Fehlermeldungen & ein leerer 12V-Akku

Hai,

wir haben seit Sonntag leider wieder ein klitzekleines Problem mit unserem Polestar. Von Samstag auf Sonntag stand er an einer 11kW-Wallbox, damit er wieder voll wird. Als wir ihn am Sonntag wieder bewegen wollten, hat er direkt nach dem aufschließen den Lüfter auf voller Power angeschmissen und beim Startversuch kam erst die Meldung mit „Antriebsstrang Wartung erforderlich.“ und anschließend die bekannte Endlosschleife mit der Startüberprüfung. Da ich von dem Problem wusste, hatte ich auf die bekannte Selbstheilung gehofft. Also: abgesperrt, einige Stunden in ruhe gelassen, wieder gekommen, Startversuch, selbe Fehlermeldungen, Lüfter drehte fröhlich weiter. Mit der Zeit wurden die Fehlermeldungen dann immer diverser und mehr.
Man hat richtig gesehen, wie er die 12V-Batterie immer mehr leer saugt. Erst ging das Infotainment aus, ab da war es ihm auch egal, ob man drinnen sitzt, ob abgesperrt ist oder nicht, er hat auch die Beleuchtung nicht mehr ausgemacht.
Als dann schon fast alles aus war, habe ich noch über den Connect-Button (der komischerweise noch funktioniert hat) einen Termin mit dem ADAC für heute ausgemacht. Als der ADAC-Helfer da war, half er uns die 12V-Batterie überhaupt erstmal freizulegen und gab mit seinem Fahrzeug Starthilfe. Dann erwachte er auch wieder, aber haute diesmal alle möglichen Fehlermeldungen rein, wie es bei dem 12V-Problem generell ja der Fall ist. Starten ließ er sich weiterhin nicht.
Wir haben jetzt noch seit Nachmittag versucht, die 12V-Batterie mit einem extra Ladegerät wieder voll zu bekommen in der Hoffnung, dass es nur daran liegt, dass diese sich ganz am Anfang irgendwie entladen hat. Leider ist diese so leer, dass unser Ladegerät diese nicht mehr geladen bekommt.

Der Polestar wurde Anfang Oktober ausgeliefert und hat wegen einem anderen Schaden bisher noch gar keine Updates bekommen. Damit wäre er diesen Samstag dran gewesen.
Die Frage ist nun, ob wir morgen nochmal mit einem anderen Auto versuchen sollen, ihm „Starthilfe“ zu geben, ihn mit dieser wieder für einige Minuten stehen lassen damit er runterfährt und es dann nochmal probieren ihn zu starten, oder ob wir ihn direkt zum nächsten Polestar-Partner chauffieren lassen.
Was meint ihr?

sorry für den Roman :laughing:

Gerne meine persönliche Meinung:
Du hättest doch eh’ die nächsten Tage Deinen Werkstatt-Termin. Also lass‘ Deinen Polarstern morgen in die Werkstatt schleppen und Dir einen Leihwagen vor die Tür stellen. Dann sollen die dort alles tun, was zu tun ist - und gut.

Klar kannst jetzt noch probieren und versuchen, den 12V-Akku irgendwie wieder aufzupäppeln. Um dann ggf. noch 3 oder 4 Tage mit Deinem Auto zu fahren - immer mit dem unguten Gefühl, doch wieder liegen zu bleiben? Ich würde es mir nicht antun.

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Ich hatte vor drei Wochen absolut dasselbe Szenario. Seitdem steht mein PS2 in der Werkstatt. Da war leider auch nichts mehr mit Selbstheilung.

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Nur ein kurzer Satz: 12V Akku aufladen und das sich hier zum x-ten Male wiederholende Drama ist erledigt.

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Das wäre es mir persönlich Wert zu versuchen wenn sich damit der Abschlepp-, Ersatzwagen- und Werkstattstress vermeiden ließe.
Geringer Aufwand - ggf. großer Effekt. :+1:t3:

Evtl. Lässt sich das auch schnell mit einer angeklemmten Ersatz- oder Zweitbatterie testen…

Wahrscheinlich habt ihr Recht und man würde den PS wieder zum laufen bringen wenn man die Batterie mit einem anderen Ladegerät aus dem tiefenentladenen Zustand rausbringt, aber dieser Aufwand wäre jetzt tatsächlich doch größer als ihn einfach in die Werkstatt bringen zu lassen wo er am Samstag ja sowieso wegen den ganzen Rückrufaktionen für eine Woche gelandet wäre… so Brauch ich keine Risiken eingehen oder Aktionen verfolgen die vielleicht doch nicht funktionieren und spare mir zudem 500km fahrt…

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Stimme dir grundsätzlich zu, jedoch gibt es wohl auch Fälle, wo der defekte HVCH für den Ausfall und die Entladung des Akkus ursächlich war. In diesen Fällen bekämpft man dann mit dem Laden der 12V Batterie evtl. nur sie Symptome aber nicht die Ursache.

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Er sagte doch schon, dass er das versucht habe. Und nun?

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Ja, die Ursache ist eher nicht die 12V-Batterie selbst, sondern die Folge von Fehlern, die schließlich auch die 12V-Batterie leersaugt.

