ich habe nun eine kleine Odyssey hinter mir und einige Stunden in der Werkstatt und in der Leitung beim Polestar Service verbracht und helfen konnte mir niemand. Vielleicht habt ihr eine Idee, bevor ich meinen PS2 nun zum dritten Mal in die Werkstatt fahre:
Vor Weihnachten passierte es das erste Mal, dass ich den Wagen nicht mehr entriegeln konnte - weder per App noch über die beiden Schlüssel. Also bin ich mit dem Schlüsselbart rein, hatte das ganze Theater mit der Alarmanlage im Innenraum und dann war auch erstmal gut. Ich dachte mir: „naja, vielleicht hat er ja mal kurz Schluckauf gehabt.“ Jetzt Anfang Januar war er zu Inspektion und ich habe auch dort mein Problem geschildert. Nach der Inspektion hieß es, man habe eine neue Software aufgespielt - ein 90 € teures Vergnügen - aber jetzt sei wieder alles i.O… Eine Woche später dann ging es los: mitten in der Nacht um ~ 2 Uhr löst die Alarmanlage aus. Der Wagen steht in der Garage also dachte ich schon, dass mir gerade wer die Garage geknackt hat und den Wagen stiehlt. Aber nichts davon: Garage geöffnet und nichts zusehen. Aber eben zu hören. Wieder hat der Wagen auf keinen Schlüssel reagiert und auch nicht auf die App. Auch als ich mit dem Schlüsselbart eingestiegen bin, ließ er sich nicht beruhigen und hat eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, um den Alarm dann von alleine abzustellen. Dann nach weiteren Minuten, fing er wieder an, an der Wallbox zu laden (Akkustand da bei 79% und Ladegrenze bei 80%). Und er ließ sich auch wieder per Schlüssel und App auf- und zuschließen.
Am nächsten Tag bin ich wieder ab in die Werkstatt, Problem geschildert und wieder ein halber Tag Fehlersuche - und nichts gefunden. Mit dem Polestar Service telefoniert und auch dort war man stutzig, konnte aber auch nur an eine Werkstatt verweisen. Nun denn 2 Mal ist „keinmal“. Vorgestern dann wieder: Alarm geht an, Auto reagiert nicht und dieses Mal ist zusätzlich noch der Beifahrersitz in eine andere Position verfahren. Übermorgen geht’s wieder in die Werkstatt, weil ich nicht locker lassen möchte.
Habt ihr 'ne Idee, was das sein kann? Irgendwelche Schlagwörter, die ich in der Werkstatt fallen lassen kann, um die Mitarbeiter auf eine Fährte zu führen?
Hi Martina, der Wagen ist ein 23er Modelljahr. Im November '25 ist er 3 Jahre alt geworden - die 12V Batterie ist ebenso alt. Die Batterie hatte man auch erst im Verdacht, aber wohl nachgemessen und die sei „i.O.“ Sollte ich die auf Verdacht trotzdem tauschen (lassen)?
Ah, OK danke! Überrascht mich: a) dass das die doch recht große Polestar-Vertragswerkstatt das nicht wusste (?) und b) dass die 12V-Batterie so schnell platt ist. Aber vielen Dank, dann ist das der Hinweis, den ich gebraucht habe. Danke!!
Ich hatte auch vor einiger Zeit das Problem, dass (natürlich immer nachts) zufällig die Alarmanlage losging. Das Auto war deswegen mehrfach in der Werkstatt. Einmal ist sie dann zum Glück während der Standzeit in der Werkstatt losgegangen, vorher hatte man mir nicht geglaubt
Mir wurde dann damals gesagt, dass die „Pufferbatterie der Alarmanlage“ leer gewesen sei, was auch immer das sein soll. Es wurde alles auf Garantie erledigt, habe daher nichts zu sehen bekommen.
Der 12V Block wurde defintiv nicht getauscht, was war aber Ruhe danach!
Interessant. Eine fixe Google-Suche zu dem Stichwort offenbarte, dass das TCAM wohl eine eigene 3,6V-Batterie hat. Aber die könne man wohl nicht allein tauschen, sondern es würde gleich das ganze TCAM getauscht werden. Was ein Spaß…
Die „Pufferbatterie“ der Alarmanlage ist nicht der Stützakku des TCAM. Der Stützakku erlaubt das Absetzen des Notrufs bei Unfall auch wenn das 12V-Bordnetz ausgefallen ist.
Der Akku der Alarmanlage ermöglicht das Hupen und Blinken auch wenn der Dieb zuvor die 12V-Batterie abgeklemmt hat. Diese Pufferbatterie scheint bei die aber in Ordnung zu sein, denn ohne diese wäre nach dem Öffnen des Autos mit dem Notschlüssel der Alarm ausgeblieben.
Eine einmal tiefentladene AGM ist kaputt und wird dir immer wieder Probleme bereiten.
Edit: wenn du Zweifel hast, kaufe dir einen Batteriemonitor (ca. 25€) und überwache die 12V.
Bei mir ist ja auch der Alarm losgegangen (Hupen und Blinken) obwohl (angeblich) die Pufferbatterie das Problem war und nach deren Tausch alles wieder ok war.
