Das Risiko besteht, andererseits weiß man nicht wie Neely als Mehrheitsaktionär verfahren möchte. An vielen Stellen ist ein Vergleich mit der jüngsten Fisker-Vergangenheit zeigt durch aus Parallelen:
fehlerhafte Bilanzierungen sorgen für einen Vertrauensverlust im Finanzmarkt
Ignoranz die Zahlen zeitnah zu korrigieren
SW-Probleme (insb. Polestar 3)
Probleme mit dem Schließsystem
…
Andererseits sprechen wir beim Hauptanteilseigner von einem Automobil-Konzern. der durchaus einen Ruf zu verlieren hat, wenn er eine Marke einfach in die Insolvenz gehen lässt. Dies könnte Geschäftspartner und Kunden skeptischer auf Schwestermarken im Konzern blicken lassen (Volvo, Smart, Mercedes, Zeekr, Aston Martin, Lotus,…)
Aus meiner Sicht ist ein Börsen-Exit wahrscheinlicher als eine Insolvenz.
Edit: irgendwie war Xpeng in meine Liste gerutscht, die gehören nicht zu Geely)
Tesla war auch schon mal “fast Pleite” - “Productionhell” schon vergessen? das war als man das Model 3 massenhaft produzieren wollte, es aber nicht konnte und massenhaft “Fehler” produziert hat, die manuell nachgearbeitet werden mussten.
Die Polestaraktie war auch schonmal bei 0,65ct, dann wieder fast bei 2€, ist aktuell auch ein schwieriges Umfeld mit Verbrenneraus ja/nein, Trump Zöllen usw. obwohl P3 für die USA auch in den USA gebaut werden soll, nur bei dem Chaos was die GOP dort gerade anrichtet, ist nicht sicher ob das reicht oder nicht.
Der Vergleich zu Fisker, ja ich sehe Analogien, aber Polestar hat deutlich mehr fertige Fahrzeuge und sowohl finanzkräftige Muttergesellschaften, Volvo als Werkstattpartner und einen neuen CEO, was bei Fisker den Gründeraustausch bedeutet hätte. Daher wäre ich da entspannt.
Weil davon das Überleben der Marke abhängt. Polestar hängt immer noch an der Mutterzitze (Geely) und müsste sich bald einmal davon ablösen, sonst hat die Mutter bald keine Lust mehr. Aber derzeit fliesst die Milch noch. Wie @HGK bereits geschrieben hat, wurden weitere 450 Millionen in das Unternehmen gepumpt. Der Kredit hat allerdings nur eine Laufzeit von 12 Monaten und andere Krediten laufen bald aus. Ausserdem hat Polestar die Bilanz 2024 auf April 2025 verschoben, kein gutes Zeichen und das Spiel kennen wir bereits aus den Vorjahren. Der Himmel war definitiv schon klarer.
Bis 2027 sollen gem. Lohscheller im Schnitt die Auslieferungen indes jährlich um 30 bis 35 Prozent wachsen, Bereits dieses Jahr will er zumindest beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die Gewinnschwelle erreichen. Dafür hat Polestar eine Rosskur hinter sich gebracht und rund ein Viertel der Stellen abgebaut, rund 600 von zuvor 3.100 Angestellten mussten gehen. 2027 will das Unternehmen dann finanziell auf eigenen Füssen stehen und auch die Investitionen selbst stemmen können.
Mein Fazit: am Ende sind sie nicht, aber die nächsten 12-15 Monate werden sehr spannend und sind für die Zukunft des Unternehmens entscheidend. Die Weichen sind gestellt. Hoffnung sehe ich darin, dass weltweit der Absatz von Elektrofahrzeugen nach wie vor steigt und wenn Elon Musk noch mehr in die 30-jahre abdriftet (Schneuzchen-Zeit), dass das durchaus ein Boost für Polestar sein kann.
Als ich gestern bei Polestar war, war ich nicht der einzige Tesla-Fahrer. Der Mitarbeiter dort meinte, dass seit einiger Zeit der Polestar 4 boomt, vor allem nochmal seitdem für viele Tesla nicht mehr in Frage kommt. Andere Kunden die reinkamen als ich da war, waren auch alles Tesla-Fahrer, die umsteigen wollten.
Naja, „viele“ sind im Marketing-Sprech auch schon drei oder vier.
Insgesamt sind Autoverkäufer nur noch durch die Pferdeverkäufer anfang des 20. Jahrhunderts übertroffen, was rosig gemalte Verschönungsfantasien angeht.
Dass der ein oder andere wirklich tiefer in die Tasche greift und jetzt auf Polestar wechselt, mag ja sein, aber „viele“ werden das nicht sein.
Unabhängig davon verkauft sich der Polestar 4 in Europa wohl wirklich ziemlich gut.
Dazu gibt es Zahlen: minus 60%. Das ist schon eine Hausnummer. Allerdings gilt dieser Absacker nur für den Monat Januar 2025 (im Vergleich zum Januar 2024). Ob das so bleibt und wie weit Polestar davon profitieren könnte, wissen wir nicht.
Bei diesen Zahlen muss man vorsichtig sein, was ich als Tesla-Fahrer seit 4 Jahren immer bemerke: Da Tesla zum Ende des Quartals immer die besten Zahlen schreibt und am meisten verkauft, sind sie zu Beginn eines Quartals eher zäh. Das war schon immer so. Da mit dem Facelift zum Model Y viele nun etwas warten müssen, verkauft man gerade nur Restbestände der alten Modelle.
Es war schon immer so, dass Tesla sehr regelmäßige Höhen und Tiefen im Verkauf hatten - und bei jedem Tiefgang folgten dann die Headlines, dass es ganz schlimm um Tesla stände. Noch sehe ich das nicht, das ist nur eine beliebte Narrative.
Ja, aber das wäre ja im Vorjahr auch so gewesen Und gerade wurden die Zahlen für den Februar veröffentlicht: minus 67%. Aber ich denke auch, dass sich die wieder erholen werden und das kein Dauerzustand bleibt.
Das aber nur für Deutschland. Und immerhin +60.4% gegenüber dem Vorjahr. Klar, alles Zahlenspielereien weil der Februar 2024 katastrophal war und der PS3 und 4 noch nicht erhältlich waren. So gesehen ist es einfach, ein solches Plus zu genieren
Gibt es eine Website, welche die Zulassungen weltweit zeigen?
Man sollte nicht vergessen, dass Tesla gerade das volumenstärkste Modell durchrauscht. Wenn ich ein neues Modell Y haben möchte, dann kommt AWD im März und SM erst Mai/ Juni
Bei den Zulassungszahlen von Polestar darf man nicht vergessen, dass der „Tesla Effekt“, der sich gerade abzeichnet, sicherlich in den Zulassungszahlen vom Februar noch nicht abgebildet ist. Auch die davon losgelösten angeblich höheren Bestelleingänge vom Jahreswechsel sind da ja noch nicht abgebildet. Ich könnte mir vorstellen, dass die Zulassungzahlen sich ab April/Mai noch einmal deutlich nach oben korrigieren.
Ich glaube der wird vom Polestar 4 total überschattet, wo man teilweise mehr für weniger Geld bekommt. Ein besseres Soundsystem ist nicht unbedingt gewichtig als Argument.