Polestar will ab 2030 komplett CO2 frei produzieren

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Wenn Polestar CO2 frei produzieren möchte, dann setzen sie also doch bald auf andere Antriebssysteme? :grimacing:

Bin kein E Fan aber auch kein Hasser.

Dennoch sollte jedem klar sein, Autos mit Akku haben eine höhere Umweltbelastung, als sie ein z.B Diesel zu seiner Lebzeiten je erreichen kann.

Du kannst diese sehr generalisierte Aussage sicher belastbar belegen?

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Die Quellen kannst dir gerne selber suchen.
Fakt ist, produzieren und entsorgen einer Batterie fĂŒr das Auto benötigt mehr Bodenerze und belastet die Umwelt um ein Vielfaches mehr. Da kannst den immer moderneren Diesel bis zu deren Ende fahren und hast die Belastung einer Batterie noch nicht weg.

Außerdem ist es politisch fraglich, das Standbein unserer Wirtschaft auf die StĂ€rke des Chinesen auszurichten und nicht auf unsere.
Aber das sind alles Themen. So politisch möchte ich hier nicht werden.

Ich persönlich schaue nicht groß auf die Umwelt. Etwas Ja. Aber manchmal auch nicht. Ich esse kein Fleisch mehr. Ist sicher der grĂ¶ĂŸte benefit den man gehen kann.
Aber ansonsten. Ich fahre gerne die 400 Ps meines Polestar. Und ich fuhr davor gerne die verschwenderischen 400PS meines V6 Benziners.

Ich wollte nur „CO2 Neutral“ infrage stellen. Das geht mit einem Akku nĂ€mlich nicht
.

Danach habe ich aufgehört zu lesen.

Ich halte mich lieber an nach wissenschaftlichen Standards erstellte Studien, statt mich auf dieses Stammtisch-/Schwurbler-Niveau herabziehen zu lassen.

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Ah einer von denen bist du :joy:

Wenn dich lesen so sehr fordert, gibts ja ein Video im Anhang :+1:

Edit:
Oh du hast was ergÀnzt:
Wenn das Frauenhofer Institut nur noch Stammtisch Niveau ist, dann ist das ja toll fĂŒr dich.

Ich arbeite ĂŒbrigens seit nun mehr 14 Jahren in der Forschung fĂŒr genau diese Themen :wink:

Da du aber bedauerlicherweise eine UnfĂ€higkeit gegenĂŒber der Nutzung von Google zeigst:

ErwÀhnt sei an der Stelle, dass nur Produktion und Betrieb betrachtet wurde.
Wenn du jetzt noch Entsorgung einrechnest :wink:
Dann ist das E-Auto Tot.

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Na geht doch


Leider wird immer wieder vergessen, dass fĂŒr den Rohstoff „Benzin/DIesel“ tagtĂ€glich Unmengen von CO2 anfallen.
Von der Ölquelle tief in Russland, USA, Kanada oder der Nordsee ĂŒber gebaute Pipelines, die mit riesigen Pumpen betrieben werden zur Raffinerie, die mit viel Strom (und Erdgas!) dann aus dem Rohöl das Produkt Benzin/Diesel herstellt. Das wird dann in riesigen Tanks zwischengelagert, die voll- und wieder leergepumpt werden.
Dann kommt der Tanklaster (im besseren Fall der Zug) und bringt die FlĂŒssigkeit von der Raffinerie zum Tanker, der quer ĂŒber den Erdball das Zeug auf einen anderen Kontinent schafft, ehe es wieder aus dem Monster raus gepumpt wird und in weiteren Zwischenlagern gespeichert wird.
Dann kommt wieder ein Tanklaster, der das Produkt dann an eine Tankstelle ĂŒberall im Land verteilt schafft. Dann pumpen wird das in unterirdische kleinere Tanks bei der Tankstelle, ehe der „umweltbewusste“ Dieselfahrer eine kleine Menge davon mithilfe elektrischer Energie (Pumpe) in seinen Wagen fĂŒllt.

