Zufriedenheitsgarantie - Rückgabe innerhalb 14-tägiger Frist

Hallo zusammen,

hat jemand von euch Erfahrungen mit der Zufriedenheitsgarantie gemacht? Eventuell sogar bei einer pre-owned Bestellung? Falls ja, lief das Ganze unproblematisch ohne ewig der Rückerstattung hinterherzurennen? Sie schreiben ja auch von einer Rückerstattung innerhalb 14 Tagen, in der Realität kann das natürlich anders aussehen.

Ich spiele gerade mit dem Gedanken aufgrund diverser Mängel - Der Polestar 2 an sich überzeugt jedoch sehr :slight_smile:

Gruß
Manuel

Interessehalber, ohne leider deine Frage beantworten zu können: Welche Mängel gibts, dass du diesen Schritt machen willst?

Softwareprobleme die aber vermutlich vom Service Partner behoben werden können, das größte ist jedoch die komplett verrosteten Bremsscheiben und Sättel. Das hätte ich von einer „Gründlichen 111-Puntke Inspektion“ und „professionellen Aufbereitung“ nicht gerade erwartet.

Ei ei ei. Das ist ungünstig und teuer. Könnte ja ggf aber auch getauscht werden auf deren Kosten?

Was ist es an der Software?

Prinzipiell ja, aber ich befürchte bis das geklärt ist ist die 14-tägige Frist abgelaufen. Softwareproblem ist, dass das Auto denkt es gibt 3 Schlüssel (Habe aber nur zwei). Dadurch kann ich die App sowie den Digital Key nicht nutzen weil dafür alle Schlüssel im Auto sein müssen. Zusätzlich hab ich den Wagen mit der Softwareversion 2.2 bekommen, welche sich OTA nicht updaten lässt.

Ab in die Werkstatt, SW aufspielen lassen und die Schlüssel komplett neu anlernen lassen, dann ist das alles in Ordnung.

4 „Gefällt mir“

Termin ist schon vereinbart und ich glaube auch wie gesagt, dass das kein Problem zum beheben ist. Die rostigen Bremsen sind eher das Thema. Aber darum soll es hier eigentlich auch nicht gehen.

Also insofern es nur das ist, würde ich nachbessern lassen. Und fertig. Wenn das vertrauen natürlich zerstört ist… kann ich das verstehen, dass man dann nicht mehr will.

Ich hol mir auch erst einmal die Meinung der Werkstatt ein. Jedoch wollte ich als eine mögliche Option auch den Weg über die Zufriedenheitsgarantie evaluieren.

1 „Gefällt mir“

Ich hab keine Ahnung von dem Thema, aber vielleicht kannst du mal bei der Verbraucherzentrale anfragen.
Evtl. Gibt’s ja die Möglichkeit, das Auto unter Vorbehalt zu behalten.
Ich stelle mir das grade so vor, dass du bei Polestar bekannt gibst, dass du das Auto wegen der genannten Mängel innerhalb der Frist zurück gibst. Du es allerdings behältst, wenn sie bis Datum X die Mängel beseitigen.
So könntest du PS mehr Zeit einräumen und das Auto trotzdem zurückgeben falls sie es nicht schaffen.

Wie gesagt, keine Ahnung ob sowas geht.

Bei Deinem letzten Absatz hätte ich Zweifel im Hinblick auf das Rückgaberecht innerhalb von zwei Wochen. Ich denke nicht, dass diese Frist dadurch gehemmt wird.

3 „Gefällt mir“

Doch, genau darum geht es hier. Da hat das Marketing die gesetzliche Pflicht schlichtweg gut verpackt. Was bietet diese ‚Zufriedenheitsgarantie‘ denn mehr als das gesetzliche Widerrufsrecht?
Auf freiwillige Kulanz würde ich dabei auf keinen Fall bauen und mich auf keinen Fall mit mündlichen Aussagen von einem frist- und formgerechten Widerruf des Kaufvertrags abhalten lassen. Danach kann man sich immer noch einigen…

3 „Gefällt mir“

Und wiedermal ein Gleichsetzen von Rekuperation und OPD. Daher (nur zu meinem Verständnis) die Frage:
Wieso rosten die Bremsscheiben beim Bremsen mit dem rechten Pedal schneller als beim Bremsen mit dem linken Pedal?

3 „Gefällt mir“

Das ist nicht korrekt. § 312c (1) BGB definiert Fernabsatzverträge als Verträge, bei denen der Unternehmer oder eine in seinem Namen oder Auftrag handelnde Person und der Verbraucher für die Vertragsverhandlungen und den Vertragsschluss ausschließlich Fernkommunikationsmittel verwenden. ‚Gebrauchte Ware‘ ist nicht unter den Ausnahmetatbeständen in § 312g (2) BGB aufgezählt.

Das Gesetz bezieht sich auf den Absatzkanal, nicht auf den Gegenstand, für den darüber der Vertrag geschlossen wird.

Wenn Du andere Quellen hast, lerne ich gern dazu.

4 „Gefällt mir“

Das würde ja im Umkehrschluß bedeuten, dass man mit OPD viel häufiger viel stärker verzögert als ohne? Nach allem, was ich erfahren habe, ist es eher umgekehrt.