Das Schreiben von Polestar an @chrisbgl weist auf diese Kausalkette hin

(fett markiert von mir)

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In meinem Fall habe ich den 12V-Akku, nachdem er völlig entleert war, elektrisch vom Fahrzeug getrennt und komplett aufgeladen. Leider hat das am Verhalten des PS2 nichts geändert.
Die Fehlermeldungen blieben. Der einzige Vorteil war, dass ich den Abschleppmodus aktivieren konnte.

Alles richtig. Es gibt immer Ausnahmen und schlimmere Situationen, als die, die man gerade hat.
Ganz sicher gibt es auch andere oder weitere Ursachen, wie z.B. die Inverter.
Die Ausgangssituation aber ist, dass die Autos alle ewig stillgestanden haben. Das mögen die 12V Akkus nicht. Und vor allem mögen sie es nicht, wenn der Ladungzustand nicht wieder in Ordnung gebracht wird.
Hier hat der Polestar eine Schwäche (er lädt den 12V Akku nicht oder nur ungenügend bei Stillstand), die meines Wissens mit mehreren Maßnahmen in den Griff gebracht werden sollte.
Wie wir alle wissen, klappt das nur bedingt. Das Puffern des 12V Akkus ist nicht gesichert und irgendwann je nach Gebrauch des Autos ist es dann soweit.
Seit den ersten reihenweisen Ausfällen und Abtransporten in Norwegen sind immer wieder die gleichen Abläufe berichtet worden:

  • 12V Fehler, unbestimmte andere Fehlermeldungen
  • die Fake Fehlermeldungen eskalieren, um so öfter man es versucht, das Auto wieder in Gang zu bekommen

Der 12V Akku, d.h. die ordentliche Versorgung des Systems mit 12V ist aber essentiell. Ohne geht es nicht.
Bevor man irgendetwas anderes vermutet, muß das in Ordnung gebracht werden.

Ach ja: das „Reparieren“ des 12V Akkus, wenn es denn überhaupt noch geht, dauert mit einem ordentlichen Ladegerät 24 Stunden. Schnellstarts sind Unfug. Und ein völlig entleerter Akku ist im Eimer. Da hilft nur noch der Austausch.
Wenn das alles nicht hilft, dann kann einer kommen und das Auto abtransportieren.

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Hallo Chris,

grundsätzlich hast du Recht. im konkreten Fall trifft aber die Vorraussetzung „Auto hat länger gestanden“ nicht zu:

Hier sollte lt. Bedienungsanlietung die 12V Batterie durchaus einen akzeptablen Ladezustand haben, siehe hier


Konkret das:

Den Passus habe ich leider erst gestern gelesen, beim nächsten Ladevorgang (nach Update…) werde ich da mal mitmessen - @Kolbenfresser: in deinen 12V Messungen habe ich keinen Ladevorgang gesehen (oder übersehen) um diese Aussage zu prüfen.

Wenn aber hier das Auto über Nacht an der Ladestation hing und trotzdem die 12V Batterie völlig platt ist liegt die Vermutung eines Kurzschlusses im Hochvoltheizer doch sehr nah. Wenn ich das Problem richtig verstanden habe, wird über diesen Kurzschluss die 12V Batterie komplett tiefentladen und stirbt final daran.

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Man will ja nicht unvorbereitet sein, nach mehr als 2 Wochen, in denen ich meinen Polestar nicht bewegen konnte… :grimacing:

Ich habe also zunächst mal die diversen Messwerte aus allen mir zugänglichen Posts in die 3.Ableitung der Relativitätstheorie eingearbeitet und bin zu einem katastrophalen Ergebnis gekommen:

Der 12V-Akku meines polestar war nach 4 Tagen, 11 Stunden und 34 Sekunden komplett leer. Danach haben alle Steuergeräte verrückt gespielt, haben den Hochvolt-Akku auf 0% leergelutscht und den Hochvoltheizer gehimmelt. Kurzum: Mist!

Habe zur Sicherheit Polestar Assistance, Feuerwehr und THW informiert und bin danach zu meinem unter Laub begrabenen polarstern gegangen.

Eigenartigerweise öffnete sich - entgegen der Erfahrungen anderer Betroffener - die Tür und mein Auto ist erkennbar aus dem Tiefschlaf erwacht (Polestar-Logo auf dem Centerdisplay - wird demnächst ja aufgrund der Citroen-Intervention per OTA durch das Sachsenring-Logo ersetzt). Nach Bremse und „R“ ein fröhliches „OK“, 4G und GPS da, Akku bei 81% (glaube, -1% gegenüber dem Abstellen vor 16 Tagen). Bin dann 1,5h gecruised und habe ihn gerade wieder in der Einfahrt abgestellt. Nicht einmal der Ventilator hat danach randaliert :thinking:

Etwas blöd war es schon, dass die ganze Straße von Feuerwehr und Katastrophenschutz zugestellt war. Aber nach ausführlicher Erläuterung meiner Theorien, der Vorlage des Rückrufs R10055 und einigen Kästen Bier für‘s Vereinsheim sind die wieder abgerückt. Polestar Assistance wollte sich eh‘ erst in etwa 3 Tagen melden - da kann ich ja noch schnell Entwarnung geben.