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass so ein Liter Benzin/Diesel zwischen 30-50 kWh verursacht, bevor der ZĂŒndschlĂŒssel im Wagen rumgedreht wird. Aber leider finde ich gerade diese Quelle nicht.

Ich suche weiter


So, und jetzt geh ich zum Stammtisch :wink:

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Lesen bildet und auf Grund von verstandenen Fakten wird man nicht zum Hasser oder Fan, sondern einfach nur wissender.

Das war der pauschale Aufruf zum Stammtisch.

Aus der Zusammenfassung Deiner Leseempfehlung lese ich selbst bei großer MĂŒhe nicht heraus, dass man irgendetwas pauschalisieren kann.

ABER: WĂ€hrend Verbrenner sich am Ende der Evolution befinden, fangen die BEVs erst an, mit zugegebenerweise verschwenderischer Auswahl an Rohstoffen und Energien.
Das wird sich Àndern, bei den Verbrennern aber nicht.
Wir können auch die Wirkungsgrade herbeizitieren, aber dann wird es tatsÀchlich anstrengend.

Hier die Zusammenfassung des bewußten Artiklels oben fĂŒr alle, die das nicht alles lesen möchten :slight_smile:

Die Analysen zur Klimabilanz von in Deutschland genutzten Elektrofahrzeugen (BEV) gegenĂŒber konventionellen Fahrzeugen zeigen, dass diese von ver- schiedenen Faktoren stark beeinflusst werden. Auf der einen Seite erhöht die derzeitige Tendenz zu Fahrzeugen mit höheren BatteriekapazitĂ€ten die Treib- hausgasemissionen. Auf der anderen Seite zeigen die neuesten Studienergeb- nisse, dass die Batterieproduktion mit immer geringeren spezifischen Treib- hausgasemissionen verbunden ist. Zusammen mit dem angestrebten Wandel im Stromsektor zu mehr Erneuerbarem Strom werden hierdurch die Emissionen an Klimagasen gesenkt. Wie sich die Effekte in der Summe auswirken, wurde in der vorliegenden Studie analysiert.

In allen untersuchten FĂ€llen weisen die BEV gegenĂŒber den Diesel- und Ben- zin-Pkw eine positive Treibhausgasbilanz auf. Sie variiert allerdings sehr stark. Wird die Fahrzeugbatterie eines Mittelklasse-Pkw eher etwas kleiner gewĂ€hlt (40 kWh) und liegen die spezifischen Treibhausgasemissionen bei der Batterie- herstellung eher am unteren Ende der bekannten Studienwerte, dann muss ein in 2019 gekauftes BEV rund 52.000 km fahren, damit seine Treibhausgasbilanz gegenĂŒber einem vergleichbaren Benzin-Pkw positiv wird. Dies gilt fĂŒr die Nut- zung des deutschen Strommixes beim Laden der Elektrofahrzeuge. Über die gesamte Fahrzeugnutzungsdauer werden die Treibhausgase in diesem Fall um 32 % reduziert.

Wenn man auf der anderen Seite die BatteriekapazitĂ€t sehr groß wĂ€hlt (120 kWh bei einem Oberklassefahrzeug) und die höheren aus Studien bekannten Treibhausgaswerte der Batterieherstellung wĂ€hlt, dann mĂŒssen schon rund 230.000 km zurĂŒckgelegt werden fĂŒr eine positive Bilanz gegenĂŒber einem ver- gleichbaren Diesel-Pkw (deutscher Strommix beim Fahrzeugladen, 2019 ange- schafftes Fahrzeug). Die Einsparung an Klimagasen betrĂ€gt dann nur 4 % fĂŒr die gesamte Nutzungszeit.

