Ladegeschwindigkeit

Bin ich bei Dir, ist aber leider momentan so.

Bei einem SoC von über 50% und bei den aktuellen deutlichen Minustemperaturen, ist das Ergebnis dennoch nicht schön, aber auch absolut nicht aussagekräftig und schon gar keine Katastrophe. Der Porsche neben dir hatte vermutlich einen wirklich warm(gefahrenen) Akku und einen viel niedrigeren SoC bei Ladebeginn.

Also mir reicht es jetzt und ich gebe meinen P4 nach knapp einem Monat wieder zurück. Hauptgrund ist die Ladeperformance. Wenn er überhaupt lädt (häufig Kommunikationsfehler), dann ist die Leistung unterirdisch und somit das schlechteste, was ich derzeit am Markt sehe. Man muss eine Akku nicht erst warmFAHREN, das zeigt nahezu jeder Wettbewerber - gerade in dieser Preisklasse. Hier die der P4 leider unterirdisch. Ich habe in einem Monat knapp 3000km Langstrecke gemacht (2x in die Alpen) und nicht einmal über 100kw laden können. Aussage Polestar: Ist leider so.

Hinzu komme die grauenhafte Freisprechanlage (muss Telefonate teilweise abbrechen, da ich nicht zu verstehen bin oder das Gegenüber ein Echo hat) und die fehlerhafte Software…

Nach kurzem anwaltlichem Hin- und Her hat Polestar der Rücknahme zugestimmt und ich bekommen mein Geld wieder…

Wünsche allen Anderen hier noch viel Nerven und Glück mit dem P4!

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Sorry, ich will dir nicht zu nahe treten oder etwas unterstellen. Aber bei solchen Beiträgen bin ich sehr vorsichtig.

Am 26.12.25 wurde dein Profil hier angemeldet. Nach knapp 1 Monat geht das Auto zurück. Ah ja. Also inklusive der ganzen Feiertage (Weihnachten, Silvester, Ferien), Anwälte sind auch lang nicht so schnell und Polestar stimmt bestimmt nicht innerhalb weniger Tage einem Rücktritt zu, ohne vorher Werkstätten zu beauftragen. Und eine Aussage von Polestar „ist eben so“ wäre zu beweisen, nicht mal der Support arbeitet so.

Ja es gibt Probleme, das lässt sich nicht verschweigen (gibt es übrigens auch bei vielen anderen Herstellern).

Aber das hier klingt leider nicht ganz so glaubhaft.

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Halte ich auch für sehr unrealistisch, außer natürlich es wurde vom 14-tägigen Widerrufsrecht (Fernabsatz, §355, BGB) gebraucht gemacht. Dann muss man sich allerdings fragen, wer innerhalb von 14 Tagen final entscheiden kann, ob ein Auto passt oder nicht. Ich könnte das nicht.

Dein gutes Recht vorsichtig zu sein :wink: was auch immer du mir unterstellen willst.

In dem einem Monat war mein Fahrzeug bereits 2x in der Werkstatt - 1x weil es abgeschleppt wurde, da ich mit 4% am Charger stand und immer nur Kommunikationsfehler hatte. Beim 2. mal, sollte das Kommunikationsmodul vom OBC getauscht werden. Hier wurde dann nach Abgabe des Fahrzeugs ca eine Stunde später vom Werkstattleiter (Volvo-Autohaus) die Aussage getroffen, dass nichts getauscht wurde, da es beim P4 „eben so ist“.

Aufgrund des Gesamteindrucks und der vielen Fehler und Mängel habe ich vom meinem Widerrufsrecht gebraucht gemacht. Da ich bereits 2x einen Mangel gemeldet habe, verjähren auch die 14 Tage nicht.

Es ist und bleibt leider für das Auto mit dem schlechtesten Eindruck, welches ich bisher gefahren bin. Selbst mein 2019 Model3 aus den USA hat bei 2 Grad am SuC mit 240KW gestartet.

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Sehe ich genauso. Hatte auch schon am Anfang 2 Mängel gemeldet, dann würde mein 14 tägiges Rücktrittsrecht auch nicht verjähren.
Ich kenn mich juristisch da aber nicht so aus.
Aber 14 Tage sind sehr kurz, man fährt ja nicht 14 Tage 24 Stunden.
Standzeiten, Werkstatt inkl Feiertage, dann sind 14 Tage gefühlt in 2 Stunden rum.
Wie auch immer. Es gibt eben hier so ein paar Kandidaten, die kommen mit immer neuen Usernamen um die Ecke, um Polestar zu haten.
Da ist eben ein solcher Beitrag meiner Meinung nach oder für mich schwierig zu glauben oder zu bewerten.

