Guter Hinweis. Aber grundsätzlich ist ja imho die Zellchemie und die Temperatur entscheidend.
Beide haben m.W. NMC Akkus. Wir lassen unbeachtet, dass sich die Chemie dennoch leicht unterscheiden kann.
Wenn jetzt beide Fahrzeuge die gleiche Heizleistung aufbringen würden, dann würde es auch länger dauern das größere Pack aufzuheizen.
Ich kenne den PS2 nicht, aber der konnte sicher auch nur vorheizen und dann schnell laden. Komplett kalt, geht das nicht.
Wenn jetzt beide mit 3 KW Heizleistung drangehen, 120kmh für 1 Stunde fahren. Akkutemperatur beim Start 0 Grad. AT 0 Grad. Wärmeverlust während der Fahrt sicher 30%.
Dann wäre der PS2 bei ca 15 Grad, der PS4 bei 12 Grad. Das ist in der Zellchemie sehr deutlich und führt zu einer anderen Startleistung durch das BMS.
Annahmen: * Spezifische Wärmekapazität Pack: 1,0 kJ/kg·K
Polestar 2 ca 500 kg Packmasse
Polestar 4 ca 650 kg
Wichtig bleiben die 30min von 20-80. das hat bei mir zuletzt auf Langstrecke geklappt. Die 200kw hatte ich dabei nicht.
Diesen Ansatz kann ich nicht nachvollziehen, denn mit den Gewichtsangaben
müsste ich einfach nur mit der 1,3 fachen Heizleistung arbeiten, um denselben Temperaturanstieg hinzubekommen. Aber so trivial wird es nicht sein.
Gerade das kann einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Warum kann ein PS2 bis MY2023 nur mit 150 kW max laden, ein PS2 ab MY2024 bei nur leicht größerem NMC-Akku mit 200 kW? Antwort: weil der Hersteller des Akkus, warum auch immer, eine höhere Ladeleistung zulässt.
Porsche bspw. gibt an, dass beim neuen Cayenne die maximale Ladeleistung bereits bei 15 °C Akkutemperatur (!) erreicht wird - deutlich niedriger als bei anderen NMC-Akkus.
Wir kennen nicht die genauen Spezifikationen des im PS4 verbauten Akkus sowie auch die der verbauten Akkuheizung/Kühlung, insofern sind rein rechnerische Vergleiche der Leistungen und Energiemengen mit Akkus anderer Fahrzeuge meiner Ansicht nach nur wenig aussagefähig.
Da verweise ich nochmals auf meine Ausführungen zur Plattform. Den Zeekr 001 gibt es seit Herbst 2021. Der PS4 wurde im Frühjahr 2023 vorgestellt. Ich kann mich noch gut an die damaligen Erprobungsvideos des PS4 im nordischen Winter erinnern. Dass man die Vorkonditionierung über vier Jahre nach Markteinführung der Plattform nicht hinbekommt, wird andere Gründe haben als „einfach unterschätzt“.
Bei all den Überlegungen sollten wir nicht vergessen, dass es letzten Winter teils Probleme gab, teils funktionierte es wunderbar. Siehe Thread:
Bei mir hats bei meinen wenigen DC Ladungen ziemlich gut funktioniert. Derzeit klappts überhaupt nicht mehr.
Erst gestern wieder nach einer knappen Stunde VK, 75kw bei 38% SoC. Nach ein paar Minuten gings auf 100kw hoch.
Ob wohl erkannt wurde, dass der Akku die hohen Ladeströme bei niedrigerer Temperatur nicht aushält und deshalb ein höherer Schwellwert definiert wurde?
Ich bin auch ein Gelegenheits-Langstreckler daher hatte ich es mit dem neuen Update noch nicht getestet. Aber meiner Erinnerung nach hat es letzten Winter einigermaßen funktioniert. Das lässt mich hoffen, dass sie es mit Software hinbekommen.
heute geladen bei einer Außentemperatur von -5 Grad (Auto stand die ganze Nacht draußen), keine Vorkonditionierung, max. 65 KW Ladeleistung. Das klingt wenig, war aber im Vergleich zum Säulennachbarn -Hyundai Kona, Peak bei ca. 12 KW- dann doch relativ viel.
Das Gleiche vor einer Woche bei einer Außentemperatur von ca. -1 Grad und 300 km zuvor gefahrenen Kilometern. Danach Standzeit des Polestar 4 von ca. 1 Stunde. Im Anschluss (keine Vorkonditionierung) eine Ladezeit von 37 Minuten für einen Ladevorgang von 19% auf 79% mit max. 127 KW. Finde ich vertretbar.