Die Nutzung von nur Erneuerbarem Strom zum Laden der BEV hat einen sehr großen positiven Einfluss. Selbst hohe BatteriekapazitĂ€ten und hohe Treib- hausgasemissionen wĂ€hrend der Herstellung der BEV können damit ver- gleichsweise schnell kompensiert werden. Im Fall des Oberklasse-Pkw mit 120 kWh BatteriekapazitĂ€t sind es dann ca. noch 100.000km (66%ige THG- Einsparung ĂŒber die Gesamtnutzung). Im Fall des Mittelklasse-Pkw (40 kWh BatteriekapazitĂ€t) sind es unter 20.000 km (68%ige THG-Einsparung ĂŒber die Gesamtnutzung).

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Ist es nur leider nicht.
Wenn zum aktuellen Stand, ein Auto mit ~100kWh gut ~200.000km benötigt (bei gemischten Laden), um in der Bilanz erst langsam besser zu werden, als z.B ein Diesel

Aber noch nicht einmal die Entsorgung mit einbezogen wurde.

Dann sind wir inkl. Entsorgung ziemlich sicher bei ~300.000km

Eine Zahl, die die meisten nie mit einem Fahrzeug zurĂŒcklegen. (Und ĂŒber die Lebensdauer/Zyklen) haben wir jetzt ebenfalls noch gar nichts gesprochen :wink:
Der Akku verliert ja schleichend an Reichweite.

Ja die Verbrenner Motoren sind so ziemlich am Ende ihrer Evolution.
Aber z.B der Treibstoff kann sich noch entwickeln. Hier ist eigentlich noch nicht wirklich viel passiert.
2015 hatte ich im Labor schon etliche rein synthetische Kraftstoffe, die als Diesel Ersatz getestet werden sollten.

Hier wird weiter geforscht, zum Abgasskandal 2015/16 waren die PrioritÀten jedoch andere, somit wurde das einige Jahre ausgesetzt.

Wenn wir jetzt noch betrachten, dass die meisten kein Haus ihr eigenen nennen, mit eigener Photovoltaik
 und die wenigsten bereit sind, monatlich mehr zu bezahlen, fĂŒr den obligatorischen Öko-Strom
 so wird die Statistik fĂŒr das E-Auto noch viel schlechter.

Auf der anderen Seite, fahren natĂŒrlich in anderen Teilen der Welt Fahrzeuge komplett ohne Filterung und Ă€ltesten Abgassystemen herum.
Das schwÀcht die Bilanz der Verbrenner, aber auf der anderen Seite stÀrkt sie die auch. Die Rohstoffe wurden verbraten beim Bau, die Fahrzeuge sehen aber in manchen Teilen der Welt 1Mio Kilometer.
Eine Reichweite, bei dem bisher kein Akku mithalten kann und wird der Akku ersetzt, dann schwÀcht es die Bilanz des E-Autos noch weiter


Recht allgemein muss man dieses Thema also stets behandeln, denn alle Faktoren sind kaum zu ĂŒberdenken und einzuberechnen.

Fakt bleibt die „Stammtisch“ Aussage -zum jetzigen Stand- bleibt ein E-Auto umweltbelastender gegenĂŒber einem modernen Diesel.

Und ich kann immer nur die Augen verdrehen, wenn mir jemand sagt, er sei nun ja Clean, fÀhrt ja E


Seien wir doch mal wirklich ehrlich. Wir fahren E. Weil es billig ist. Nicht weil wir dadurch ökologisch sind.

Ich habe mir die Anschaffung des Polestar genau ausgerechnet.
Und spare damit so viel Geld im Vergleich zu dem was ich davor fuhr, dass es fast geschenkt ist.

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Ganz so schlimm war es nicht, aber der Energiegehalt (~10kWh/l) selbst geht nochmal zusÀtzlich rein. D.h., wir fahren allein mit der Energie, die benötigt wird, um die entsprechende Menge (3-4l/100km) aus der Erde in den Tank zu bekommen.

Hat eigtl. jemand mal die Polestar 2 ÖkobilanzprĂŒfung gelesen?
image

Das nenn ich Fakt(en).

