule jedoch besetzt. Ich konnte mit dem Mitleidenden (hatte die ähnlichen Erfahrungen) vereinbaren das ich ab morgens um 5 die Säule benutzen durfte.
Der Verbrauch stieg auf der Autobahn bei 125kmh auf ca 27kwh. Dies wird bei keiner App berücksichtigt.
Fazit: lange Reisen mit x Ladestopfs sind nicht machbar. Ich jedenfalls nehme wieder den Diesel aus der Garage.

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Danke Christian, guter Bericht - die Ladeinfrastruktur ist offensichtlich noch nicht was sie sein sollte. Darum sollte sich die Politiik in den Ländern kümmmern (und nicht einfach Fördergelder zum Kauf von E-Autos ausschütten).

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Ungut. Mir ist es in Italien mal passiert. 6 nagelneue HPCs aber keine Backend-Verbindung. Glücklicherweise ein funktionierender 50kW Lader daneben.
Gestern in Würzburg. 6 Ladesäulen (eine HPC) bei der Fraunhofer und alle außer Betrieb (stand in der App seit Juni. War nicht so wichtig, weil 80% SoC, aber ich musste deswegen nochmals gegen Ende der geplanten Strecke nochmals 15min stoppen).
Dort hat die Telekom Säule auch einmal die Ladung gestoppt nach 16kWh, weil die Säule rebooted hat. Das muss echt noch etwas besser werden, aber glücklicherweise liegt es ja an den Ladestationen und nicht am Auto.

Die Förderung ist doch sowieso fürn A-rm :blush:. Der Hersteller weiß was er für das Auto haben muß und was der Kunde bereit ist dafür zu bezahlen.
Also haut er die Förderung drauf und alle sind zufrieden.
Die riesige Summe an Fördergeldern in die Lade Infrastruktur investiert dann ständen wir heute besser da.
Da sieht man wieder was wir für „Experten“ in der Politik haben.
Verkehrsminister und Wirtschaftsminister absolute - ich will mich nicht strafbar machen :wink:

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Das ist die Natur der Subventionen und Förderung - sie werden zum großen Teil auf den Preis aufgeschlagen. Letztlich egal ob Bonus- oder Malussysteme, die Zeche zahlt immer der Endkunde der die Kosten nicht weitergeben kann.

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Und deshalb wundere ich mich immer über die - aus meiner „schweizerischen“ Sicht - enormen Förderbeiträge bzw. Subventionen, welche in Deutschland im Moment gerade die BEVs „verbilligen“… War nämlich übers Wochenende gerade interessehalber auf den einschlägigen Webseiten von VW bzw. von Verkäufern, um ich über die Preise eines ID3 kundig zu machen, die da wundermässig von z.B. >30kEuro auf 22kEuro „sinken“.

Irgend jemand (letztendlich dann wohl alle, die Steuern zahlen) wird am Schluss diese Differenz begleichen (müssen), denn kein Hersteller will und kann als finanzieller Wohltäter unterwegs sein…

Und keine Angst, ich will nicht auf VW umsteigen, sondern einem Freund den Umstieg in die Elektromobilität schmackhaft machen… :wink:

Oh wow, das macht mir gerade Angst… Danke für den Bericht, Christian. Ich fahre diesen Freitag mit meinen Kindern auch aus der Schweiz in die Toskana. War eigentlich schon davon ausgegangen, dass die Ladesäulen unterwegs auch funktionieren.

Eine Frage dazu: ich habe nur Swisscharge, Plugsurfing und Kreditkarten… Ich dachte das sollte reichen. Ist dem nicht so? Brauche ich noch was? Danke und Grüsse!

Wir sind wieder mal ziemlich o.T…

Die Förderung hat bei mir schon einen Beitrag dazu geleistet, mir ein BEV zuzulegen. Mittlerweile fällt es mir schwer mir vorzustellen jemals wieder einen Verbrenner als Daily zu fahren. Somit hat sie ihr Ziel erreicht. Und: Klar ist die Förderung völlig ungerecht und bevorzugt Leute die sich einen Neuwagen leisten können, einen Stellplatz mit Lademöglichkeit und am besten noch eine PV haben. Solche wie mich. :innocent:

BtT:
Der Reisebericht ist interessant. Gerade Reisen ins Ausland benötigen offenbar immer noch (zu) viel Pioniergeist. Das wird hoffentlich schnell besser werden.

Hoi Lukas
Am besten lässt du deine Route mit plugsurfing darstellen und kontrollierst die vorgeschlagenen Ladestationen welche Karten zugelassen sind. Dann trägst du die Haltestellen in Google Maps ein und kontrollierst die Distanzen.
Beispiel: hatte im Auto eine Reichweite von 330km die Strecke zur Ladestationen war 210 km sollte doch reichen? Leider nein musste dringen eine andere finden.
Gute Fahrt

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Hallo Lukas

Ich war vor zwei Wochen mit Wohnwagen und Polestar in der Toskana. Ich musste also circa alle 180km laden. Ionity ist gut ausgebaut und haben alle funktioniert (bis auf Bellinzona Nord). Ich empfehle dir die App ABRP. Damit kannst du im vorraus deine Route planen und auch die Ladestationen z.B. auf Ionity begrenzen.