Viele hier im Form scheinen bei ihrer Bewertung bzw. -urteilung offensichtlich
die konstruktiven Bedingungen, die an einen Battery-Pack von über 600 kg Masse geknüpft sind, zu ignorieren,
die physikalischen Einflüsse, die -insbesondere in den Wintermonaten- den Ladevorgang beeinflussen und
nicht zuletzt auch die unterschiedlichen „Charakteristiken“ der Ladesäulen,
zu unterschätzen.
Sicherlich lassen sich die o. g. Werte des Polestar 4 via Software-Optimierungen noch optimieren. Das ist auch meine Hoffnung.
Unangenehm wird das Ganze dann erst, wenn sich markige Marketing-Versprechen der Kfz-Hersteller in der Realität nicht oder nur in Teilen zufriedenstellend realisieren lassen; eine (hohe) Erwartungshaltung der Käufer/Kunden aber längst schon vorgezeichnet/generiert wurde.
Es zeigt sich aber auch, dass
andere Hersteller ebenso mit vergleichbaren Rahmenbedingungen konfrontiert sind und
von denselben physikalischen Gesetzen herausgefordert werden
wie Polestar und gleichermaßen an den eigenen (Kunden-)Versprechen „scheitern“.
Welche konstruktiven Bedingungen sind das genau, und vor allem, wie unterscheiden die sich von einem „Battery-Pack“ unter 600 kg?
Da ist Polestar (und auch andere Hersteller) doch schon längst angelangt.
Auf der Webseite steht bei den (seitenlangen!) technischen Daten: „DC-Ladedauer 10–80% in 30 Minuten“. Ohne Fußnote oder sonstige Anmerkungen/Einschränkungen.
Stöbert man ein bisschen, findet man das hier:
Aussagen zur Vorkonditionierung oder zur Ladedauer bei Kälte: Fehlanzeige!
Stattdessen: „Aufgrund unseres Firmensitzes in Schweden und unserer Testumgebung unter den strengsten Winterverhältnissen, sind Schnee und Eis für uns alltäglich“.
Als PS4-Fahrer käme ich mir da aktuell veräppelt vor.
Stöbert man noch ein bisschen, findet man:
„Regelmäßiges Laden bei kaltem Wetter: Kaltes Wetter kann die Effizienz und die Reichweite Ihres Elektroautos beeinträchtigen. Um das zu verhindern, sollten Sie es regelmäßiger laden und die Energie der Ladestation nutzen, um die Batterie warm zu halten. Andernfalls muss sich die Batterie selbst aufwärmen, wodurch die Reichweite Ihres Fahrzeugs sinkt.“
Das ist der einzige (etwas versteckte) Hinweis, den ich zur Vorkonditionierung des Akkus finde. Ich finde jedoch keine Aussage, dass das Laden bei winterlichen Temperaturen (gegebenfalls) länger braucht. Und damit ist die Erwartungshaltung des Kunden an das Produkt doch klar.
Wie will man so eigentlich die Masse von der Elektromobilität überzeugen? Schnelles Laden im Sommer ja, aber im Winter leider nicht, sorry?
Ich habe vor einigen Monaten angefangen, mir eine Liste der Anforderungen, die ich an ein neues E-Auto stelle, zu schreiben. Eine Anforderung lautet: Zuverlässige Vorkonditionierung des Akkus. So wie beim PS2, mir ist die aktuelle Außentemperatur auch auf Langstrecke völlig egal (erst am Wochenende wieder 7 bis 70 % in gut 28 min, bei knapp unter 0° C Außentemperatur).
Finde die detaillierte Diskussion hier wirklich spannend, aber ich gebe zu ich verstehe das Problem nicht wirklich.
Ist die Erwartungshaltung wirklich, dass man mit einem E-Auto bei ausgekühltem Akku direkt an den HPC fahren möchte zum Laden? Wäre es da nicht viel entspannter während der „Auskühlphase“ den Wagen an eine langsame AC Säule zu hängen? Ich dachte HPC Laden wäre tatsächlich nur für Langstrecke - und ja da muss es schnell gehen, mit genügend Vorlauf beim ersten Stop schafft das aber derzeit die VK noch
Beim E-Auto hilft mir eine Devise enorm, Winter wie Sommer, und die heisst : „Steht er, dann lädt er“ . Dann ist der Wagen in den meisten Fällen voll.
Auf Langstrecke hilft dann die Vorkonditionierung vor der nächsten Ladung. Ebenso wenn ich eigentlich schon an Ziel bin, aber demnächst (vielleicht erst wenn der Wagen wider ausgekühlt ist) wieder nachhause fahre.
Aber kalt an den Schnelllader zu gehen ist einfach Quatsch.
