Jetzt Polestar Aktie kaufen?

Vielleicht könnte man den Thread auch einfach umbenennen in Wirtschaftsnachrichten oder Investorentratsch.

Ich habe den thread im September 22 gestartet weil ich tatsächlich die Frage diskutieren wollte ob man auch Aktien von Polestar kaufen sollte als Statement für die Marke bzw. um den Ansatz den Polestar hatte zu unterstützen.
So wie ich als langjähriger überzeugter Porschefahrer auch meine Porsche Aktien habe. Und davon immer profitiert habe. Zumindest bisher.
Das ist ein anderer Ansatz als der eines klassischen Investors.
Jemand der den Polestar nur aus wirtschaftlichen Überlegungen gekauft hat wird ein Investment bei Polestar als hoch spekulativ ansehen. Und sollte es bleiben lassen.

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Bei der Konzernschwester Zeekr und deren Börsengang gibt es gerade einen Höhenflug:

Es stellt sich die Frage wie das weitergeht, bei der aktuellen US-Entscheidung die Strafzölle auf chinesische Autos von 25% auf 100% anzuheben.

Vermutlich wird die EU nachziehen, und damit wäre der Handelskrieg für BEV endgültig in vollem Gange.

Auch für Polestar ein Problem, solange die Produktion in den USA noch nicht angelaufen ist.

Quelle: https://www.wiwo.de/politik/ausland/bidens-strafzoelle-nicht-nur-e-autos-betroffen-fuer-diese-chinesischen-produkte-gibt-es-nun-sonderzoelle/29800630.html

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TI hat dazu gestern schon Stellung bezogen.
Bin auch gespannt, in welche Richtung sich das entwickelt.

Versteh einer die Aktionäre, Aktie geht seit Monaten nur noch bergab, USA erheben 100% Strafzölle, was Polestar hart am amerikanischen Automarkt treffen wird, Aktie steigt :clown_face:

Wollen die mit Zeekr dieselbe Masche durchziehen wie mit Polestar oder ist da mehr Substanz hinter?

Vielleicht, weil der PS3 auch in den USA gebaut werden wird und somit nicht den Strafzöllen unterliegen wird? :thinking:

Ist es denn so, dass Hersteller davon ausgenommen werden, sofern sie generell auch in den Staaten produzieren, oder geht es um das jeweilige Auto (wo das jeweilige Auto produziert wurde)?

Dann würde es Polestar ja nicht viel helfen, da Polestar 2 und 4 ja nicht in den Staaten produziert werden.

Alle Handelswaren müssen doch grundsätzlich beim Übertritt einer Zollgrenze (Einfuhr, Ausfuhr) bei der entsprechenden nationalen Behörde angemeldet werden und es können dann gemäss der geltenden Zollbestimmungen und -verfahren auch entsprechende Kosten anfallen oder aber es gilt eine Zollfreigrenze (z.B. im Reiseverkehr) bzw. es gibt eine ausdrückliche Zollbefreiung.

Im vorliegenden Fall müsste man die exakten (neuen) Bestimmungen der USA lesen, ob darin z.B. ein Hersteller, der auch in den USA produziert, generell von den (erhöhten) Zöllen befreit wäre. Nicht umsonst gibt es ja den Begriff des „Zoll- bzw. Handelskrieges“, da der grenzüberschreitende Handel auch einseitigen Regeln unterworfen sein kann, wenn keine Einigung (mehr) möglich ist…

Übrigens: seit 2024 gilt z.B. in der Schweiz auch für BEVs der normale Einfuhrzoll für Autos (4% glaube ich), da nach Ansicht der Behörden die BEVs (und deren Hersteller) keine spezielle Förderung über einen Erlass der Zollgebühren mehr erhalten sollen, und wir produzieren ja selbst keine Autos…und als Resultat mussten sich die Importeure überlegen, wie sie mit diesen Zusatzkosten umgehen (Endpreis erhöhen? Zusatzleistungen wie Garantie etc. reduzieren? …).

Für Polestar ist es also wohl ein Vorteil, dass die in USA produzierten P3 gar keinem Zoll unterworfen sind, während für alle eingeführten Fahrzeuge obiges gilt. „Nur“ in China produzierende Hersteller haben da sicher einen Nachteil und sind wohl auch im Fokus der USA.

Da das ja schon bekannt ist, hätte das ja bereits in die Aktie eingepreist sein müssen.

Man müsste noch wissen, welche Teile in den USA produziert und welche nur vor Ort eingebaut werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Batterien aus China geliefert werden, worauf dann ggf. ein hoher Zoll erhoben wird.

Man muss da genau hinschauen was ein „in China produziertes“ Auto ist. Ich erinnere mich als ich vor mehr als 10 Jahren in den USA gewohnt habe und in Washington einen neuen SAAB gekauft habe gab es auch eine Steuer für nicht in den USA hergestellte Autos ab einem gewissen Wert. Dazu wurden tatsächlich die „Inhaltsstoffe“ in Prozent für jedes Modell angegeben. So konnten die von VW in Mexiko überwiegend mit US Komponenten hergestellten Komponenten als US Autos gewertet werden. Ich erinnere mich nicht mehr an Details, war echt tricky.

Laut Kommentaren zu den Medienberichten sollen generell alle Importe aus China zunächst die 100% Zoll-Aufschlag erhalten. Später könnten jedoch Hersteller, die auch in den USA investieren und dort auch produzieren, aber eine Steuererleichterung in gleicher Höhe erhalten. Was davon übrig bleibt und wie das genau umgesetzt wird, ist aber denke ich noch nicht klar.

Polestar 2 unterschreibe ich so.
Polestar 4 für USA und Kanada soll ja bei Renault in Südkorea gebaut werden.

Ich will es nicht beschreien, aber hier hat Polestar tatsächlich durch die Diversifizierung mal einen Vorteil gegenüber BYD (die noch nicht in Ungarn sind) oder den anderen China-Fahrzeugen.

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