Vielleicht löst die leere / kaputte Pufferbatterie die Alarmanlage aus und die noch intakte 12V Batterie „versorgt“ dann den Alarm? Keine Ahnung, ob das Sinn ergibt, bei mir war es auf jeden Fall die Lösung
Ob die 12V-Versorgung des Bleiakkus oder die Einspeisung von dem Pufferakku unzureichend ist, ist der Alarmanlage egal. In beiden Fällen wird eine „Manipulation“ erkannt und der Alarm ausgelöst, versorgt von der jeweils anderen Spannungsquelle.
Im Unterschied zum TE, sollte bei deinem Fehler (Pufferakku der Alarmanlage), aber die Zentralverriegelung noch funktioniert haben, oder?
Bei mir war es immer die 12V Batterie die zu schwach wurde. Sobald man Strom anlegte war die 12V Blitzartig wieder OK. Ich hab die 12V tauschen lassen und jetzt ist mal ruhe. Ich frage mich aber nur wie lange. Übrigens gib bei mir nur der schrille pfeiff Alarm los. Nicht aber die Hupe mit Blinklicht…
Hallo zusammen, danke für eure Beiträge und Erfahrungen.
Ich wollte ein kurzes Update geben:
Den Werkstatt Termin habe ich sausen lassen, um eine Runde „Jugend forscht“ zu spielen.
Ich habe einen Batteriewächter an den 12V Block gehangen, und wollte sehen, was so in den nächsten Tagen passiert. Und erstmal tat sich gar nichts. Heute aber dann: Auto um 17:00 Uhr abgestellt und an die Wallbox gehangen - Batteriewächter zeigt 12,2 V an. Jetzt vorhin ging der Alarm los. Nur der schrille Pfeifton - kein Blinken oder Hupen. Auto reagiert nicht auf die Schlüssel, in den Wagen gesetzt und alles tot (kein Licht, kein Infotainment - gar nichts). Auch ein Abstellen des Alarms war nicht möglich. In die App vom Batteriewächter geschaut: 11,5 V.
Es scheint also die 12V Batterie zu sein.
Nun aber etwas, dass ich mir noch nicht erklären kann: wie schon beim letzten Mal ging der Alarm los, als der Ladestand bei 79% angekommen ist. Das scheint mir kein Zufall zu sein. Jemand eine Idee?
Vor allem wundert mich dann doch, dass der Ladestand der 12V Batterie abfällt. Müsste die nicht immer nachgeladen werden - erst recht, wenn der Wagen an der Wallbox hängt?
Morgen baue ich dann die neuen Batterie ein - hoffentlich ist dann Ruhe.
Nein, das mache ich selber.
Es ist etwas fummeliger als bei manch anderen Fabrikaten (und auch Verbrennern), aber das liegt an dem Frunk, den man erst ausbauen muss. Gibt einige Online-Anleitungen dazu.
BMS muss/sollte zurückgesetzt werden sonst können komische Fehlermeldungen im Auto auftauchen und in der App könnte „Batteriestand niedrig“ stehen; muss aber nicht sein. Das hängt wohl vom „Wechselzustand“ ab - so meine Erfahrung. Mit genügend Nerven kann man das auch aussitzen, die Meldungen verschwinden nach ein paar Fahrten.
Frag’ aber bitte nicht nach der Logik, verstanden habe ich das nicht…
Ich habe mich hierzu eingelesen: die originale 12V Batterie hat wohl eine Codierung, die für das BMS lesbar/erkennbar ist. Eine Nicht-Polestar Batterie hat das wohl nicht, sodass das BMS ein paar Fahrten benötigt, um selber die Spezifikation der Batterie zu „lernen“. Ob das stimmt? Keine Ahnung - stand aber so in einem US-Forum zu diesem Thema und klingt auf mich nicht völlig aus der Luft gegriffen. Ich werde berichten, wenn der neue Block eingebaut ist.
Sorry, aber das ist BS. Die Batterie hat 2 Kontakte: Plus und Minus. Da ist auch keine Elektronik drin, die irgendein Signal auf die 12V Gleichstrom aufmoduliert.
Der Unterschied „Original-Polestar“ zu „Zubehör“:
Auf dem (extrem überteuertem) Original-Ersatzteil ist ein Barcode der mit dem Servicetester (VIDA) gescannt werden kann und somit die Eckdaten der Batterie (AGM ja/nein, Kapazität, Nenn-Spannung(!)) halb-automatisch eingelesen werden können. Beim Zubehör-Teil muss das von Hand getippt werden.
Ansonten werden die Betriebstunden und die berechnete (Rest-)Kapazität zurück gesetzt.
Edit: bei Verbau einer nominell gleichen Batterie muss das System die Restkapazität neu lernen, was u.U. zu oben genannten Fehlermeldungen führen kann.
Woher weiß ich das? Weil ich die zweite LiOn-Batterie verbaut habe und mich der Werkstatt kurzgeschlossen hatte, ob und wie das geht. Die waren ganz interessiert weil „haben wir noch gemacht, wüssten wir aber auch gerne…“, also haben wir es gemeinsam gemacht.