Da ich Neuling bin und den P2 noch nicht so gut kenne, hilft es mir immer, wenn hier FAKTEN erläutert werden. Es war mir halt neu, dass sich die Kennlinie des Bremspedals je nach OPD-Einstellung verändert.

3 „Gefällt mir“

Ich möchte an dieser Stelle nicht die 1000nde Diskussion zu OPD on/off starten weil OFF TOPIC//

Betrachten wie aber erstmal einfach die Physik: Um eine Stecke mit einem bestimmten Geschwindigkeitsprofil zu fahren sind Beschleunigung, konst. Geschwindigkeit, Verzögerungen über Reku und Verzögerungen über die mech. Bremse notwendig, physikalisch bedeutet das da/ds bzw. auch dc/ds = const (für die Rennfahrer: jede Runde wird in exakt der gleichen Zeit gehämmert, die Telemetriedaten zeigen keinen Unterschied)
Bis (Hausnummer) 100kW Bremsleistung wird rekuperiert, dabei spielt es keine Rolle über welches Pedal die Verzögerung erzeugt wird. Größere Bremsleistung werden durch HINZUNAHME der mech. Bremse dargestellt, z.B. 150kW Bremsleistung = 100kW Reku + 50kW mech. Bremse (deshalb halten die Beläge auch ewig).
Das bedeutet bei einem perfektem Fahrstil gibt es keinerlei Unterschied zwischen OPD on und OPD off.

Aber, wie wir alle wissen sitzt da ein nackter Affe hinter dem Steuer und der beherrscht die Maschine alles andere als perfekt.
Werft mal einen Blick auf eure Füße - den Fuß aus der Neutralstellung nach unten bewegen und danach nach oben. Ihr könnt den Fuß fast doppelt so weit nach unten wie nach oben bewegen. Anders ausgedrückt: um die Reku-Leistung über das Bremspedal zu justieren steht euch der doppelte Regelweg zur Verfügung (Steilheiten der Kennlinien vernachlässigt!) Das ist für das menschliche Gehirn und die Anatomie viel einfacher als es durch Anheben des Fußes zu realisieren - das wäre die Herausforderung bei OPD on.
Die Herausforderung bei OPD off ist die Abschätzung „wann muss ich genügend leicht das Bremspedal treten“ um am gewünschten Punkt meine Zielgeschwindigkeit zur erreichen. Das Hirn muss also Steigung/Gefälle, Wind Fahrzeuggewicht etc. in die Bewegung des Fußes umsetzen und das ggf. über eine lange Rollstrecke - das wäre die Herausforderung bei OPD off.

Der auf der Strecke beobachtbare Unterschied sind also nicht techn. phys. begründet sondern zeigen einzig und allein die Fähigkeit & Bereitschaft des Individuums mit den Herausforderungen der einen oder anderen Einstellung umzugehen. Bis auf den schnellen Wechsel bietet der Polestar hierzu die notwendigen Einstellmöglichkeiten.

PS:

Das Bremssystem ist autark und weiß nichts von der OPD Einstellung - die Kennlinie des Bremspedals ist unabhängig von OPD. Eine geänderte Kennlinie gehört in das Land der Märchen und wäre für den nackten Affen nur eine weitere, unnötige Herausforderung.
//ON TOPIC

4 „Gefällt mir“

Ist vermutlich schon längst gelöst. Aber wo hast du gesehen, dass das Auto denkt, es benötigt 3 Schlüssel?
Ich vermute folgendes: Beim Koppeln mit dem Handy sind drei Schritte nötig. Beim Schritt zwei sucht das Auto nach dem Handy. Im Display steht über dem Schlüsselsymbol 2/3
Hier könnte man denken, das Auto wartet noch auf den dritten Schlüssel, weil es halt einen Moment dauert, oder weil die zwei Schlüssel übereinander im Becherhalter liegen und das Auto nur einen von zwei Schlüsseln erkennt, und deswegen geht’s nicht vorwärts.
Stattdessen wird lediglich Schritt zwei von drei angezeigt.

Früher gab’s mal drei Schlüssel zum Auto: einen Activity Key und zwei Klötze (bei uns auch der Fall). Der zweite Klotz wurde irgendwann abgeschafft.

Ja, früher, ich weiß. aber nicht mehr letztes Jahr.
Ich gebe lediglich eine Erfahrung weiter die genau zu der zitierten Aussage passt, denn ich bin kürzlich selber drauf reingefallen. Habe nach Handywechsel neu koppeln wollen und dann gedacht „wieso will das Auto drei Schlüssel, habe doch nur zwei“. Hat ein paar Minuten und zwei bis drei Neuversuche gebraucht, bis ich drauf kam und die zwei Schlüssel im Halter etwas anders positioniert habe > schon ging’s problemlos.

Und wenn dieses „Missvertändnis“ zwischen Auto und User dazu führt, dass der User drüber nachdenkt, das Auto wegen Softwarefehler zurückzugeben, dann ist das schon bemerkenswert.

Aber, vielleicht wars ja auch ganz anders…

1 „Gefällt mir“