Polestar und Ionity?

Polestar & Ionity werden bei PS beworben. Offenbar nun dauerhaft über die Plugsurfing App für 35 cent. Andererseits zahlt man bei Ionity selbst 18 EUR/Monat um dieses Tarif zu bekommen.

Ich habe nun gesehen, dass man bei VW (auch als nicht VW Fahrer) mit Elli für 13 EUR nicht nur den Ionity Zugang bekommt sondern auch den günstigen Tarif für andere AC/DC Stationen, zumindest deutlich besser als Plugsurfing.

Frage mich daher ob es nicht sinnvoller wäre, wenn man seinen Plugsurfing Vorteil „kündigt“ und sich lieber bei Elli mit anschließt?

Wo steht das?

Warum sollte es sinnvoller für ALLE (auch die Gelgentlichschnelllader) sein, eine Grundgebühr/Monat + den Preis pro kWh zu zahlen?

Für mich persönlich ist das Angebot von Polestar deutlich attraktiver, zudem ich ja noch Restguthaben vom Gutschein habe, was nicht gerade wenig ist.

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Beziehst Du das auf dich persönlich als einzelnen Nutzer oder auf Polestar insgesamt?

Offenbar hat VW/Elli als Mitglied bei Ionity da günstigere Konditionen als wir „Normalsterbliche“. Polestar/Volvo (beides keine Ionity-Mitglieder) haben wahrscheinlich auch einen Mengenrabatt bei Ionity und dürften pro Nutzer weniger als die 18€/Monat zahlen. Über die Motivation dieses Konstruktes gegenüber der Ionity-Mitgliedschaft kann man spekulieren.

Du persönlich kannst natürlich Vereinen beitreten, wie Du Lust hast. Wenn du Ionity-Schnelllader oft genug nutzt, scheint mir Elli Drive Highway tatsächlich günstiger als die Ionity Passport Mitgliedschaft.

Ich glaube aber nicht, dass Du die „Polestar-Plugsurfing-Ionity-Mitgliedschaft“ kündigen kannst und dafür 18€/Monat bekommst, die Du dann bei Elli wieder investieren könntest.

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Wenn du persönlich davon profitierst, klar.

Für mich wäre es unsinnig. Ich werde zu 90% bei meinem Arbeitgeber laden und vermutlich nur auf Ausflügen öffentlich. Die Preise von Ellie liegen 8ct/kWh unter denen des EnBW-Standardtarifs. Damit sich das für mich lohnt müsste ich ca. 160kWh im Monat (Also überschlägig 800km) öffentlich laden. Das ist sehr unrealistisch. Dazu kommt die Mindestlaufzeit von einem Jahr (falls sich das in der Zwischenzeit nicht geändert hat), wodurch der Tarif auch für einzelne Monate mit Urlaubsfahrten unattraktiv ist.

Darum nehme ich das Angebot von Polestar für die 35ct bei Ionity gerne mit, zahle ansonsten aber den „teuren“ EnBW-Tarif. Ein Tarif mit Grundgebühren, der nicht monatlich kündbar ist, kommt für mein Nutzungsprofil nicht in Frage. Für Leute, die viel Langstrecke abspulen sieht das aber natürlich ganz anders aus.

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Bitte in die Überlegung mit einbeziehen, dass bei Elli tagsüber bei AC-Laden nach 180 Minuten Blockiergebühren anfallen. Bei andern Anbietern läuft das teilweise erst nach 240 Minuten los, bei einigen wenigen auch ganz ohne.

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Sorry - hatte ich falsch gelesen. Offenbar nur für Käufe bis Ende 22 mit dem vergünstigten Tarif bei Ionity.

Dachte eher an ein Konzept, dass die 13 EUR / Monat von Polestar getragen werden (wieviel das bei einem Massentarif dann auch immer tatsächlich wäre - einige wie Du werden es ja gar nicht umfangreich nutzen). Dann kann Polestar von mir auch den Kaufpreis etwas anheben - denke nur die Wirkung wäre eine bessere als die Plugsurfing Karte.