Weiter gibt es auch diverse CCS-Ladestationen von örtlichen Betreibern. Ich habe mir dann kurz die App „Nextcharge“ heruntergeladen (QR-Code auf der Ladestation) und eine Kreditkarte hinterlegt und geladen. Völlig entspannt!

Viel Spass :slight_smile:

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Hallo Christian

Spannend, ich mache da ganz andere Erfahrungen. Wie warst du unterwegs? Hohe Geschwindigkeit + Dachbox + Fahrradträger + volles Auto? :wink:

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Auf den Autobahnen 115-130 mit Fahrradträger und 2e-bikes.
Normalerweise habe ich im Umkreis von 100km einen Verbrauch von 22kwh.

Fahrradträger am Heck auf der Anhängerkupplung oder auf dem Dach?

Beides ist für den Verbrauch nicht förderlich, auf dem Dach ist sicher nochmals schlechter als auf der Anhängerkupplung.

Wir wollten im Sommer mit dem PS2 nach Frankreich (Bretagne) und fahren nun wegen Protest der Mitreisenden Kinder mit 2 Verbrennern :frowning:

Auf der Anhängerkupplung.
Gute Idee meine Frau streikt auch( nie mehr auf eine lange Reise mit PS2).
Aber der Reisekomfort ist unbestritten sehr gut!!!

Ich kann Euch (neben der Routenplanung) nir das goingelectric-Forum empfehlen.

Einmal findet ihr dort recht zuverlässig Informationen über die Ladesäulen(auch für das Ausland), was davon lebt, dass ihr selber Eure Ladungen dort selbst eintragt. So ist schnell zu überprüfen, ob einenLadesäule defekt ist, bzw. nur langsam lädt. Wenn Ihr Eure Erfahrungen nicht eintragt, passiert dem Nächsten halt das gleiche Diseaster.

Zum zweiten findet ihr dort zu beliebigen Reisezielen immens viele Reiseberichte und -hilfen zu den einzelnen Gebieten. Die sind in einem Polestar-Forum natürlich dürftig, da wir zahlenmässig nicht der Nabel der Welt sind.

Zum dritten findet dort jeder schnelle und aktuelle Info zu den nötigen/sinnvollen Ladekarten und Informationen zu denen.

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115-130 km/h ist darüber hinaus auch absolut tödlich. Entweder man fährt schneller und lädt öfter, oder man fährt zwischen 95-100 und senkt den Verbrauch deutlich. Insbesondere mit Anhänger, da das den Widerstand nochmal extrem in die Höhe treibt.
Der steigende Luftwiderstand treibt den Verbrauch einfach immens in die Höhe. Bei einem Verbrenner fällt das nicht sooo auf, da der von sich aus sehr ineffizient ist und der Luftwiderstand hier nur eine geringe Rolle spielt. Beim EV sieht das ganz anders aus. Da machen 19" vs. 20" Reifen, Luftdruck um 0,2 bar höher… oder eben 100 vs. 120 auf der Autobahn jeweils einen großen Unterschied.
Ein EV fährt sich nun mal anders als ein Verbrenner… mit allen Vorteilen, und manchen Nachteilen.
Aber das „OMG nie wieder mit dem Polestar in Urlaub!!!“… naja, ich sag dazu nix… und schüttle einfach mit dem Kopf.

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Bisher nicht erwähnt worden: man lädt auf Langstrecke nicht auf 90%, natürlich dauert das sonst alles viel zu lange. ABRP hält den SoC wenn möglich zwischen 10% und 65%, in Ausnahmen auch mal über 70%. Auch muss man mit „150kW“ am Lader vorsichtig sein, wenn das ein HYC150 ist liefert der für unser 450V nur 75kW.

ABRP kann man übrigens sowohl dazu bringen den erhöhten Verbrauch durch den Fahrradträger zu berücksichtigen, Ionity zu bevorzugen und nur an Stationen mit minimum 4 Stalls zu fahren.

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Also ich kann das oben beschriebene kaum glauben. Wir waren gerade 1600km Hin und zurück nach Kärnten unterwegs. Völlig problemloses Laden bei Ionity, trotz Fahrradanhänger mit 2 ebikes nur einen Durchschnittsverbrauch von 21,5 kWh (max 130, wenn nicht Stau und nicht beschränkt). Der Verbrauch auf dem reinen Autobahnanteil war hin bei 23, kW/h, zurück bei 21,1 kWh. Vor allem macht mich oben stutzig, dass der Verbrauch viel zu hoch für 125 km/h ist, dass CCS Stecker normalerweise nicht heiß werden und dass Verkehrsstaus Reichweite kosten (das Gegenteil ist eigentlich der Fall).

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was soll an 115 - 130 km/h tödlich sein? Der Sweet Spot liegt eigentlich bei 140 km/h.

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Verbrauchs- vs. zeitoptimiertes Fahren.

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