Naja, der 4er läuft besser als erwartet, aber als „Volumenmodell“ kann man ihn dennoch nicht bezeichnen.
Da wäre der 2er was gewesen, aber leider ist die in 2020 doch noch einigermaßen aktuelle Hardware jetzt nicht mehr zeitgemäß, und so braucht man halt ein Volumenmodell.
Die Spielzeugautos wie 5er oder auch der 6er sind in meiner Auffassung durchaus lohnenswert, wenn, ja wenn man denn Volumen hätte, dass den Spaß finanziert. Aber das hat man noch nicht.
Positiv ist aber zu bewerten, dass Geely bereitwillig die Taschen öffnet. Ich denke, wenn der 7er dann gut wird, dann geht es letztlich aufwärts, hoffentlich schon Ende nächsten Jahres.
Ich hoffe und vermute, dass Geely klar ist, dass es eher ein Marathon ist, eine neue Marke in Europa zu etablieren.
Ich sehe auf den Straßen auf jeden Fall öfter einen Polestar als BYD, Ora, Nio oder wie sie alle heißen.
Es sind auf jeden Fall sehr gute Neuigkeiten, dass der Eigentümer (Geely) weiterhin Geld in das Unternehmen pumpt. Das würden sie nicht tun, wenn sie nicht an einen langfristigen Erfolg glauben würden. Zusätzlich wurde heute bekannt, dass die „Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA“ und Natixis (ein französisches multinationales Finanzdienstleistungsunternehmen) nochmals je 150 Millionen Dollar investiert haben. Für mich sind das durchaus positive Nachrichten und entsprechend positiv reagiert auch der Aktienkurs (zumindest auf den heutigen Tag beschränkt).
Ich weiß nicht, ob der Cupra-Vergleich so passend ist.
Cupra waren anfangs die topmotorisierten Seats. Polestar hat ja eigene Modelle, wenn auch teils auf Volvo-Plattform.
Und der größte Unterschied ist wohl der Verkauf durch Seat-Händler. Wobei mittlerweile sind es wohl Cupra-Händler und es stellt sich die Frage, ob Seat überhaupt überlebt.
Cupra war unterm Strich zu Beginn ja quasi die Tuningbude von Seat, wie es Polestar für Volvo war. Erst zur Elektromobilität kamen dann ja bei beiden Marken eigenständige Modelle auf den Markt. Von daher sehe ich die Vergleichbarkeit schon gegeben.
Also, hmm. In deinem gesamten Beitrag lese ich nicht ein Argument, das deine These der Nichtvergleichbarkeit stützt, sondern lediglich Argumente, die meine Ansicht bestätigen.
Richtig ist natürlich, dass Cupra kein Geld für Autos verbrannt hat, die nur auf dem Papier existieren oder auch nur ansatzweise das Potentzial haben, keinen exorbitanten Verlustbringer darzustellen. Das liegt dann wohl daran, dass in der VW-Gruppe die Marktchancen realistischer eingeschätzt werden.
Stimmt so nicht bei Cupra.
Der Formentor hatte klassischen Antrieb.
Ebenso der Terramar.
Zudem ist Cupra weiterhin die Sportversion von Seat beim Leon und Ateca.
Das ist bei Polestar mit Volvo nicht der Fall.
Polestar wurde klar als eigene Marke von Volvo getrennt.
Du schreibst, dass erst (nicht vorher) zur Elektromobilität bei beiden (Cupra und Polestar) eigenständige Modelle kamen.
Der Formentor war und ist ein eigenständiges Cupramodell abseits der Elektromobilität.
Wieso? Da kommen sie her und es ist nach wie vor ein Teilbereich von Polestar:
Von der Rennstrecke auf die Strasse: Die Entwicklung von Polestar
Polestar begann als Volvo Racing Team und sammelte Erfahrung in der Entwicklung leistungsstarker Antriebe. Die Erkenntnisse aus dem Motorsport flossen über Jahre hinweg in die Optimierung von Volvo Modellen ein. Heute ist Polestar eine eigenständige Marke mit Fokus auf Elektromobilität und Performance. Doch die Verbindung zu Volvo bleibt bestehen: Mit der Produktlinie Polestar Engineered bietet Polestar gezielte Leistungsoptimierungen, die Volvo Fahrzeuge in ihrer Charakteristik verfeinern.
Die Absatzzahlen von Polestar sind doch garnicht schlecht, der Grund, dass man immer noch so saftige Verluste macht liegt an der in den letzten 5 Jahren deutlich veränderten Weltpolitik.
Polestar wollte ja im Prinzip das Konzept der Textil- und der Elektronikbranche kopieren: Design und Entwicklung in Europa, dann vergleichsweise günstig in China produzieren und in Europa und Nordamerika zu den dortigen Premiumpreisen verkaufen.
In der Fahrzeugklasse des P2 (Mittelklasse mit Premiumanspruch) sind Margen von knapp 10% üblich, das kann bei 30% Zoll nicht funktionieren!
Konzernschwester Volvo hat deshalb ja z.B. den EX30 schon ins belgische Werk geholt, der P7 wird auch in Europa montiert werden und gleiches erwarte ich für alle zukünftigen Modelle.
Ich persönlich bin generell der Meinung, dass Polestar wieder näher an Volvo gerückt werden sollte, da es sich dabei um eine sehr etablierte Marke handelt, aber das ist eine andere Geschichte.