Das glaube ich so direkt natürlich auch nicht, daher in Anführungszeichen. Offenbar hat sich PS aber was dabei gedacht mit Plugsurfing / Ionity ein Bündnis einzugehen so dass man für 35 cent dort laden kann. Ich würde allerdings anregen, dass man dann heute lieber so etwas mit Elli anbieten sollte. Vielleicht steigt Volvo/Polestar ja 2023 auch dort mit ein?

Und ja - ich meine für alle. Das hat den Vorteil, dass man einen Flottentarif kalkulieren kann und der dann vermutlich billiger ist als ein Abo eines einzelnen. Ich habe immer noch 120 EUR von meinem Plugsurfing Gutschein über, weil ich den nur bei IONITY abtanke - und das dauert halt. Ansonsten finde ich eine Ladekarte bei Übergabe eines neuen E Autos sehr sinnvoll und eine mit vernüftigen Tarifen umso mehr.

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In den Falle wäre das natürlich ein interessantes Angebot, ja. Aber ich befürchte, dass es dabei nicht nur mit einer Absicht seitens Polestar getan ist. Elli ist ja eine Tochter vom VW-Konzern und die Konzerneigenen Marken haben ja „gebrandete“ Versionen der Elli-Tarife. Ich würde da in Frage stellen, wie groß die Bereitschaft seitens VW wäre, so eine Partnerschaft einzugehen, und damit ein Alleinstellungsmerkmal der Eigenen Fahrzeuge auch einem Anderen Hersteller zur Verfügung zu stellen.

Plugsurfing dagegen ist Herstellerunabhängig (und eine Hersteller-Edition der App, wie sie bald auch für Polestar kommt, gibt es bereits für mehrere andere Hersteller), was solche Kooperationen erleichtert. Welche Konditionen zwischen Polestar/Plugsurfing/Ionity vorliegen wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Ich denke da rein kaufmännisch. Eilli hat bereits „offene“ Tarife die denen der eigenen Marken 1:1 entsprechen außer, dasa die monatliche Grundgebühr etwas günstiger ist. Elli ist ja auch nicht IONITY sondern ein Konzept innerhalb des VW Konzern. So wie WeShare - da nun gerade verkauft wurde.

Je größer Elli ist desto besser für VW (solange die nicht draufzahlen). Es stünde Volvo ja frei auch eine eigene Ladekarte rauszubringen, da fehlt es aber vermutlich an Kompetenz und kritischer Größe

2023 wäre etwas kurzfrsitig…
Aber ich bezweifle, dass Volvo aktuell Interesse daran hat. Sie haben ja gerade Plugsurfing in die eigene App intergriert.
Polestar geht einen etwas anderen Weg und hat eine eigene App von Plugsurfing erhalten. Diese ist jedoch in DE noch nicht ausgerollt.
Leading the charge: Polestar and Plugsurfing release an app
Und hier noch die Fratzenbuch-Ankündigung:

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Stimmt genau. Aus der Eigentümer-Situation heraus ist eine Partnerschaft von Volvo/Polestar mit Mercedes wahrscheinlicher. Denn bei den dreien hält Geely signifikant Aktien.
Aber am Ende ist das Konzern-Strategie. Eh man sich einem Ionity-Teilnehmer anschließt, um von dessen Konditionen zu profitieren scheint es mir sinnvoller, direkt dem Ionity-Konsortium beizutreten. Da hat man sich offenbar bei Volvo & Polestar dagegen entschieden, sicherlich aus guten Gründen.

Betriebswirtschaftlich scheint das aktuelle Konstrukt irgendwie „gut genug“ für Polestar. Wahrscheinlich wird sich da nur wenig ändern, insbesondere wenn da Aufwand in Apps zur Lösung gesteckt wird, wie @DOC gerade aufgezeigt hat.
Aber eigentlich ist die Ladekarte und das Guthaben ja „nur“ ein Service für bestehende Kunden oder eben ein „anfüttern“ potentieller neuer Kunden. Die Kosten für Polestar sind da wahrscheinlich nicht so groß, dass es schlimm wäre im Vergleich zur User Experience, vom Hof zu fahren mit einer Ladekarte und eben einfach „versorgt“ zu sein.

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