Dann zitier mal die „Etlichen“ aus diesem Thread, die diese 30 Minuten bei winterlichen Temperaturen geschafft haben, und stelle das ins Verhältnis zu denjenigen, die es nicht schaffen.
Eine seltsame und kontextlose Zusammenstellung von Begriffen.
Dass die Ladegeschwindigkeit bei niedrigen Temperaturen erheblich geringer ist, liegt an der Zellchemie.
Das hat nichts mit Logik zu tun. Es ist sicherlich auch keine Banalität, schon gar keine physikalische. Und eine Skandalisierung erst recht nicht.
Letztendlich bleibt festzuhalten, dass es hier mittlerweile zahlreiche Nutzer gibt, bei denen die Ladeleistung trotz Vorkonditionierung nicht mal in die Nähe der Herstellerangabe kommt.
Schaut man zum PS2 rüber, findet man, die Vorkonditionierung betreffend, keine einzige Beschwerde.
Ein Hersteller, der seine Erfahrungen bei Kälte rühmt, muss sich daran auch messen lassen. Insofern verstehe ich die Schönrednerei nicht, insbesondere dann nicht, wenn der Hersteller selbst ja schon bewiesen hat, dass er es besser kann.
Nein, wieso das denn? Die Erwartungshaltung hier ist schlicht und einfach, dass der PS4 das Ladefenster „10 bis 80 in 30 min“ nach Vorkonditionierung erreicht.
Ich habe oben aus den Herstellerangaben zitiert. Diese lassen allerdings tatsächlich auch eine engere Auslegung zu.
Ich habe vor einigen Monaten angefangen, mir eine Liste der Anforderungen, die ich an ein neues E-Auto stelle, zu schreiben.
Du solltest das beim nächsten Autokauf anders angehen. Du sammelst negatives feedback aus der community, gehst zum Händler und drückst den Preis dick runter.
Die Erwartungshaltung ist: Der PS4 hat für den Preis einen katastrophale Ladeleistung. Das kann die Konkurrenz in der Preisregion deutlich besser, sogar der PS2 räumt hier besser ab.
334 Beiträge? Nein, danke! Die darfst du selber durchsuchen. Fakt ist hier haben viele gepostet, dass bei genügend warmen Akku (wie auch immer der erwärmt wurde, das scheint ja hier der Knackpunkt zu sein!) klappt es mit den 10-80% in 30 Minuten. Und auch mit den 200kW Peak… Das ist doch der Kernpunkt.
Ich habe den Eindruck, dass es eine starke Streuung der Ladeleistungen gibt.
Ich war sehr positiv beeindruckt von den SW-Verbesserungen der Ladeleistung bei meinem PS2 LE. Zuletzt hatte ich eigentlich immer die 150 kW anliegen. Sowohl ich als Fahrer als auch das Auto hatten wohl ein gutes Verständnis wann man wie gut laden kann.
Um so enttäuschender ist das Ladeverhalten bei meinem PS4: mein jemals gesehenes Maximum war einmal 196 kW über eine Spanne von 10%. Das hatte ich genau einmal. Die 30 min für 10-80% habe ich noch nie erreicht, Sommer wie Winters.
Und meine Erwartungshaltung war schon, dass mein neues Auto eine bessere Kurve als mein altes Auto haben wird. Dazu hat sich zu viel in der Technologie getan. Nun sind ja die 200 kW mittlerweile auch nicht mehr Leading Edge im Markt. Ist okay, aber nicht berauschend.
Mit dem PS4 habe ich einen ersten Winter gehabt, wo gar keine VK vorhanden war. Das hat mich schon ziemlich enttäuscht. Dann kam eine VK und nun hat man noch auf den letzten Metern eine Anpassung vorgenommen nachdem die Kundschaft sich beschwert hat. Diese scheint aber suboptimal zu sein.
Was man im übrigen auch hier herauslesen kann: diejenigen, die die besten Ladeleistungen haben, tendieren zur manuellen VK durch ihre Fahrweise.
Das, was wir jetzt mit 4.2.8 haben, ist ein Quick’n’dirty-Patch, der das Schlimmste mal ein wenig verbessert. Eine bessere Lösung wird wohl in einem der nächsten Updates kommen, denn das Problem ist ja noch nicht vom Tisch.
Auch beim P2 hat es etwas gedauert, bis das Temperatur-Management im Griff war. Ich kann mich an Alarmanlagen erinnern, die beim Laden losgingen, weil der Lüfter zu stark lief und ähnliches.
Ärgerlich für die, die auf schnelle und hohe Ladeleistungen angewiesen sind, aber im Großen und Ganzen ist es ok für Langstrecke ohne überraschende Umplanungen. Doch Luft nach oben ist bei dem Thema noch viel.