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Noch eine gute Meldung: Auto auf 100% geladen und mit 97% 2 Tage abgestellt. Der P4 stand dabei außen, auf Schnee bei -14Grad nachts und maximal -9C am Tag.

Akku nicht vorgewärmt, 1h bei Tempo 100 mit der Schneeflocke unterwegs. Dann 2h vor Ladestopp die VK gestartet. angekommen mit 4% und innerhalb von 33min auf 80% geladen.
Habe leider keine Ladekurve an den neuen IONITY Säulen, aber das war sehr gut.
Anfangs 176kw, den Rest habe ich nicht gesehen.

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Wer sagt denn das? Die 14 Tage sind fix, ein Mangel ändert da gar nichts dran.

Ich sprach hier bewusst von den Rechten aus Fernabsatz. Dafür sind Mängel komplett unerheblich. Das andere wären Gewährleistungsansprüche (die sogenannte Mängelhaftung) - und da schafft es kein Hersteller und Kunde der Welt innerhalb von 4 Wochen ein Auto rückabzuwickeln. Alles ein wenig sonderbar…

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Das wäre mir neu. Aus welcher Norm soll sich diese Verlängerung der 14-tägigen Widerrufsfrist ergeben aufgrund einer Mängelmeldung ergeben?
Die Frist startet grundsätzlich mit der Lieferung des Vertragsgegenstands sowie der Information über das Widerrufsrecht, wobei der zweite Punkt die Widerrufsfrist um bis zu einem Jahr verlängern kann.
Wäre gut zu wissen, den genauen Sachverhalt als Argumentationshilfe für ähnliche Fälle zu verstehen. Ich tippe jedoch auf Kulanz.

Edit: @KHG war schneller. §356 BGB regelt die Fristen präziser: § 356 BGB - Einzelnorm

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Ich tippe auf „Geschichten aus dem Paulaner Garten“ :wink: Kulanz könnte aber natürlich auch sein. Schließlich ist das alles keine Einbahnstraße. Manchmal ist man als Unternehmen auch froh einen Kunden weniger zu haben. Selten, aber das habe ich auch schon in meiner beruflichen Praxis vollzogen. :zipper_mouth_face:

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Wie schon gesagt, da passen ein paar Dinge nicht zusammen.
Auch Kulanz wird nicht innerhalb so kurzer Zeit abgewickelt. Und es war von Anwaltsschreiben die Rede. Es waren Feiertage, Ferien etc. Anwalt braucht zur Prüfung auch ein wenig, ggf Sachverständiger.
Ich bin der Meinung „Geschichten aus dem Paulanergarten“.

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„Aussage Polestar: Ist leider so.“
Ich beim Kauf eines Gebraucht-Polestar: „Preis muss um 10% runter. Ist leider so.“ :+1:

Hackt doch nicht drauf rum. Etwas seltsam ist der Post schon, aber wenn es für beide Seiten ein gutes Ende findet, soll es uns doch nur recht sein.

Wir brauchen sicherlich hier keine Rechtsberatung aufmachen und können uns weiter auf die vorhandenen Fehler bei den Fahrzeugen konzentrieren, sie ausgiebig diskutieren und dann Polestar den Lösungsweg ins Aufgabenheft schreiben.

Andere geben halt das Fahrzeug zurück und haben ihre Ruhe. Jedem das Seine…

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Aus meiner Sicht schon wieder viel zu viel Beachtung geschenkt…

Ich bin mit der Ladegeschwindigkeit auch überhaupt nicht zufrieden und mich stört zumindest jetzt erstmal im Winter die mangelnde Felxibilität in Verbindung spontanen Ladeversuchen und deren Performance…

Das ist wirklich unterirdisch, es gibt aber auch viele gute Dinge im Fahrzeug… Nach knapp 3000 KM in 5 Wochen hoffe ich erstmal auf den Frühling bevor ich hier vorschnell wieder alles schlecht mache…

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Ich verstehe das. Du siehst von mir auch zwei sehr unterschiedliche Beiträge.
Strecken kleiner 100km, war Schnelladen mehrfach schlecht im Winter.

