ich spiele mit dem Gedanken mir einen gebrauchten Polestar 2 LRSM Pre-facelift zuzulegen, mich würden allerdings eure Erfahrungen mit typischen Problemen und verbundenen Kosten der Reparatur interessieren. Auch wenn ich natürlich hoffe davon verschont zu bleiben, sind gefühlt alle Angebote vorher mal ein Mietwagen gewesen…
Mir sind bis jetzt nur die klappernden Achsen (Wheel of fortune) bekannt, die man scheinbar aber auch nicht unbedingt reparieren muss (?)
Alternativ habe ich noch den ID3 im Blick, der im gleichen Preissegment angesiedelt ist (Long Range Varianten in beiden fällen so um die 23-26k). Da würde ich mal schätzen, dass die „ungeplanten“ Reparaturkosten vermutlich günstiger sind. Polestar finde ich aber einfach viel schicker…
Gerne einfach mal eure Erfahrung teilen, egal ob vollkommene Katastrophe oder seit 4 Jahren kein einziges mal in der Werkstatt.
Hi Hawxxer. Also bei mir (Launch Version) haben sich innert 5 Jahren und 52’000 km null Probleme ergeben, ausser den “klapperenden Achsen”, wie du es nennst. Da wurden mir die hinteren Elektromotoren auf Garantie ersetzt, wobei nur einer “geklappert” hatte. Den anderen haben sie vorsorglich gewechselt. Was das kosten würde, weiss ich nicht und wie notwendig es ist, es gegebenenfalls zu flicken auch nicht.
Außer rechts vorne der Dämpfer, der leicht geklappert hat, (ist beim Performance eine Schwachstelle) der sofort kostenlos getauscht wurde, noch nie Probleme gehabt. Das beim ID3 die Reparaturkosten günstiger sind würde auch nicht unterschreiben…
Mein Polestar 2 hatte während der Garantiezeit einen Ausfall eines Kommunikationsmoduls, das 3 Anläufe zur Reparatur gebraucht hat. Ohne ging kein GPS und kein Internet. Laut Werkstatt hätte die Reparatur 3000 € außerhalb der Garantie gekostet.
Da der Fehler aber nach 2 Monaten beim Neuwagen auftrat, halte ich es für einen Montags-Fehler.
Zum ID3: hatte ich mal 3 Tage als Mietwagen. Der Polestar 2 spielt für mich in einer VÖLLIG anderen Liga. Beim gleichen Preis würde ich nicht 1 Sekunde den ID3 in Betracht ziehen. Schon allein wegen der grausamen Software nicht.
Ich stimme hier mal zu: Der ID.3 ist ein völlig anderes Fahrzeug. Schon alleine wegen der fehlenden Allrad-Option sowie keine AHK mit Zuglast (zumindest nicht ab Werk). Der ID.3 ist aber ansonsten für sich genommen kein schlechtes Auto.
Ich würde empfehlen einfach beide mal für ein paar Tage auszuleihen und ausgiebig zu testen. Im Winter sind übrigens beide keine leuchtenden Beispiele. Was bei mir gegen VW spricht ist die Software. Wenn die App in den ID-Modellen genau so „grandios“ funktioniert wie bei unserem e-Golf - dann gute Nacht!
Natürlich hat der auch Probleme. Aber die wurden in meinem Fall immer zeitnah und im finanziellen Rahmen behoben (z.B. OBC-Defekt nach 60.000km).
Einzig der Reifen-Ersatz ist ein größerer Kostenblock. Hängt aber auch ein wenig am Fahrer.
1x Achsmanschette (außen) in freier Werkstatt für knapp 100€ Frühjahr 2026. Sichtbar war zuvor Fett auf der Felgeninnenseite.
Sonst unauffällig.
Macht seinen Job vorrangig im Wald und das gut. Zu empfehlen ist da aber nicht das Performance Paket, der zeitweise Schlamm ruiniert die goldene Farbe.
der PS 2 ist relativ selten defekt, Aussage meiner Werkstatt. Die sind groß und vertreten viele marken.
Habe auch LRSM und nix an den Achsen oder Stoßdämpfern. Aber aktuell waren bei 130 Tsd KM der OnBoardCharger und die Hochvoltheizung defekt, vermutlich aufgrund der Unterbodenwäsche. Hat 3.600,- € gekostet. Aber das kann mal passieren.
Ich sehe es auch so wie viele Andere, der PS 2 spielt 2 Klassen höher als der ID 3. Der macht auch nach 3 Jahren noch jeden Tag Spaß!
Als Ergänzung: Ich hab meinen jetzt ziemlich genau 2 Jahre und 25.000km (mit 40k und 3 Jahren gebraucht gekauft). Außerplanmäßige Werkstattaufenthalte gab es 2. Einmal der schon erwähnte OBC-Defekt und kürzlich der Tausch der schwachen 12V-Batterie.