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Seit wann werden die am Ende ihres Lebens entsorgt?

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Das nenne ich mal ne solide Recherche


https://www.google.com/amp/s/efahrer.chip.de/news/wdr-korrigiert-sich-diese-sendung-zu-e-autos-lag-falsch_108048

Wie du siehst, weiß ich Google zu bedienen :rofl:

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Du hast ja gar nichts gelesen?
Ich habe sogar den korrigierten Beitrag des Frauenhofer Instituts verlinkt.

Du bist mir so einer, außer stĂ€nkern gar nicht beteiligen, auch gar nichts lesen, einfach nur gegen schießen, richtig wild.

Das stimmt natĂŒrlich, aber auch nicht besser als der Aufwand um an die Erze einer Batterie zu kommen.

Aber ich habe schon gemerkt, das Thema ist in einem E-Auto Forum wohl so falsch platziert wie die Sinnlosigkeit ĂŒber Tuning in einem Tuning Forum :joy:

Naja ich bleibe dabei. Ich hinterfrage sehr kritisch, auch das was ich nutze :wink:
Und nicht nur das andere.

Aber am Ende entscheide ich immer nach meinem Geldbeutel.

Wer ökologisch sein möchte, sollte gar nichts fahren.

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Woher kenne ich das nur :rofl:

Wenn die Argumente ausgehen, geht man halt die Person an


Stattdessen könntest du dich ja mal qualifiziert mit der Methodik und dem Inhalt der PS-Umweltbilanz auseinander setzen


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Ich bin dafĂŒr, dass wir ĂŒber Wirkungsgrade und die Aberwitzigkeit von 4-Takt-Kurbelgetrieben reden.
Oder der sinnlosen Verschwendung und der Endlichkeit von Öl als Brennstoff.
Oder den unerschöpflichen Quellen Sonne und Wind.

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Mal ganz davon abgesehen dass das Sammeln der Erze schĂ€dlich ist. Klar. ErzĂ€hlt das mal den Menschen im Kongo, die auf mit Öl verseuchtem Land leben mĂŒssen. Kindern die in Öllachen spielen.
Im Grunde kann man festhalten das beides nicht toll ist fĂŒr unsere Umwelt. Was aber am Ende fĂŒr mich zĂ€hlt sind die Wirkungsgrade und die Effizienz des Ganzen.

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Warum soll das nicht gehen? Wenn man alle Prozesse dekarbonisert hat, dann geht das schon. Das ist ja selbst die Idee bei e-fuels, auch wenn es da nochmal mehr Energie kostet.
Die große Frage ist wie macht man das und wie macht man es am effizientesten. Dass Polestar dazu forscht ist doch zu begrĂŒĂŸen.
Ich erinnere mich noch an die Aussage der Kohl Regierung, das wir nie mehr als 20% erneuerbare Energien haben werden in D, geht nicht. Ein paar Jahrzehnte und viel R&D spĂ€ter haben wir schon 50% in Q1 2023 (was ĂŒbrigens automatisch auch den CO2 footprint deines und meines PS niedriger macht).

Und: rein theoretisch lasst sich jeder Prozess CO2 neutral gestalten. Selbst wenn er CO2 freisetzt, muss man es dann wieder einfangen. ‚Net-Zero‘ heißt es ja deshalb.

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Lustig. Ihr habt Probleme. Die Welt hat bald ganz andere Sorgen. Wasser! Nahrung! es Gibt einfach zu viele schlaue Menschen auf der Welt, die so schlau-studiert sind und das wesentliche aus dem Auge verlieren. Diese schlauen Menschen sagen, das es bis 2050 zum Wasser Kollaps kommt. Das sind 25 jahre! Der Zeitpunkt an dem ich mir ne WĂ€rme Pumpe aus china einbaue werde. Wer Jetzt nach einer Quelle fragt 
 Die ist trocken.

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