Serviceaktion Ladebuchse und Pin

Hallo zusammen,

ich war in der Inspektion und neben dem normalen Service wurde eine Aktion an der Ladebuchse durchgeführt. Der Mechaniker sagte mir, dass die Pins etwas weiter raus gestellt werden, damit der Kontakt mit dem Stecker besser hergestellt wird.

Kennt ihr das?

Könnte dies die Thematik lösen, dass ich an manchen DC Steckern beim handshake am Anfang den Stecker bisher immer mit der Hand nach oben drücken musste?

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Habe hier schon mehrfach davon gelesen, dass diese Maßnahme genau dafür gedacht ist, ja.

Kurze Antwort: Ja.

Ob das allerdings zu einer dauerhaften Zuverlässigkeitsverbesserung führt, ist noch nicht raus.

ist schwer zu finden, wenn man es nicht weiß, aber ja wurde hier diskuttiert / darauf hingewiesen: Ladefehler CCS - #113 von Wurzelsepp29

So dürfen wir uns jetzt also vorstellen, dass die Pins von Natur aus keinen festen Sitz haben.
Das ist bedenklich, aber möglich und dass etwa ein ‚Experte‘ einer freien Werkstatt trickreich die Pins etwas herauszieht und damit ‚Wunder‘ geschehen läßt, ist auch möglich.
Dass aber Polestar den Werkstätten eine solche Anweisung gibt - das Bullettin möchte ich sehen, denn beim besten Willen kann ich es mir nicht vorstellen.
Ich meine: wie locker sitzen denn die Pins und wie weit kann man sie herausziehen. Darf da auch mehrfach dran gezogen werden …

Haben sie bei meinem auch schon gemacht. Die haben ein „Spezialwerkzeug“ bekommen was sie an der Ladebuchse ansetzen.
Kann mir vorstellen dass sie damit Fertigungstoleranzen ausgleichen können

Doch, das stimmt und wurde bei mir so auch durchgeführt.
Ich habe sogar selbst dieses Stiftwerkzeug gesehen und der Werkstattmeister hat es vor meinen Augen an meiner Ladebuchse vollzogen.

Nicht immer alles in Frage stellen…

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Es gibt sicher hier jemanden in der Runde, der die Frage beantworten kann, wie die Pins befestigt sind und ob sie eventuell und wieweit ohne Schaden anzurichten herausgezogen werden können.

Sonst gäbe es die Option, son Ding zu bestellen und aufzuschrauben :slight_smile:

Vielleicht wirst du lachen, vor 3 Jahren habe ich auch gedacht, die Stifte stecken doch zu tief.
Man könnte sie ja herausziehen.
Und dann hat mich mein Gewissen daran erinnert, dass Mechaniker in der Elektronik nichts zu suchen haben. Ich habe es dann auch sein lassen.
Nun werde ich eines Besseren belehrt. So einfach ist das :slight_smile:
Aber in Frage stellen ist immer erlaubt.

Die Pins sind also in gewisser Weise lose.

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Meines Erachtens hatte dieses „Tool“ aber keine Möglichkeit die Pins rauszuziehen, sondern lediglich auszurichten.

Ich hatte AC/DC aber nie Probleme beim Laden.

Ich muss immer die schweren DC Stecker mit der Hand nach oben drücken beim Handshake, sonst bricht er am Start ab. Ich dachte aber bisher, dass das am Stecker liegt und nicht an der Ladebuchse.

Pins ausrichten (=verbiegen) käme für mich noch weniger in Frage.
Jetzt muss aber mal ein Steckerexperte antworten, sonst rätseln wir hier weiter herum.

Das stimmt und viele (bei weitem nicht alle) haben ja diese Erfahrung gemacht. Die Pins sitzen bei einigen Fahrzeugen zu tief oder schief, alles möglich.

Stecker und Buchse sind nach Standards und innerhalb Toleranzen hergestellt.
Damit müssen sie immer problemlos funktionieren.
Wenn nun daran herumgebogen oder gezogen wird, dann ist etwas nicht in Ordnung mit der Einhaltung der Standards und Toleranzen.
Ich halte das für eine höchst unprofessionelle Herangehensweise.
Aber ich bin ja gerade auf dem Wege, eines Besseren belehrt zu werden :slight_smile:

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Gibt es Informationen dazu, welche Autos (Baujahr …) in den Genuss dieses Services kommt?