Man muss sich halt schon darüber im klaren sein, dass man hier kein Billig-Kleinwagen fährt. Ich versteh deshalb manche „Meinungen“ über dieses Auto nicht so ganz. Es ist ein echtes Nischenmodell und damit etwas besonderes. Die Unterhaltskosten sind erstaunlich günstig (Versicherung und Service-Kosten), es geht aber auch in die andere Richtung (Stromverbrauch und Reifenersatz).
Letztlich hat ein (privater) Autokauf auch immer eine emotionale Komponente, sonst könnten Hersteller wie Polestar gar nicht überleben und wir würden alle Dacia fahren.
Ich hatte 2 PS2, allerdings bei beiden nicht mehr als 50 tkm. Bei beiden hatte ich keine außerplanmäßigen Reparaturen.
Was den ID.3 angeht. Den hatte ich ein halbes Jahr zwischen den beiden PS2, da ich den Arbeitgeber wechselte. Selbst meine Frau, die Autos eher nach der Farbe beurteilt, fand den krachend schlecht. Tatsächlich war ich negativ überrascht, wie schlecht sich das Ding in Kurven wie bspw. Autobahnabfahrten verhielt. Mit dem PS2 konnte man deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren oder der ID.3 kam schlicht bei Nässe schnell ins rutschen. Und nein ich dübel nicht wie ein Bekloppter durch Kurven. Das war aber der ID.3 vor der Modellpflege mit dem schwarzen Brett auf der Motorhaube. Ach ja, im Winter war laden mit ID.3 eine Katastrophe. Der hatte wohl keine Vorkonditionierung, so dass 75 kW das Maximum waren. Der PS2 war da eine Bank. Mit ausreichend Zeit zum Vorkonditionieren gab es immer fast 150 kW.
Das war bei uns genauso. Ich wollte den ID4, meine Frau den ID3. Ich bin im Vorfeld beide schon Probe gefahren und habe mir zum ID4 gedacht: Es ist halt ein Fortbewegungsmittel.
Beim nächsten gemeinsamen Besuch beim Händler ist sie dann Probe gefahren – vorher ist sie nur Kleinwagen wie den Ford Fiesta oder den Nissan Micra gefahren – und die ID-Modelle sind für sie beim Fahrgefühl durchgefallen.
Meine Meinung:
Mein Polestar ist nun 3 Jahre alt, hat aber 5 Jahre Garantie. Bisher so gut wie nix gehabt.
Ich halte die Qualität beim PS2 für wesentlich besser als beim ID.3 und ich glaube, dass bei meinem
kleinen Volvo-Händler die Werkstattkosten geringer sein werden als beim VW-Händler.
Z.B.: Beim Räderwechsel sucht man auch nach 3 Jahren noch Rost an der Radaufhängung,
was bei einem VW Golf oder Passat schon nach einem Winter leicht zu finden ist.
Ich kann Verschwörungserzählungen wie „Unterbodenwäsche kann […] crashen“ nichts abgewinnen.
In meiner über 40 jährigen Autofahrerlaufbahn brauchten fünf Fahrzeuge einen Abschleppwagen. Davon zwei Polestar 2, leider. Einmal dieses frühere TCAM Problem, unlängst ein Isolationsfehler in der HV Heizung. Kam kurz nach Ende der Herstellergarantie und die Reparatur hätte laut Werkstatt 1.200,- gekostet. Zum Glück habe ich die Garantieverlängerung abgeschlossen. Zur Zeit steht mein Auto in der Werkstatt, weil es hinten rechts sporadisch mit einem undefinierbaren Schleifgeräusch nervt. Bremse, Radlager und Antriebswelle wurden mittlerweile ausgeschlossen, bin gespannt was es ist. Bei den Werkstattpreisen hier bei Volvo weiß ich nicht, ob ich das Auto ohne Garantie fahren wollte.
Die Stundensätze der Volvo/Polestar Werkstatt hier habe ich angehängt.
Die Stundenlöhne sind unfassbar. Da ist ja ein Strategie-Berater heutzutage ein Schnäppchen.
Aber warum die Lackierung eines BEV teurer ist als bei einem Verbrenner, muss mir mal jemand erklären. Ich habe das beim bei den normalen Werkstatt-Arbeiten schon nicht verstanden. Ja, das Berufsbild hat sich verändert. Aber dafür müssen die HV-Menschen auch nicht mehr wissen, wie ein Vergaser funktioniert.
Bei den Serviceleistungen haben sie aber fehlerhafter Weise vergessen, dass die Innenreinigung eines BEV mindestens 30,- EUR mehr kostet
Es ist keine Verschwörungstheorie, wenn bei mir direkt nach der ersten jemals durchgeführten Unterbodenwäsche der OnBoardCharger kaputt ist und alle Sicherungen sämtlicher Wallboxen rausfliegen. War halt so. Klar weiß ich letztlich nicht die Ursache für den Defekt, aber der Zusammenhang ist für mich eindeutig.
Nach dem Tausch des Chargers wurde festgestellt, dass auch die Hochvoltheizung beschädigt ist, wurde auch getauscht. Die 50 A Sicherung war geschmolzen. Alles nach Ablauf der Garantie bei km 130.000.