Jetzt habe ich natürlich ein ernsthaftes Problem: Nicht mal auf den wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesenen Totalausfall kann man sich bei polestar verlassen. Werde denen jetzt mal schreiben und ne Frist setzen. So schwer kann das doch nicht sein… :roll_eyes:

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Wenn das mal keine Story für Roland Emmerich ist: Polestar‘s Return!

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Was für überdrehte Fahrer hier… :smirk:…demnächst wird noch Raumschiff Enterprise angefordert
um die Sache von oben zu begutachten… :grin:

Stimmt, finde Einige auch völlig überdreht :crazy_face:

… be different :sheep: :sheep: :sheep: :sheep: :clown_face: :sheep: :sheep: :sheep:

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Ja ja, das ist mein Reden seit -gefühlt- 1648 … im Stillstand lädt der Polestar nicht. Nicht vor und auch nicht nach dem 1. Update. Im engl. Forum schrieb einer, dass da ein Timer dafür sorgen würde … zunächst alle 24 Stunden dann nach Update alle 4 Stunden. Ich weiß nicht, woher er den Unfug hatte.
Er lädt nicht, wenn er nicht durch Fahren oder AC Laden gezwungen wird. Ich habe es hier schon mehrfach ausgeplaudert. Aber keiner hört zu. Das Problem ist ja zu banal. Es muß ja etwas Schlimmeres sein.
Seit der Gesundung meines Akkus durch 24 Stunden Laden mit gutem Ladegerät - hält der Akku sich auf einem vernünftigen Niveau (80-90%) durch mein möglichst langes AC Laden intervallisch aller 3 Tage. Ich beobachte das mit dem Wächter direkt am Akku und App und mit einem zweiten Wächter im Kofferraum, der mir die fehlende Ladekontroll-Leuchte ersetzt.
Das geht … bis bei mir irgendwas anderes ausfällt - man weiß ja nie - hierdurch jedenfalls passiert nichts.
Ob der 2. Rückruf (bei mir 14.12.) dann die (mich) quälende Frage beantwortet, werden wir sehen. Bis danach bleiben meine Wächer aktiv.
Ich lasse mir doch den Fahrspaß wegen eines schlappen 12V Akkus nicht verderben!

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Jo, einfach zuende lesen. „Leider ist diese so leer, dass unser Ladegerät diese nicht mehr geladen bekommt.“
Der Akku ist also nach wie vor leer. Also geht nix. Besseres Ladegerät versuchen oder Akku tauschen. Wahrscheinlich ist der Akku so leergelutscht, dass man ihn vergessen kann.
Und dann ist es natürlich die berechtigte persönliche Entscheidung, was man weiter macht und oder nicht macht. Ich gebe nur noch Survival Tipps. Muß nicht jeder mögen.
Ich hatte heute übrigens ein nettes Telefonat mit meinem zuständigen Service. „Das erste, was wir machen, ist das Aufladen des 12V Akkus. Das ist die Basis.“
Ging mir runter wie Sahne.

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Glaub‘ ich, sagt nur leider nix aus. Wirklich gar nichts.
Dass man dem Akku auf die Beine hilft sagt nur, dass es ihm möglicherweise schlecht geht. Aber es sagt nicht warum es ihm schlecht geht.
Und da gibt es zu Deiner Theorie halt noch (mindestens) eine Weitere:

Du sagst „Akku macht schlapp, dadurch drehen die Steuergeräte durch“
Ich sage „Eine Komponente (Hochvoltheizer?) degradiert, dadurch wird der Akku belastet/geleert und dann drehen die Steuergeräte durch“

Ich versteh’ den Punkt nicht. Kein einziger Verbrenner hat im Stillstand geladen!
Hast Du gelesen, dass der Wagen von @anon20072543 14 Tage stand und völlig normal losfuhr? Es ist also nicht so, dass man den Wagen grundsätzlich nicht länger stehen lassen kann (Wär ja auch absurd).

Der Wagen von @nauz hier im Thread stand hingegen über Nacht an der Wallbox (Wo du ja festgestellt hast, dass dann auch der 12V Akku geladen wird) und fiel direkt danach aus.
Ich hatte zweimal Ausfälle vom Komponenten (4G, WLAN, GPS) und seltsames Verhalten kurz nachdem ich ihn an der Wallbox mit Vorklima betrieben hatte. Andere berichteten auch über Probleme nach Vorklima und Wallbox. Auch das könnte auf den Hochvoltheizer hindeuten.
Der Akku ist in meinen Augen das Opfer und nicht der Täter!

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Mein persönlicher Tipp: immer so parken, dass der ADAC problemlos das Auto auf den Abschlepper heben kann.
Also nicht in Garage oder auf unzugänglichen Stellplatz, denn es ist nicht sicher ob man im Fall der Fälle noch den Abschleppmodus aktivieren kann.

Ich denke nach dem Rückruf mit Hardware Tausch können wir alle wieder etwas befreiter das Auto genießen.

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