Ich bin nicht der verlangte Stecker-Experte, habe nur Erfahrung mit kleinerem Format:
https://www.reichelt.de/d-sub-einzelkontakt-hochstrom-buchse-gerade-mix-bug-hs-p12164.html?&nbc=1&trstct=lsbght_sldr::12165
Diese Kontakte haben einen Klemmring in Form eines ‚C‘, der im Moment des Einschiebens zusammengedrückt wird und sich in der Endposition wieder entspannt. Ein Herausnehmen ist nur mit einem Spezialwerkzeug möglich. Alles andere führt zur Zerstörung von Kontakt und Kontaktträger. Die Rotation des eingesetzten Kontaktes (ohne Kabel) im Kontaktträger ist problemlos möglich.
In einem CEE-Stecker sind die Kontakte sogar eingegossen. Diese lassen sich gar nicht bewegen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Einstecktiefe der Kontakte ohne Ausbau der Ladebuchse verändert werden kann. Wenn sie überhaupt verändert werden kann.
Vielleicht gibt es jemanden, der es genau weiß und uns erklären kann. Ich lerne gerne etwas neues. :blush:

Edit: hier könnt ihr den Klemmring gut erkennen (der silberne Teil)
https://www.reichelt.de/d-sub-einzelkontakt-hochstrom-buchse-20a-gt3-mix-bu3-crimp-p114002.html

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Danke, so stelle ich mir das auch vor, bzw. so kenne ich das von ähnlichen Verbindungen.
Um so spannender ist es jetzt, einmal genau zu erfahren, was mit dem Spezialtool von Polestar wirklich gemacht wird.

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Eine Wasserpumpenzange in Schwedisch Gold… was sonst.

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Hier mal detaillierte Bilder der CCS Combo 2 Stecker und Buchse

Dort sieht man deutlich die bereits angesprochenen Klemmringe im „Stecker“ (technisch gesehen eher eine Buchse, aber für dieses Thema irrelevant).

Bekanntlich werden vom AC-Teil des Fahrzeugseitigen Anschlusses nur PE, CP und PP beim DC-Laden verwendet. CP und PP sind verglichen mit den übrigen Pins sehr klein, entsprechend ist die Federkraft der Klemmelemente geringer. Kombiniert mit einem hohen Kabelgewicht und ggf. verschlissenen Kontakten an der Ladestation kann das dazu führen, dass der Übergangswiderstand so hoch wird, dass das Steuersignal verfälscht wird → Fehler beim Laden.

Technisch gesehen sehe ich nichts verwerfliches daran, die CP und PP-Pins geringfügig zu verbiegen, wodurch ein höherer Anpressdruck und damit besserer Kontakt sichergestellt wird. Über diese Datenpins wird schließlich keine Leistung übertragen. Natürlich passiert das nicht mit roher gewallt und einer Rohrzange, sondern wie erwähnt mir einem Spezialwerkzeug. Ich schätze, dass dieses Spezialwerkzeug aus einer Lehre besteht, die die betroffenen Pins fixiert, und in einem zweiten Schritt die Pins ausgerichtet werden. Dabei würde dann keine übermäßige Belastung am Gehäuse auftreten, wodurch irgendwas beschädigt werden könnte.

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Ich kann nur sagen, dass es bei meinem letzte Woche beim regulären Service gemacht wurde, LRDM (Launch Edition). Ich hatte auch tatsächlich vorher immer wieder Probleme bei recht neuen Steckern an den Alpitronic Säulen von EnBW, Fastned und Aral Pulse. Habe aber seit letzter Woche noch nicht wieder DC geladen.

Nur um Verwirrung zu vermeiden: Den Klemmring, von dem ich sprach, sieht man in deinen Bildern nicht, weil die Kontakte bereits verbaut sind. Der dient zur Befestigung des Kontaktes.

Du meinst sicherlich den vorderen Teil des Female zur Kontaktierung mit der Gegenseite?

Die Bezeichnungen Stecker/Buchse habe ich ignoriert, weil wir darüber immer stolpern. Technisch ist der Stecker (männlich) am Auto und wir stecken die Buchse (weiblich) an. Wenn beide Gehäuse ohne Kontakte auf dem Tisch liegen, werden die Bezeichnungen gerne anders herum eingesetzt. :face_with_spiral_eyes: