Das bestreitet ja keiner und tatsächlich hängt das Wohl und Wehe am Schluss an Li Shufu. Ob er die Geschäftsentwicklung auf dem Heimat-Markt und größten EV Markt der Welt so lässig betrachtet, wage ich zu bezweifeln.
Im ersten Halbjahr 2025 sind in CN gerade mal 69 Fahrzeuge verkauft worden, keine (sprich NULL) im April und May 2025. Den PS2 als Allrad gibt es jetzt in CN für 27.800€ statt 48.300€.
Jetzt fiel die US-Steuergutschrift für gebrauchte und neue E-Autos zum 30. September 2025 in den USA weg und wie Trump zu grüner Energie und Elektro steht, ist hinlänglich bekannt.
So bleibt außer in Europa nicht mehr viel an Markt- bzw. Wachstumspotential übrig.
Die Zukunft wird es weisen.
Ich denke auch, das der China-Markt mit anderen Geely-Modellen versorgt wird. Als problematisch sehe ich allerdings, dass Polestar den 5er nicht in USA vertreiben will. Und wenn die sich nach dem Wegfall der Förderungen für E-Autos in Kombi mit den Zöllen komplett aus USA zurückziehen, wäre das schon gravierend. Der reine EU-Markt wird hier zum Überleben bestimmt nicht reichen. Es fehlt einfach ein weiterer PS2 im mittleren Preissegment, der Volumen bringt.
Steht das denn irgendwo offiziell?
Ich hatte letztens ein Video zum P4 gesehen, wo es hieß, der P2 läuft in den USA aus.
Der P4 kommt nun aus Südkorea für die USA und der P3 wird in den USA produziert.
Mit den beiden Modellen ist man weiterhin am Markt.
Mir ist auch keine Quelle bekannt, dass der P2 ausläuft ist klar, bei 100% Zoll ist das nicht wirtschaftlich möglich, aber er bedient auch kein besonders lohnenswertes Segment in den USA.
Nein, dass Polestar sich aus USA zurückziehen könnten, ist EINE pessimistische Variante meinerseits.
Im oben verlinkten Artikel wird gesagt: „When unveiling the Polestar 5 GT in September, the company said it would skip launching in the U.S. and China, two of the world’s most lucrative markets.“
Und in diversen Quellen kann man lesen, dass der PS2 in USA nicht mehr verkauft wird. Bleiben nur 3 und 4 für USA. Ob deren Stückzahlen reichen, um den Markt bis zum Erscheinen des 7ers in 3 oder 4 Jahren zu halten, ohne die Verluste weiter aufzublähen? Man kann nur hoffen.
Ich bin mir da sowieso nicht sicher, wieso der PS 7 der Heilsbringer sein soll. Für den amerikanischen Markt ist der eher zu klein, und auch bei Volvo ist mittlerweile der XC60 die Cash Cow. Das wäre dann künftig der EX60 und im Größenvergleich bei Polestar dann der PS 4. Der wiederum hinkt technisch aber ggü. BMW iX3, Mercedes GLC und in Kürze Volvo EX60 deutlich hinterher …
Ach, keine Ahnung. Habe das, ehrlich gesagt, nicht mehr so verfolgt, da die Aufschieberitis der Veröffentlichung und die Ankündigung von Korrekturen der Finanzberichte mich zunehmend genervt hat.
600 Mio. EUR Darlehen = gutes Jahr nochmal überbrückt. Und die Nachrangigkeit kann als eigenkapitalähnlich interpretiert werden, insofern glaubt Shufu ja zumindest grundsätzlich noch an den Erfolg.
M.E. wird Polestar nicht fallengelassen. Das würde alle Marken im Geely Konzern erschüttern und auch deren Verkaufszahlen drücken. Der Aufbau einer neuen Marke ist sehr teuer.
„Nach der neuen Eigenkapitalfinanzierung und den im Dezember angekündigten Finanzierungszusagen sowie mit der Unterstützung von Geely Holding erzielen wir weiterhin Fortschritte bei der Verbesserung unserer Liquidität und der Stärkung unserer Bilanz“, sagt Polestar-CEO Michael Lohscheller. „Nach einem Rekordjahr im Einzelhandel konzentrieren wir uns nun voll und ganz darauf, Polestar noch stärker zu machen.“
Den anderen Geely Marken (z.B. Zeekr) geht es m.E. nicht besser. Bei PS ist es durch die Börsennotierung nur transparent. Das sind Anlaufverluste, die man akzeptieren muss.
Das sehe ich auch so. Selbst mit Lync & Co. macht man weiter und wagt einen weiteren Versuch.
Polestar ist zumindest mal auf den Straßen zu sehen und gewinnt an Bekanntheit. Wenn Geely jetzt Polestar aufgeben würde, fängt man mit Zeekr wieder bei null an. Zeekr wird am Anfang auch massig Geld verbrennen. Der Aufbau einer Marke bedarf. m.E. Durchhaltevermögen und Kapital.