Jetzt Langstrecke, viel kältere Temperaturen, sehr gut. Aber auch lange im voraus geplant.
Ich fahre seit 250.000km elektrisch. Allerdings mit weniger Erfahrung mit solchen Ladeleistungen. Der ipace schaffte unter Idealbedingungen kurz mal 120kw.

Ich denke aber, dass die beiden Fahrzeuge eines gemeinsam haben: eine recht gute Thermosteurerung.

Beim ipace wurde immer gelobt, dass man immer wieder stark beschleunigen kann und er nie wegen zu warmer Batterie die Leistung einschränkt. Ein Thema das der Mach E und viele andere sehr deutlich haben.

Beim Polestar ist mir das auch noch nicht passiert.
Ich will sagen: die ganze Thermik ist wahnsinnig kompliziert. Soll der Fahrwind stark kühlen oder nicht? Wie bekommt man im Sommer die Abwärme weg und im Winter bleibt sie drin?
Das ist bei Performance Modellen sicher eine Aufgabe.

Heute stand ein Lotus neben mir an der IONITY Säule und hat mit 80kw geladen. Der stand länger als ich. Passiert woanders auch. Bin gespannt wieviel mit Software hier noch machbar ist.

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Ich denke ein großes Problem ist, dass Polestar es beim 2er schon gut hinbekommen hat, beim P4 aber wieder von vorne anfängt.

Der P2 (2022er) ist im Winter wie im Sommer ein Garant für 155kW Peak, wenn man mehr als 30 Min. bis zum Schnellader hat und er somit ausreichend Zeit zum konditionieren hat. Meine Arbeitskollegen fahren v.a. VAG (ID4/5 und Enyaq) und beschweren sich regelmäßig über die miese Ladeleistung → teilweise auf 50/75kW limitiert, während ich mit dem P2 das absolut nicht nachvollziehen kann.
Dass der P4 jetzt als neueres Modell diesem Weg nicht folgen kann, ist bitter.

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Ich bin 4 Jahre PS2 gefahren und kritisiere genau aus diesem Grund den PS4. Ich sehe hier im Winter einen deutlichen Schritt nach hinten…

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In der Tat. Allerdings muss man bedenken, dass PS2 und PS4 auf zwei unterschiedlichen Plattformen aufbauen. Und beide Plattformen liegen nicht in der Zuständigkeit von Polestar, d.h. auch Entwicklungsleistungen, die nicht fahrzeugspezifisch sind, kommen nicht von Polestar.
Für die CMA-Plattform (PS2) scheint Volvo federführend die Vorkonditionierung (die übrigens auch erst ein Jahr später kam) sehr gut in den Griff bekommen zu haben.
Für die SEA1-Plattform (PS4), bei der Geely federführend ist, ist anzumerken, dass der im PS4 verbaute Akku meines Wissens nach lediglich noch im Zeekr 001 verwendet wurde, aber in diesem Fahrzeug auf dem chinesischen Markt bereits seit zwei Jahren nicht mehr verbaut wird. Da ist die Frage berechtigt, ob seitens Geely hier noch großer Aufwand zur Mängelbeseitigung betrieben werden wird.

Bitte vergesst bei allen Vergleichen zwischen :ps2: und :ps4: nicht, dass der Akku im 4er deutlich größer ist und dass da verdammt viel Masse geheizt werden muss.
Ich denke einfach, dass Polestar diesen riesigen „Kühl-Akku“ einfach unterschätzt hat bisher.
Da werden die sich hoffentlich noch rantasten und Optimierungen hinbekommen. Es ist ja auch nicht ganz trivial, den Energieeinsatz nicht ausufern zu lassen, um 200kW auf der Säule zu sehen.

Ja, geworben wird damit und diejenigen, die mal schnell von 10 auf 60% Nachladen, wollen genau das auch haben. Andere „Gelegenheits-Langstreckler“ sind ja durchgängig mit den ~30 Minuten von 10-80% zufrieden, da die mangelnde 200kW-Leistung halt durch ein höheres Plateau über einen längeren Zeitraum gehalten wird.

Ich bin da ziemlich zuversichtlich, dass da noch was kommt, allerdings nicht mehr diesen Winter.

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