Alle Handelswaren müssen doch grundsätzlich beim Übertritt einer Zollgrenze (Einfuhr, Ausfuhr) bei der entsprechenden nationalen Behörde angemeldet werden und es können dann gemäss der geltenden Zollbestimmungen und -verfahren auch entsprechende Kosten anfallen oder aber es gilt eine Zollfreigrenze (z.B. im Reiseverkehr) bzw. es gibt eine ausdrückliche Zollbefreiung.
Im vorliegenden Fall müsste man die exakten (neuen) Bestimmungen der USA lesen, ob darin z.B. ein Hersteller, der auch in den USA produziert, generell von den (erhöhten) Zöllen befreit wäre. Nicht umsonst gibt es ja den Begriff des „Zoll- bzw. Handelskrieges“, da der grenzüberschreitende Handel auch einseitigen Regeln unterworfen sein kann, wenn keine Einigung (mehr) möglich ist…
Übrigens: seit 2024 gilt z.B. in der Schweiz auch für BEVs der normale Einfuhrzoll für Autos (4% glaube ich), da nach Ansicht der Behörden die BEVs (und deren Hersteller) keine spezielle Förderung über einen Erlass der Zollgebühren mehr erhalten sollen, und wir produzieren ja selbst keine Autos…und als Resultat mussten sich die Importeure überlegen, wie sie mit diesen Zusatzkosten umgehen (Endpreis erhöhen? Zusatzleistungen wie Garantie etc. reduzieren? …).
Für Polestar ist es also wohl ein Vorteil, dass die in USA produzierten P3 gar keinem Zoll unterworfen sind, während für alle eingeführten Fahrzeuge obiges gilt. „Nur“ in China produzierende Hersteller haben da sicher einen Nachteil und sind wohl auch im Fokus der USA.
Man müsste noch wissen, welche Teile in den USA produziert und welche nur vor Ort eingebaut werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Batterien aus China geliefert werden, worauf dann ggf. ein hoher Zoll erhoben wird.
Man muss da genau hinschauen was ein „in China produziertes“ Auto ist. Ich erinnere mich als ich vor mehr als 10 Jahren in den USA gewohnt habe und in Washington einen neuen SAAB gekauft habe gab es auch eine Steuer für nicht in den USA hergestellte Autos ab einem gewissen Wert. Dazu wurden tatsächlich die „Inhaltsstoffe“ in Prozent für jedes Modell angegeben. So konnten die von VW in Mexiko überwiegend mit US Komponenten hergestellten Komponenten als US Autos gewertet werden. Ich erinnere mich nicht mehr an Details, war echt tricky.
Polestar 2 unterschreibe ich so.
Polestar 4 für USA und Kanada soll ja bei Renault in Südkorea gebaut werden.
Ich will es nicht beschreien, aber hier hat Polestar tatsächlich durch die Diversifizierung mal einen Vorteil gegenüber BYD (die noch nicht in Ungarn sind) oder den anderen China-Fahrzeugen.
Die Stellungnahme finde ich da nicht …??? Ich finde nur die, die Pole2022 verlinkt hatte und die ist erschreckend nichtsagend. In Kombination mit der Tatsache, das der Kurs ein Allzeittief erreicht hat, wäre ich besorgt. Als Aktionär mehr als als Kunde aber auch als Kunde sind solche Sache nicht schön, denn sie sind typischerweise Alarmzeichen.
Und Fehler in der Abschlüssen 2021, 2022 und 2023 sind Fehler seit Börsengang. Was Abschlussprüfer da für eine Rolle haben, sei mal dahingestellt. Das hatte bei Wirecard auch nichts genützt.
Wäre schon interessiert um was für Fehler es sich handelt und welche Konsequenzen die haben. Weißt Du da was?
Die Polestar Aktie hat 95% ihres Wertes verloren, und das in einem Marktumfeld wo quasi alle großen Indexe auf (oder in der Nähe von) ihrem Allzeithoch sind, allein der Nasd100 ist in den letzten 12 Monaten um 32% gestiegen.
Wenn man schon zocken möchte, wieso setzt man dann auf das schwächste Pferd im Stall? Auch eine Aktie die bereits 95% ihres Wertes verloren hat, kann noch wieder 100% fallen. Die Polestar Aktie müsste übrigens 1900% steigen um wieder ihren alten Höchststand vom November 2021 zu erreichen. Unmöglich? … nein, unwahrscheinlich? … ja
Ja, das stimmt. Die Mantelgesellschaft war aber schon ab Mai 2021 an der Nasdaq handelbar, ändert aber auch nicht so viel an der Gesamtsituation
Dazu kommt die Schwäche des gesamten Sektors. Wer seit 10Jahren eine Aktie eines Automobilherstellers (mit Ausnahme von Tesla, die sich ja selbst nicht primär als Autobauer definieren und mit Abstrichen Toyota) hält, hat als langfristiger Anleger kein Geld verdient.