ACC Geschwindigkeitsüberschreitung - offener Brief an TI

Ich habe das ganze mal durchgerechnet gehabt:

So, wie Polestar es erklärt, geht es darum, die Verluste zu minimieren, die beim Wechsel zwischen Beschleunigen und rekuperieren entstehen, Leitungs- und Wandlungsverluste, etc.

Die kinetische Energie, die das Auto zusätzlich erhält bei den vorgesehenen +3km/h, ist aber kaum der Rede wert. Selbst wenn man dort noch mal Verluste aufschlägt, ist der Effekt minimal.

Darüber hinaus ist seitens Polestar auch die Rede von „Pulse and Glide“, um Verluste zu reduzieren. Dass das ACC auch tatsächlich so regelt, kann ich bestätigen:

In der Grafik sieht man auch, dass das in der Ebene oder auf sanften Steigungen auch gut funktioniert. Man sieht auch schön, wie das Puls-Muster der Steigung folgt. Eine Strecke mit stärkerer Steigung ohne Verkehrsbedingte Geschwindigkeitsschwankungen habe ich leider nicht aufgezeichnet.
Für mich nicht mehr akzeptabel ist dann aber, wenn die abgesteckten Toleranzen, die angeblich notwendig wären, nicht eingehalten werden. So oder so muss das System irgendwann gegenregeln, um nicht aus der Toleranz zu laufen und ob das nun wirklich was bringt, wenn das ein paar Sekunden früher oder später passiert, weil die Toleranzen breiter sind, zweifle ich stark an. Und diese von Polestar gesteckten, in meinen Augen zu großzügigen, Toleranzen zu halten schafft die aktuelle Lösung gemessen an den vielen Berichten einfach nicht. Ist ja schön und gut, wenn man hier und da ein paar Wh sparen kann, aber das geht in diesem Falle zu stark auf die Kosten der primären Funktion des Tempomaten.

Der Tempomat darf da, wo es mich als Fahrer nicht stört, gerne das Pulse-and-Glide-Verhalten anwenden (also in der Ebene oder bei sanften Steigungen). Sobald aber irgend eine Toleranz überschritten wird (in meinen Augen sollte das bei einem modernen ACC nicht mehr als +/-1 km/h sein), muss gegengeregelt werden.

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